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Simon Wiesenthal Lectures

 

Die regelmäßig, alle sechs bis acht Wochen stattfindende Vortragsreihe, setzt sich zum Ziel, mithilfe renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die aktuellsten Forschungsergebnisse zum Holocaust sowohl einem Fach- als auch einem breiteren Publikum zu präsentieren – und dabei das beeindruckende Spektrum dieser Disziplin, die zahlreichen Frage- und Problemstellungen von der empirisch-analytischen Historiografie bis zu kulturwissenschaftlichen Themen, jüngere Forscherinnen und Forscher ebenso wie bereits arrivierte, zu berücksichtigen.

 

Die Vortragsreihe der Simon Wiesenthal Lectures hat sich seit 2007, noch in der Aufbauphase des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI), damals in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, als tragendes Element der Vermittlung neuerer wissenschaftlicher Ergebnisse im Bereich der Holocaustforschung bzw. der Holocaust- und Genozid-Studien zum Flaggschiff der Vermittlungstätigkeit des VWI entwickelt.

 

Über ein Jahrzehnt bot das Österreichischen Staatsarchiv im Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs großzügigerweise den Simon Wiesenthal Lectures Obhut. Während den herausfordernden Jahren der Pandemie wurden die Lectures online abgehalten. Ab Herbst 2022, um weitere Publikumsgruppen zu erschließen, konnte mit dem Wien Museum eine neue Kooperationspartner gewonnen werden. Bis zur Wiedereröffnung des Hauptstandortes am Karlsplatz werden die SWL im MUSA, Felderstraße 6-8, neben dem Wiener Rathaus stattfinden.

 

 

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Simon Wiesenthal Lecture
Johannes-Dieter Steinert: Von der Gstättn nach Auschwitz. Jüdische Kinderzwangsarbeiter 1938–1945
   

Donnerstag, 8. November 2018, 18:30 - 20:00

Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, 1010 Wien, Minoritenplatz 1

 

Der Vortrag basiert auf einem Forschungsprojekt, in dessen Verlauf – neben zeitgenössischen Dokumenten – über fünfhundert autobiographische Zeugnisse ausgewertet wurden, in denen Überlebende des Holocaust über ihre Zeit unter deutscher Besatzung, über Ghettos und Lager, das Schicksal der Familie sowie ihre Zwangsarbeit berichteten. Jüdische Kinder mussten in allen Bereichen der Industrie, im Bergbau und in der Landwirtschaft arbeiten. Sie arbeiteten in den Ghettos, in den Konzentrations- und Mordlagern sowie beim Bau von Autobahnen und Eisenbahnstrecken, Verteidigungsanlagen, Kasernen und Flugplätzen. Anhand ausgesuchter Beispiele soll der Bogen gespannt werden von der Zwangsarbeit jüdischer Kinder auf der Wiener Mistgstätten 1938 bis zum Sonderkommando in Auschwitz. Abschließend geht es um die in den Selbstzeugnissen reflektierten Erklärungsversuche für das eigene Überleben und die lebenslangen Folgen von Zwangsarbeit im Schatten des Holocaust.

Johannes-Dieter Steinert ist Professor für Modern European History and Migration Studies an der University of Wolverhampton in Großbritannien. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen: Deportation und Zwangsarbeit. Polnische und sowjetische Kinder im nationalsozialistischen Deutschland und im besetzten Osteuropa 1939-1945, Essen 2013 sowie Holocaust und Zwangsarbeit. Erinnerungen jüdischer Kinder 1938-1945, Essen 2018. Aktuelles Forschungsprojekt: Zwangsarbeit von Sinti- und Roma-Kindern in Deutschland, Österreich und im besetzten Osteuropa während des Zweiten Weltkrieges.

63 Steinert Cover

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