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Veranstaltungen

 

 

Mit seinen wissenschaftlichen Veranstaltungen versucht das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) die neuesten Ergebnisse im Bereich der Holocaust-, Genozid- und Rassismusforschung einem breiteren ebenso wie einem ausgewiesenen Fachpublikum regelmäßig näher zu bringen. Die unterschiedlichen Formate dieser über einen engen Wissenschaftsbegriff hinausweisenden Veranstaltungen, die von in einem kleinen Rahmen gehaltenen gehaltenen Vorträgen, den Simon Wiesenthal Lectures über für ein Fachpublikum interessante Workshops bis zu großen internationalen Tagungen, den Simon Wiesenthal Conferences reichen, spiegeln das breite Tätigkeitsfeld des Instituts wider.

 

Präsentationen von ausgewählten Neuerscheinungen zu den einschlägigen Themen des Instituts, Interventionen im öffentlichen Raum, die Filmreihe VWI Visuals und die Fachkolloquien der Fellows runden die Palette der Veranstaltungen des Instituts weiter ab.

 

 

 

Simon Wiesenthal Lecture
Gideon Greif: Die Elendsten unter den Elenden. Das »Sonderkommando« in Auschwitz-Birkenau
   

Donnerstag, 19. Mai 2016, 18:30 - 20:00

Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs 1010 Wien, Minoritenplatz 1

 

Die Initiative, eine Einheit von jüdischen Sklavenarbeitern zu schaffen und sie dazu zu zwingen, in den Gaskammern und Krematorien von Auschwitz-Birkenau – der größten Todesfabrik der Welt – zu arbeiten, wurde von Primo Levi in seinem Buch Die Untergegangenen und die Geretteten als das „satanischste Verbrechen von Nazi-Deutschland“ bezeichnet. Tatsächlich handelte es sich bei der Einrichtung des ‚Sonderkommandos‘ um das schrecklichste Verbrechen, das in der menschlichen Geschichte verübt wurde.

Im Vortrag beschreibt Gideon Greif, der Überlebende der Einheit für seine Forschung interviewte, die verschiedenen Aufgaben des ‚Sonderkommandos‘ und zeichnet damit ein Bild der täglichen Routine der hier verpflichteten Häftlinge. In seinem Vortrag, der von einer reichhaltigen Präsentation begleitet ist, wird darüber hinaus die innere Struktur dieses sehr besonderen Kommandos ebenso ein Thema sein wie seine bemerkenswerte Untergrund- und Widerstandsaktivität.

Gideon Greif, Historiker und Pädagoge, ist Chefhistoriker und Forscher am Shem Olam Institut für Erziehung, Dokumentation und Forschung zu Religiosität und dem Holocaust in Israel sowie bei der Foundation for Holocaust Education Projects in Miami, Florida, tätig. Ein zentrales Thema seiner Forschungen ist die Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz sowie die Geschichte des ‚Sonderkommandos‘. Seine jüngste Veröffentlichung – gemeinsam mit Itamar Levin – erschien bei Böhlau: Aufstand in Auschwitz. Die Revolte des jüdischen ‚Sonderkommandos‘ am 7. Oktober 1944.

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