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Eingeschränkter Betrieb:

 

Archiv, Bibliothek und Museum Ab Montag, 8. Juni 2020 wird ein eingeschränkter Betrieb wieder zu den gewohnten Zeiten möglich sein. Die Anzahl der verfügbaren Plätze ist aufgrund der gesetzlichen Anforderungen (Covid-19) beschränkt. Der Besuch des Lesesaals (Archiv und Bibliothek) ist nur gegen bestätigte Voranmeldung möglich:

Archiv: rene.bienert@vwi.ac.at
Bibliothek: barbara.grzelak@vwi.ac.at

 

Der Besuch des Museums ist für max. vier Personen gleichzeitig wieder erlaubt. Die Sicherheit der BenutzerInnen und MitarbeiterInnen hat oberste Priorität. Wir ersuchen Sie, den behördlich vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz selbst mitzubringen und während ihres Aufenthalts zu tragen. Handdesinfektionsmittel werden bereitgestellt.

Gergely Kunt

EHRI-Fellow (02/2017)

 

Ein Vergleich österreichischer und ungarischer Mentalitätsprägungen zwischen 1938 und 1945 mittels Tagebücher von Jugendlichen

 

KUNTDas Vorhaben ist eine transnationale, vergleichende Analyse der Mentalitäten von österreichischen und ungarischen Jugendlichen, die in der Zwischenkriegszeit geboren wurden. Die Basis der Untersuchung bilden die Tagebücher der Jugendlichen: wohl die einzige Möglichkeit, die Einstellungen, Vorurteile und Stereotype dieses Milieus sowohl auf der Mikroebene als auch im historischen Kontext zu erfassen. Im Fokus stehen sowohl jüdische als auch nichtjüdische TagebuchschreiberInnen, um sowohl Zeugen und ‚Bystander‘ wie auch Opfer des Holocaust zu erfassen. Dabei werden aber nicht nur veröffentlichte Egodokumente, sondern auch unveröffentlichte Manuskripte, bis dato kaum bekannte Tagebücher österreichischer und ungarischer MitläuferInnen, in die Studie einbezogen. Im Mittelpunkt stehen die religiösen, nationalen und politischen Identitäten, sowohl hinsichtlich der Frage nach ihrem Unterschied in Österreich und Ungarn hinsichtlich der Frage, wie religiöse Bindungen die Eigendefinition von Individuen bestimmte. Eine besondere Aufmerksamkeit erhält die Analyse der unterschiedlichen Rezeption des Antisemitismus und des Nationalsozialismus in den beiden Ländern.

 

Gergely Kunt ist Sozialhistoriker und Assistenzprofessor an der Universität Miskolc, Ungarn. Seine Dissertation war eine vergleichende Analyse sozialer Ideen und Vorurteile jüdischer und nichtjüdischer Jugendlicher im Zweiten Weltkrieg. Als Quellen dafür dienten persönlich gesammelte und antiquarisch angekaufte Tagebücher aus der Zeit des Holocaust und des Kommunismus. Kunt promovierte 2013 schließlich an der ELTE-Universität Budapest. Er ist Gründungsmitglied der European Diary Archives and Collections (EDAC).

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Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wird gefördert von:

 

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