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Eingeschränkter Betrieb:

 

Archiv, Bibliothek und Museum Ab Montag, 8. Juni 2020 wird ein eingeschränkter Betrieb wieder zu den gewohnten Zeiten möglich sein. Die Anzahl der verfügbaren Plätze ist aufgrund der gesetzlichen Anforderungen (Covid-19) beschränkt. Der Besuch des Lesesaals (Archiv und Bibliothek) ist nur gegen bestätigte Voranmeldung möglich:

Archiv: rene.bienert@vwi.ac.at
Bibliothek: barbara.grzelak@vwi.ac.at

 

Der Besuch des Museums ist für max. vier Personen gleichzeitig wieder erlaubt. Die Sicherheit der BenutzerInnen und MitarbeiterInnen hat oberste Priorität. Wir ersuchen Sie, den behördlich vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz selbst mitzubringen und während ihres Aufenthalts zu tragen. Handdesinfektionsmittel werden bereitgestellt.

Norman Domeier
Research Fellow (03/2016 - 09/2016)


Weltöffentlichkeit und Diktatur. Die Auslandskorrespondenten im ‚Dritten Reich’ 1932-1949

 

domeier normanBis zu seinem Sturz umwarb, betörte, täuschte und bedrohte das ‚Dritte Reich’ die in Deutschland stationierten Auslandskorrespondenten. Allein, wenn alle Mittel der Lenkung, vorgeschriebenen Terminologie und Pressekontrolle versagten, zögerte das Regime nicht, die ausländischen Journalisten zu isolieren, einzukerkern und auszuweisen. Nichtsdestotrotz stellten sie eine Kraft dar, der das NS-Regime mediengeschichtlich gesehen in einer durchaus modernen Art seine Aufmerksamkeit schenkte – bis zu seinem Ende. Im Gegensatz zu den Öffentlichkeiten der Alliierten, hatte das ‚Dritte Reich’ formal ja – die Rundfunkreportage ausgenommen – niemals die Vorzensur eingeführt.

 

Das Forschungsvorhaben konzentriert sich auf die Auslandskorrespondenten als unabhängige Urheber und Akteure von Medienereignissen, wird aber gleichzeitig versuchen, eine Antwort auf die – zumindest seit 1941/1942 – entscheidende Frage zu geben: Was genau wussten die Auslandskorrespondenten über den Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden, und was berichteten sie konkret? Die Erkenntnisse des Projekts gehen dabei über den Zeitrahmen der Jahre zwischen 1932 und 1949 hinaus. Zweck des Vorhabens ist es, grundlegende Prinzipien für die Zeitgeschichte zu etablieren, wie mit dem Verhältnis zwischen Diktaturen und einer potenziell demokratischen Zuhörerschaft umgegangen werden kann – eine bis heute durchaus dringliche Causa.

 

Norman Domeier ist Assistenzprofessor für moderne europäische Geschichte an der Universität Stuttgart. Er studierte Geschichte, Politikwissenschaften und Publizistik in Göttingen, absolvierte sein MA in moderner europäischer Geschichte 2004 in Cambridge. Seine Dissertation über den Eulenburgskandal im deutschen Reich am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz 2009 wurde mit dem Preis ‘Geisteswissenschaften International’ des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Zur Zeit arbeitet er an einer Studie zu den Auslandskorrespondenten in Deutschland unter dem ‚Dritten Reich’.

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