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Veranstaltungen

 

 

Mit seinen wissenschaftlichen Veranstaltungen versucht das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) die neuesten Ergebnisse im Bereich der Holocaust-, Genozid- und Rassismusforschung einem breiteren ebenso wie einem ausgewiesenen Fachpublikum regelmäßig näher zu bringen. Die unterschiedlichen Formate dieser über einen engen Wissenschaftsbegriff hinausweisenden Veranstaltungen, die von in einem kleinen Rahmen gehaltenen gehaltenen Vorträgen, den Simon Wiesenthal Lectures über für ein Fachpublikum interessante Workshops bis zu großen internationalen Tagungen, den Simon Wiesenthal Conferences reichen, spiegeln das breite Tätigkeitsfeld des Instituts wider.

 

Präsentationen von ausgewählten Neuerscheinungen zu den einschlägigen Themen des Instituts, Interventionen im öffentlichen Raum, die Filmreihe VWI Visuals und die Fachkolloquien der Fellows runden die Palette der Veranstaltungen des Instituts weiter ab.

 

 

 

Simon Wiesenthal Lecture
Marc Buggeln: Sklavenarbeit und Gewalt. Die KZ-Außenlager
   

Donnerstag, 7. April 2011, 18:30

Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Minoritenplatz 1, 1010 Wien

 

Unterschiedliche Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Häftlinge prägten die Außenlager des KZ Neuengamme bei Hamburg: Die ersten dieser Einrichtungen entstanden zwar schon 1941/42, von einer flächendeckenden Ausbreitung über ganz Norddeutschland kann jedoch erst ab 1944 die Rede sein. Insgesamt verfügte das KZ Neuengamme über 85 Außenlager, in denen die SS Ende 1944 etwa 40.000 Häftlinge als Sklavenarbeiterinnen und -arbeiter für die deutsche Kriegswirtschaft unterbrachte.

Der Vortrag vergleicht die KZ-Außenlager systematisch miteinander und bewertet die Bedeutung verschiedenster Faktoren – wie Arbeitsbedingungen, Rassismus oder Geschlechterunterschiede – für die unterschiedlichen Überlebenschancen von KZ- Häftlingen. So können einige zentrale Annahmen der bisherigen KZ-Forschung widerlegt, beziehungsweise muss ihre mitunter behauptete generelle Gültigkeit erheblich eingeschränkt werden. Im zweiten Teil des Vortrages werden schließlich anhand ausgewählter Biographien die Handlungsbedingungen sowohl von Tätern als auch Opfern beschrieben.

 

Marc Buggeln, Jahrgang 1971, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichts- wissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Redakteur bei H-Soz-u-Kult, einer moderierten Informations- und Kommunikationsplattform für Historikerinnen und Historiker, und den historischen Fachzeitschriften WerkstattGeschichte sowie Sozial.Geschichte.Online. Für sein Buch »Arbeit & Gewalt. Das Außenlagersystem des KZ Neuengamme«, erschienen im Walllstein-Verlag in Göttingen 2009, wurde er mit dem Herbert-Steiner-Preis ausgezeichnet – benannt nach dem langjährigen Leiter des DÖW.

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