Bibliothek

Newsletter

PDF Abonieren

YouTube-Kanal

Buchpräsentationen

 

Das VWI versucht, Neuerscheinungen, von der einschlägigen Fachliteratur über populärwissenschaftliche Literatur bis hin zur Belletristik, die Möglichkeit zu bieten, in einem besonderen Rahmen präsentiert zu werden. Dazu wird in der Regel auf eine Kombination aus besonderem Veranstaltungsort, einer entsprechenden musikalischen Untermalung oder Lesung zurückgegriffen, welche je nach Neuerscheinung individuell zusammengestellt wird.

 

Ebenso präsentiert das VWI immer wieder wissenschaftliche Projekte, welche entweder direkt am Institut angesiedelt sind oder in Kooperationen mit anderen Institutionen abgewickelt werden. Aber auch externe Projekte, sofern sie in das Institutsprofil passen, werden hier einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert.

 

 

Projektpräsentationen
Neueste Forschungsergebnisse zur Vernichtungsstätte Malyj Trostenez. Ein Podiumsgespräch
   

Dienstag, 22. Oktober 2019, 18:30 - 20:00

Jüdisches Museum Wien, Dorotheergasse 11, 1010 Wien

 

Malyj Trostenez, ein Vorort der weißrussischen Hauptstadt Minsk, fand jahrzehntelang im Westen kaum Beachtung, obwohl sich hier eine der größten Vernichtungsstätten in den von der Wehrmacht besetzten Teilen der Sowjetunion befand. Neben belarussischen, deutschen und tschechischen Jüdinnen und Juden, ZivilistInnen, PartisanInnen, WiderstandskämpferInnen sowie Gefangenen der Roten Armee wurden hier mehrere Zehntausend Menschen, wie neueste Forschungen des DÖW ergaben, 9.735 österreichische Jüdinnen und Juden, ermordet. Sie wurden erschossen oder in Gaswägen mit Auspuffgasen erstickt. Nur 22 der in zehn Transporten aus Wien, Brünn und Theresienstadt Deportierten überlebten. Auch Österreicher waren an dieser Mordaktion beteiligt, keiner wurde nach dem Krieg für diese Verbrechen verurteilt. Erst durch die Initiativen des Vereins IM-MER um Waltraud Barton rückte der Ort in Österreich ins öffentliche Bewusstsein: Nachdem im Juni 2018, im Beisein des Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen der Grundstein für das „Massiv der Namen“ von Daniel Sanwald gelegt wurde, konnte dieses am 28. März 2019 schließlich durch den damaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz gemeinsam mit dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko enthüllt werden.

Das Haus der Geschichte Österreich präsentiert bis 25. Oktober 2019 in Zusammenarbeit mit dem Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) eine vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Minsk sowie der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas gestaltete Ausstellung zu dieser Mordstätte. Als Begleitprogramm präsentieren WissenschaftlerInnen aus Belarus, Deutschland, den Niederlanden und Österreich die jüngsten Forschungsergebnisse zur Geschichte von Malyj Trostenez, zur Vor- und Nachgeschichte sowie zur Erinnerungspolitik um diese Mordstätte in der ehemaligen Sowjetunion, im unabhängigen Belarus, in Österreich und in Westeuropa.

PodiumsteilnehmerInnen:

Anne-Lise Bobeldijk (Instituut voor Oorlogs-, Holocaust- en Genocidestudies – NIOD, Amsterdam)
Winfried R. Garscha (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes – DÖW, Wien)
Adam Kerpel-Fronius (Stiftung Denkmal für ermordeten Juden Europas, Berlin)
Andrej Kotljarchuk (Södertörn University, Stockholm)

In Zusammenarbeit mit:

jmw logo          HDGOe 2 RGB rot frame

Zurück

Oktober 2019
Mo Di Mi Do Fr Sa So
30 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3


Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wird gefördert von:

 

bmbwf 179

 

wienkultur 179

 

  BKA 179