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Simon Wiesenthal Lectures

 

Die regelmäßig, alle sechs bis acht Wochen stattfindende Vortragsreihe, setzt sich zum Ziel, mithilfe renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die aktuellsten Forschungsergebnisse zum Holocaust sowohl einem Fach- als auch einem breiteren Publikum zu präsentieren – und dabei das beeindruckende Spektrum dieser Disziplin, die zahlreichen Frage- und Problemstellungen von der empirisch-analytischen Historiografie bis zu kulturwissenschaftlichen Themen, jüngere Forscherinnen und Forscher ebenso wie bereits arrivierte, zu berücksichtigen.

 

Die Vortragsreihe der Simon Wiesenthal Lectures hat sich seit 2007, noch in der Aufbauphase des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI), damals in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, als tragendes Element der Vermittlung neuerer wissenschaftlicher Ergebnisse im Bereich der Holocaustforschung bzw. der Holocaust- und Genozid-Studien zum Flaggschiff der Vermittlungstätigkeit des VWI entwickelt.

 

Über ein Jahrzehnt bot das Österreichischen Staatsarchiv im Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs großzügigerweise den Simon Wiesenthal Lectures Obhut. Während den herausfordernden Jahren der Pandemie wurden die Lectures online abgehalten. Ab Herbst 2022, um weitere Publikumsgruppen zu erschließen, konnte mit dem Wien Museum eine neue Kooperationspartner gewonnen werden. Bis zur Wiedereröffnung des Hauptstandortes am Karlsplatz werden die SWL im MUSA, Felderstraße 6-8, neben dem Wiener Rathaus stattfinden.

 

 

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Simon Wiesenthal Lecture
Karola Fings: Opferkonkurrenzen. Debatten um den Völkermord an den Sinti und Roma
   

Donnerstag, 11. Dezember 2014, 18:30 - 20:00

Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs 1010 Wien, Minoritenplatz 1

 

1992 beschloss die Regierung der Bundesrepublik Deutschland, den Opfern des Völkermordes an den Sinti und Roma ein eigenes Denkmal zu widmen. Mitten in Berlin, nahe des ehemaligen Reichstagsgebäudes, wurde im Oktober 2012 das von dem Künstler Dani Karavan gestaltete Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas eingeweiht. Die zwanzigjährige Planungs- und Bauphase war begleitet von Diskussionen über den Stellenwert der NS-Verfolgung von ‚Zigeunern‘ im Vergleich zum Holocaust. Als Höhepunkt gilt die publizistisch ausgetragene Kontroverse zwischen Yehuda Bauer, damals Leiter der International School for Holocaust Studies in Yad Vashem, und Romani Rose, dem Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. In dem Vortrag werden die Debatten vor dem Hintergrund neuerer Forschungsergebnisse zum Völkermord an den Sinti und Roma kritisch reflektiert.

 

Moderation:Éva Kovács (VWI)

 

Karola Fings ist Historikerin, stellvertretende Direktorin des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln und Lehrbeauftragte an der Universität zu Köln. Sie promovierte 2002 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit ihrer Studie Krieg, Gesellschaft und KZ. Himmlers SS-Baubrigaden. Seit mehr als zwei Jahrzehnten forscht, publiziert und lehrt sie über die NS-Verfolgung von Sinti und Roma. Zu den jüngsten Veröffentlichungen zählen Zigeunerverfolgung im Rheinland und in Westfalen 1933 – 1945. Geschichte, Aufarbeitung und Erinnerung (hrsg. zus. mit Ulrich F. Opfermann, 2012) und 2013 ihr Artikel A ‘Wannsee Conference’ on the Extermination of the Gypsies? New Research Findings Regarding 15 January 1943 and the Auschwitz Decree in der Zeitschrift Dapim.

141111 Einladung Lecture 37 Fings WEB

 

 

 

 

 

 

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