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Eingeschränkter Betrieb:

 

Archiv, Bibliothek und Museum Ab Montag, 8. Juni 2020 wird ein eingeschränkter Betrieb wieder zu den gewohnten Zeiten möglich sein. Die Anzahl der verfügbaren Plätze ist aufgrund der gesetzlichen Anforderungen (Covid-19) beschränkt. Der Besuch des Lesesaals (Archiv und Bibliothek) ist nur gegen bestätigte Voranmeldung möglich:

Archiv: rene.bienert@vwi.ac.at
Bibliothek: barbara.grzelak@vwi.ac.at

 

Der Besuch des Museums ist für max. vier Personen gleichzeitig wieder erlaubt. Die Sicherheit der BenutzerInnen und MitarbeiterInnen hat oberste Priorität. Wir ersuchen Sie, den behördlich vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz selbst mitzubringen und während ihres Aufenthalts zu tragen. Handdesinfektionsmittel werden bereitgestellt.

Interventionen

 

Seit den 1980er-Jahren ist die Gedächtnispolitik und die zentrale Stellung des Holocaust darin zu einer globalen kulturpolitischen Debatte geworden. Ausgelöst von populären Produkten wie TV-Serien, der Gründung von Holocaust-Museen und Errichtung von Gedenkstätten und Mahnmalen, von Dokumentationen, Spielfilmen, Theaterstücken sowie Ausstellungen wurde und wird die Frage nach Sinn und Form der Erinnerung an den Holocaust bzw. nach deren Möglichkeiten und Grenzen höchst kontrovers erörtert.

 

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) versteht seinen Vermittlungsauftrag als Aufgabe, den gedächtniskulturellen, den medienanthropologischen sowie den diskursiven Hintergrund popularer Erinnerungen an den Holocaust und andere Genozide auch für sein Publikum transparent zu halten. Dabei soll versucht werden, Materialität und Akt der Erinnerung selbst zum Thema und zum Problem der Vermittlung zu machen. Dies wird einerseits über die wissenschaftliche Debatte und Räsonnement erfolgen, andererseits soll die Fragestellung auch in verschiedensten Kontexten experimentell, im Rahmen von Interventionen im öffentlichen Raum erprobt werden. Dafür sollen auch Künstlerinnen und Künstler eingebunden werden.

 

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Nachklänge, Erinnerungen und Nachwirkungen – Resonanzen – sind in der Regel emotional besetzt, gefühlsbetont und individuell. Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es daher, jenseits von den heute vieldiskutierten ‚Echoräumen’ der sozialen Medien wieder ins Gespräch zu kommen und gerade an den Übergängen zwischen lebendiger Erinnerung, kollektivem Gedächtnis und wissenschaftlicher Analyse, dem gemeinsamen Überlegen und Reflektieren – kurz dem Räsonieren – einen Raum zu bieten: Unterschiedliche Aspekte, Zugänge und Annäherungen zu den Forschungsfeldern des VWI sollen hier ausgelotet, intergenerationelle Gespräche ermöglicht werden, nachfragen, grübeln und zweifeln erlaubt sein – oder frei nach Bertolt Brecht bzw. Marcel Reich-Ranicki: „Den Vorhang zu und alle Fragen offen“.

 

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Das Erinnerungsbuch Brest of my Memory. Generationen im Gespräch
   

Dienstag, 3. Dezember 2019, 19:00 - 21:00

Bookshop Singer, Rabensteig 3, Erdgeschoß, 1010 Wien

 

brest book coverDas Buch Brest of my Memory versammelt die Zeichnungen Vladimir Gubenkos, die in den letzten Jahrzehnten als einzigartige Dokumente für Leben, Architektur und historische Ereignisse im jüdischen Brest in unzähligen Ausstellungen und Publikationen präsentiert wurden. Mithilfe seines unglaublichen fotografischen Gedächtnisses ermöglicht Vladimir Gubenko uns, den vielschichtigen Erinnerungsort Brest in kleinen Details, szenischen Darstellungen und Bildgeschichten zu entdecken.

Für mich persönlich sind diese Zeichnungen nicht nur auf Papier festgehaltene Erinnerungen meiner Freundinnen und Freunde, sondern die Fortführung eines Gesprächs mit ihnen selbst.
(Vladimir Gubenko)

Unsere Geschichte ist wie ein Buch mit zerrissenen Seiten. Mein Vater hat es auf sich genommen, diese verlorenen und oft vergessenen Seiten seines geliebten Brest wiederherzustellen.
(Natalia Levine)

So hinterlässt jede Generation ihre Spuren in unserer Geschichte. Oft gehen die Wege zwischen den Fußabdrücken verloren, werden zerstört oder vergessen, sodass die nächste Generation die Lücken mit Annahmen oder Fiktionen füllen kann. Wir hoffen, dass dieses Buch als Fenster in die Vergangenheit dient und es dem Leser ermöglicht, einen Blick auf das zu werfen, was einmal war, und an die Kraft der menschlichen Geschichte zu glauben, um zu ändern was noch kommen wird.
(Leo Levine)

Programm
Begrüßung Dorothy SINGER und Marianne WINDSPERGER (VWI)
Präsentation des Buches und der Zeichnungen Vladimir GUBENKOS durch seinen Enkel Leo LEVINE
Podiumsgespräch zu Erinnerungsarbeit mit Natalia LEVINE, Waltraud BARTON (Verein IM-MER Initiative Malvine – Maly Trostinec erinnern),
Moderation: Marianne WINDSPERGER
Kleine Ausstellung zur jüdischen Geschichte Brests
Musik von ViKeyProject Natalya RUCKAYA (Geige) und Roman MARCHUK (Klavier) 

Die Einladung als PDF zum herunterladen.

Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung stimmen Sie der Veröffentlichung von Fotos, Video- und Audioaufzeichnungen zu, die im Rahmen der Veranstaltungen entstehen.

Eine gemeinsame Veranstaltung des VWI mit dem

CafeBookshopSinger

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Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wird gefördert von:

 

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