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Simon Wiesenthal Lectures

 

Die regelmäßig, alle sechs bis acht Wochen stattfindende Vortragsreihe, setzt sich zum Ziel, mithilfe renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die aktuellsten Forschungsergebnisse zum Holocaust sowohl einem Fach- als auch einem breiteren Publikum zu präsentieren – und dabei das beeindruckende Spektrum dieser Disziplin, die zahlreichen Frage- und Problemstellungen von der empirisch-analytischen Historiografie bis zu kulturwissenschaftlichen Themen, jüngere Forscherinnen und Forscher ebenso wie bereits arrivierte, zu berücksichtigen.

 

Die Vortragsreihe der Simon Wiesenthal Lectures hat sich seit 2007, noch in der Aufbauphase des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI), damals in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, als tragendes Element der Vermittlung neuerer wissenschaftlicher Ergebnisse im Bereich der Holocaustforschung bzw. der Holocaust- und Genozid-Studien zum Flaggschiff der Vermittlungstätigkeit des VWI entwickelt.

 

Über ein Jahrzehnt bot das Österreichischen Staatsarchiv im Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs großzügigerweise den Simon Wiesenthal Lectures Obhut. Während den herausfordernden Jahren der Pandemie wurden die Lectures online abgehalten. Ab Herbst 2022, um weitere Publikumsgruppen zu erschließen, konnte mit dem Wien Museum eine neue Kooperationspartner gewonnen werden. Bis zur Wiedereröffnung des Hauptstandortes am Karlsplatz werden die SWL im MUSA, Felderstraße 6-8, neben dem Wiener Rathaus stattfinden.

 

 

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Simon Wiesenthal Lecture
Dan Stone: Erinnerungskriege im "Neuen Europa"
   

Donnerstag, 16. Juni 2011, 18:30

Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Minoritenplatz 1, 1010 Wien

 

Mit dem Ende des Kalten Krieges geriet die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in das Zentrum des europäischen Bewusstseins. Siebzig Jahre nach dem Weltkrieg wird nun der Erinnerungskampf um ihn vehementer als je zuvor geführt, eben weil das Abtauen des mit dem Kalten Krieg entstandenen Eises gleichzeitig auch die Öffnung neuer diskursiver Räume ermöglichte. Gemeinsames Motiv dieses neuen Diskurses im Westen wie im Osten Europas ist der Verfall des antifaschistischen Konsenses der Nachkriegszeit und das Wiederaufleben vorher marginalisierter Denkweisen. Dies bedeutet, dass auf der einen Seite ein noch nie da gewesener Anschlag auf die Werte der Nachkriegsära stattgefunden hat, auf der anderen wiederum eine vollkommen überspitzte Version dieser überleben konnte.

In seinem Vortrag wird der Historiker Dan Stone mittels Analyse von politischen Diskursen, von Museen und Denkmälern eine Lesart jener Art und Weise vorschlagen, wie die Modalitäten der Erinnerung in Europa nach dem Kalten Krieg geformt wurden und noch immer werden. Aus dieser Sicht sind einerseits Demagogie und Populismus zu erkennen, andererseits aber auch die Möglichkeiten der Akzeptanz, Versöhnung und Stabilität.

 

Dan Stone, 1971 im Vereinigten Königreich geboren, studierte Geschichte an der Universität Oxford, wo er auch ein Junior Research Fellow war. Er lehrt seit 1999 am Royal Holloway, University of London, wo er zur Zeit Professor für Moderne Geschichte ist. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen – insgesamt ein Dutzend Bücher und mehr als fünfzig wissenschaftliche Abhandlungen – gehören »Histories of the Holocaust« bei Oxford University Press 2010 und »The Historiography of Genocide« (Hg.) bei Palgrave Macmillan 2008.

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