Bibliothek

Newsletter

PDF Abonieren

YouTube-Kanal

Eingeschränkter Betrieb:

 

Archiv, Bibliothek und Museum Ab Montag, 8. Juni 2020 wird ein eingeschränkter Betrieb wieder zu den gewohnten Zeiten möglich sein. Die Anzahl der verfügbaren Plätze ist aufgrund der gesetzlichen Anforderungen (Covid-19) beschränkt. Der Besuch des Lesesaals (Archiv und Bibliothek) ist nur gegen bestätigte Voranmeldung möglich:

Archiv: rene.bienert@vwi.ac.at
Bibliothek: barbara.grzelak@vwi.ac.at

 

Der Besuch des Museums ist für max. vier Personen gleichzeitig wieder erlaubt. Die Sicherheit der BenutzerInnen und MitarbeiterInnen hat oberste Priorität. Wir ersuchen Sie, den behördlich vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz selbst mitzubringen und während ihres Aufenthalts zu tragen. Handdesinfektionsmittel werden bereitgestellt.

Ferenc Erős
Senior Fellow (04/2016 - 08/2016)


Von der Kriegsneurose zum Holocausttrauma


Das Forschungsprojekt ist eine historisch-kritische Analyse des Beitrages der Psychoanalyse und anderer ‚Psychowissenschaften’ zu unserem gegenwärtigen Verständnis des Holocausttraumas. Im Fokus stehen dabei:

 

  • die Anwendung psychiatrischen Wissens und psychiatrischer Behandlungsmethoden während des Ersten Weltkriegs,
  • die psychoanalytische Konzeption der Kriegsneurose,
  • die folgenden Fachdebatten über die Natur individueller und kollektiver Traumata,
  • die nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte Schwerpunktsetzung auf die Täter und nicht auf die Opfer,
  • die intergenerationellen Auswirkungen des Holocausttraumas, Traumaforschung und das Problem der Post-memory.

 

Ein weiterer Schwerpunkt der Forschung wird zudem auf den unterschiedlichen ungarischen Konzepten bezüglich des Holocausttraumas in den letzten Jahrzehnten liegen: Ausgangsthese ist dabei, dass es – abgesehen von den Bemühungen in der unmittelbaren Nachkriegszeit – in Ungarn keinerlei Interesse bezüglich der psychischen Probleme der Überlebenden, Kinder und Erwachsene gleichermaßen, gegeben hat.

 

ErosFerenc Erős studierte Psychologie und Literatur an der ELTE Budapest, nach dem Diplomabschluss 1969 promovierte er 1986 und ist seit 2002 Dr. habil. der Budapester Akademie der Wissenschaften. Zur Zeit ist er Prof. emerit. der Philosophischen Fakultät der Universität Pécs, wo er seit 1996 ein Doktorandinnen- und Doktorandenprogramm für psychoanalytische Studien leitet. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte umfassen Fragen der jüdischen Identität, die Sozial- und Kulturgeschichte der Psychoanalyse in Mitteleuropa, Fragen der psychoanalytischen Theorie und deren Anwendung auf soziale Fragen, Probleme von Trauma und kultureller Erinnerung. Er ist der Verfasser zahlreicher Monographien und Beiträge in den genannten Disziplinen in Englisch, Ungarisch, Deutsch und Französisch.

 

Mai 2020
Mo Di Mi Do Fr Sa So
27 28 29 30 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31


Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wird gefördert von:

 

bmbwf 179

 

wienkultur 179

 

  BKA 179