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Aktuelle Veranstaltungen und Calls

20. Januar 2018 08:00 - 31. Januar 2018 23:59
FellowshipsCall Fellowship 2018/19
Fellowships 2018/2019 at the Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI) The Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI) invites applications for its fellowships for the academic year 2018/2019. The VWI is an academic institution dedicated...Weiterlesen...
22. Januar 2018 10:00
WorkshopCollective Violence, Antisemitism and Social Conflict in Modern Eastern Europe
10:00-12:00 Collective Violence, Antisemitism and Modernity Pavel Kolář (European University Institute, Florence), State Violence in Peaceful TimesNatalia Aleksiun (Touro College, Graduate School of Jewish Studies, New York), In the Aftermath: Anti-Jewish Violence in Eastern Galicia ...Weiterlesen...
22. März 2018 18:30
Simon Wiesenthal LectureMarie-Luise Wandruszka: Das Buch Goldmann. Ingeborg Bachmanns Darstellung des postnazistischen Wien
Als Ingeborg Bachmann im Herbst 1973 starb, war ihr erster Roman, Malina, schon erschienen, ein zweiter, Das Buch Goldmann, sollte folgen. Viele der dazu gehörenden Typoskripte handeln vom postnazistischen Wien, aus dem Ingeborg Bachmann 1953 'geflüchtet' war. Im nun rekonstruierten B...Weiterlesen...

Standort

 

An jener Krümmung des 1862 benannten Rabensteigs gelegen, der der Umwallung des Römerkastells Vindobona sowie der mittelalterlichen Burgmauer folgt, ist das VWI-Institutsgebäude auch stadthistorisch und archäologisch bedeutend. Wenige Wiener Häuser weisen noch so viel Baubestand und wichtige Details aus Mittelalter und Früher Neuzeit auf wie das Haus Rabensteig Nummer 3. Noch vor dem Umbaubeginn ermittelten der Bauhistoriker Paul Mitchell, Elisabeth Hudritsch vom Bundesdenkmalamt, Restaurator Hans Hoffmann sowie Constance Litschauer von der Stadtarchäologie Wien Fakten zur Geschichte des Objekts, begleiteten danach die Sanierung wissenschaftlich.

 

Der älteste mittelalterliche Befund – eine Hangmauer – stammt aus dem 12. Jahrhundert. Bis in die Zeit um 1300 entstand auf dem heutige Areal ein mehrgliedriger Steinbau, der drei Kellerräume und ein massives Obergeschoß samt ausgeprägtes Spitzbogenportal besaß. In den nächsten Jahrhunderten wurde das Gebäude zum Teil durch die einflussreiche bürgerliche Familie Pempflinger weiter ausgebaut. Schon auf den auf erste Vermessungen beruhenden Stadtplan von Bonifaz Wolmuet 1547 ist das Gebäude klar zu erkennen: Der Baumeister zeichnet zudem für den erhalten gebliebenen Einstützenraum mit Zentralpfeiler im Nordwesten des Grundstücks verantwortlich, der als Salzhandelsgewölbe geschaffen wurde.

 

Später entstanden unter anderem die damals modernen Gewölbe, eine leider inzwischen zerstörte Säulenhalle und ein Pfeiler aus vermutlich römischem Material im Kellergeschoss. Bei den Arbeiten wurden zahlreiche gefasste und profilierte Holzbalken freigelegt, die aus dem 14., 16. und 17. Jahrhundert stammen und in Wien eine Rarität darstellen.

 

Das heutige Haus entstand erst in der josephinischen Ära: Taschnermeister Anton Steinwalter errichtete ein vierstöckiges Mietshaus, das wohl als Kapitalanlage dienen sollte. Neben acht dunklen Zweizimmer-Wohnungen wurden zwölf mehrräumige, gutbürgerliche Wohnungen geschaffen, die über Kachelöfen, Küche und einen Abtritt verfügten. Das Gebäude überstand die Sanierungsmaßnahmen von Josef Kornhäusel, der ab 1823 den Block mit Gemeindesynagoge und Kornhäuselturm realisierte.

 

Im Zuge der Sanierung wurden nun den denkmalschützerischer Auflagen mittels konservatorischer Maßnahmen Rechnung getragen, einzigartige Elemente wieder freigelegt, restauriert und zum Teil in die Funktionalität des Institutsgebäudes integriert.

 

Das von Architekt Thomas Feiger in liebevoller Klein-, aber auch viel Knochenarbeit instandgesetzte Gebäude beherbergt nun auf fünf Etagen alle Aufgaben des Instituts: Forschung, Dokumentation und Vermittlung. Im Erdgeschoß ist der Empfangsbereich eingerichtet, durch den auch der Zugang zur Bibliothek des Jüdischen Museums Wien gewährleistet ist. Ein kleines Museum – definitorisch ja eine Institution, die eine Sammlung bedeutsamer und lehrreicher Gegenstände aufbewahrt, kategorisiert, erforscht und ausstellt – erinnert hier an die Arbeit und das Wirken von Simon Wiesenthal und damit an das Fundament des Instituts.

 

Das VWI-Archiv mit seinen Beständen aus der Sammlung Wiesenthals und den Teilen des IKG-Archivs mit Holocaustbezug, befindet sich im ersten Stock, dessen Holzbohlen für die Rollregale statisch verstärkt wurden. Der zweite Stock umfasst das Magazin der Bibliothek, die Büros der Dokumentationsabteilungen, nicht zuletzt die Lesesäle für Archiv und Bibliothek. Die nächste Etage ist mit seinen Zimmern der Forschung gewidmet: Hier sind die Fellows untergebracht, die nun – nach den beengten Verhältnissen im alten Büro – über großzügige Flächen für ihre Arbeit, ihre interne Kommunikation sowie Präsentation ihrer Forschungsvorhaben verfügen. Die Research Lounge, ein großer Raum im Herzen des Stockwerks, bietet ausreichend Platz für die Methoden- und Quellenseminare, zum Teil auch für kleinere Vorlesungen und Kolloquien. Im obersten Stock befinden sich schließlich die Arbeitsplätze der weiteren Angestellten des VWI.

 

Für die Innengestaltung des Objekts zeichnete im Auftrag des VWI Architekt Alex Kubik verantwortlich, der unter Verwendung des alten Mobiliars sowie mit neuen, aber schlichten Einrichtungselementen eine unaufdringliche Eleganz zu schaffen wusste. Eine Wandmalerei mit dem Porträt Simon Wiesenthals über drei Stockwerke im zentralen Lichthof verleiht dem Mentor und Initiator des Instituts eine ständige intellektuelle Präsenz im Haus.

VWI-Visuals

 

Die VWI Visuals präsentiert in unregelmäßigen Abständen kaum bekannte, vergessene oder kontroversielle filmische Aufarbeitungen, Kommentare und Dokumentationen zum Thema Holocaust. Expertinnen und Experten stellen vor der Vorführung den Film kurz vor, um ihn danach gemeinsam mit anderen Gästen und dem Publikum näher zu diskutieren, in einen Kontext zu stellen. Mit seinem spezifischen Ambiente, seiner cineastischen Patina hat sich bis jetzt das Wiener Admiralkino als idealer Ort für dieses Veranstaltungsformat erwiesen. Mit dem neuen Standort ergibt sich aber auch die Möglichkeit die Visuals in die Research Lounge des Instituts zu verlagern.

Fellowships 2015/2016
Des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI)

 

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) gibt die Ausschreibung seiner Fellowships für das Studienjahr 2015/2016 per 1. Oktober 2015 bekannt.

 

Das VWI ist eine noch zu Lebzeiten von Simon Wiesenthal initiierte und konzipierte, vom österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie von der Stadt Wien geförderte wissenschaftliche Einrichtung zur Erforschung und Dokumentation von Antisemitismus, Rassismus und Holocaust. Schwerpunkt der Forschungsarbeit ist der Holocaust in seinem europäischen Zusammenhang, einschließlich seiner Vor- und seiner Nachgeschichte.

 

Eingereichte Projekte behandeln die Forschungsthematik des VWI; Fragestellung, Verfahren und Methoden stehen frei. Die Bestände des entstehenden institutseigenen Archivs stehen den Fellows zur Verfügung. Ihre Einbeziehung in die Forschungsarbeit ist erwünscht. Ergebnisse werden im Kreis der Fellows diskutiert und in regelmäßigen Abständen einem größeren Publikum präsentiert.

 


Aktuelle Veranstaltungen

Impressum

 

Gesamtverantwortlich:
Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) Forschung – Dokumentation – Vermittlung


A-1010 Wien, Rabensteig 3

 

Telefon: +43-1-890 15 14


E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


ZVR-Zahl: 335724241

UID: ATU65002613
 
Die Website des Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) informiert über Aktivitäten des Instituts.

 

Vorsitzender:
Univ.-Prof. Dr. Georg Graf

 

Stv. Vorsitzender:
Mag. Dr. Gerhard Baumgartner

 

Stv. Vorsitzender und Schriftführer:
Dr. Ariel Muzicant

 

Stv. Schriftführerin:
Silvia Sandorffy

 

Kassier:
Univ.-Prof. Dr. Bertrand Perz

 

Weitere Vorstandsmitglieder:

MR Mag. Martina Maschke

Dr. Danielle Spera

Dr. Juliane Wetzel

 

Geschäftsführung:
Dr. Béla Rásky

 

Rechtshinweis:
Sämtliche Inhalte der VWI-Website werden ausschließlich zum privaten Gebrauch zur Verfügung gestellt. Jede darüber hinausgehende Nutzung ohne Zustimmung des VWI ist unzulässig. Für die Inhalte fremder, verlinkter Internetangebote und deren Datenschutzpolitik wird keine Verantwortung übernommen.

 

Website Credits:

 

Projektkoordination, Design und inhaltliche Betreuung:

Sandro Fasching

 

Design, technische Gestaltung und Programmierung:

Bálint Kovács

 

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