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Wiedereröffnung am 8. Februar

 

Ab 8. Februar 2021 können Archiv und Bibliothek nach Voranmeldung (telefonisch oder per E-Mail) wieder benutzt werden. Ein Besuch im Museum ist für maximal zwei Personen gleichzeitig wieder möglich. In allen Fällen gilt ein verpflichtendes Tragen einer FFP2-Maske und das Einhalten des Mindestabstands von zwei Metern.

Telefonisch ist das Institut Montag bis Freitag von 10-16 Uhr erreichbar: +43-1-890-15-14

Ferenc Erős
Senior Fellow (04/2016 - 08/2016)


Von der Kriegsneurose zum Holocausttrauma


Das Forschungsprojekt ist eine historisch-kritische Analyse des Beitrages der Psychoanalyse und anderer ‚Psychowissenschaften’ zu unserem gegenwärtigen Verständnis des Holocausttraumas. Im Fokus stehen dabei:

 

  • die Anwendung psychiatrischen Wissens und psychiatrischer Behandlungsmethoden während des Ersten Weltkriegs,
  • die psychoanalytische Konzeption der Kriegsneurose,
  • die folgenden Fachdebatten über die Natur individueller und kollektiver Traumata,
  • die nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte Schwerpunktsetzung auf die Täter und nicht auf die Opfer,
  • die intergenerationellen Auswirkungen des Holocausttraumas, Traumaforschung und das Problem der Post-memory.

 

Ein weiterer Schwerpunkt der Forschung wird zudem auf den unterschiedlichen ungarischen Konzepten bezüglich des Holocausttraumas in den letzten Jahrzehnten liegen: Ausgangsthese ist dabei, dass es – abgesehen von den Bemühungen in der unmittelbaren Nachkriegszeit – in Ungarn keinerlei Interesse bezüglich der psychischen Probleme der Überlebenden, Kinder und Erwachsene gleichermaßen, gegeben hat.

 

ErosFerenc Erős studierte Psychologie und Literatur an der ELTE Budapest, nach dem Diplomabschluss 1969 promovierte er 1986 und ist seit 2002 Dr. habil. der Budapester Akademie der Wissenschaften. Zur Zeit ist er Prof. emerit. der Philosophischen Fakultät der Universität Pécs, wo er seit 1996 ein Doktorandinnen- und Doktorandenprogramm für psychoanalytische Studien leitet. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte umfassen Fragen der jüdischen Identität, die Sozial- und Kulturgeschichte der Psychoanalyse in Mitteleuropa, Fragen der psychoanalytischen Theorie und deren Anwendung auf soziale Fragen, Probleme von Trauma und kultureller Erinnerung. Er ist der Verfasser zahlreicher Monographien und Beiträge in den genannten Disziplinen in Englisch, Ungarisch, Deutsch und Französisch.

 

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Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wird gefördert von:

 

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