Bibliothek

Newsletter

PDF Abonieren

YouTube-Kanal

Eingeschränkter Betrieb:

 

Archiv, Bibliothek und Museum Ab Montag, 8. Juni 2020 wird ein eingeschränkter Betrieb wieder zu den gewohnten Zeiten möglich sein. Die Anzahl der verfügbaren Plätze ist aufgrund der gesetzlichen Anforderungen (Covid-19) beschränkt. Der Besuch des Lesesaals (Archiv und Bibliothek) ist nur gegen bestätigte Voranmeldung möglich:

Archiv: rene.bienert@vwi.ac.at
Bibliothek: barbara.grzelak@vwi.ac.at

 

Der Besuch des Museums ist für max. vier Personen gleichzeitig wieder erlaubt. Die Sicherheit der BenutzerInnen und MitarbeiterInnen hat oberste Priorität. Wir ersuchen Sie, den behördlich vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz selbst mitzubringen und während ihres Aufenthalts zu tragen. Handdesinfektionsmittel werden bereitgestellt.

Dominique Hipp

EHRI-Fellow (11/2016)

 

Narrative der Gewalt. Berichte aus Dachau, Mauthausen und Ravensbrück

 

Hipp FotoDie Quellen dieses interdisziplinären Forschungsvorhabens sind Aussagen von TäterInnen, die in Gerichtsverfahren zwischen 1945 und 1955 zu NS-Gewaltverbrechen gemacht wurden. Das Dachauer Hauptverfahren, zwei deutsche Verfahren gegen Frauen aus dem KZ Ravensbrück und Volksgerichtsprozesse zum Lager Mauthausen bilden den Korpus. Gerichtsverfahren stellen eine besondere Kommunikations- und Dialogsituation dar, der in der Analyse besonders begegnet werden muss. Die Untersuchung der Aussagen der Angeklagten verschiebt sich vom ‚Was‘ zum ‚Wie‘ des Erzählens und fordert die Anwendung erzähltheoretischer Methoden. Die Frage, wie Raum und Situation in den Lagern von den Angeklagten beschrieben werden und wie sie sich selbst erzählerisch positionieren, ist die Kernfrage. In den Aussagen sind spezifische Fiktionalisierungsstrategien und eine bestimmte Form der Rhetorik vorzufinden. Die Anwendung literaturwissenschaftlicher Modelle bei der Analyse nicht-fiktionaler Texte verfolgt zwei Ziele: Sie verspricht neue Erkenntnisse für die Historiografie und leistet gleichzeitig einen methodischen Forschungsbeitrag.

 

Dominique Hipp ist Doktorandin am DFG-Graduiertenkolleg „Faktuales und fiktionales Erzählen“ an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Von 2013 bis 2015 war sie als wissenschaftliche Hilfskraft an der Aufbauphase des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München beteiligt, wirkte an der Erarbeitung der Dauerausstellung des NS-Dokumentationszentrum in München mit und war an Projekten des Jüdischen Museums in Augsburg beteiligt.

Mai 2020
Mo Di Mi Do Fr Sa So
27 28 29 30 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31


Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wird gefördert von:

 

bmbwf 179

 

wienkultur 179

 

  BKA 179