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Mit seinen wissenschaftlichen Veranstaltungen versucht das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) die neuesten Ergebnisse im Bereich der Holocaust-, Genozid- und Rassismusforschung einem breiteren ebenso wie einem ausgewiesenen Fachpublikum regelmäßig näher zu bringen. Die unterschiedlichen Formate dieser über einen engen Wissenschaftsbegriff hinausweisenden Veranstaltungen, die von in einem kleinen Rahmen gehaltenen gehaltenen Vorträgen, den Simon Wiesenthal Lectures über für ein Fachpublikum interessante Workshops bis zu großen internationalen Tagungen, den Simon Wiesenthal Conferences reichen, spiegeln das breite Tätigkeitsfeld des Instituts wider.

 

Präsentationen von ausgewählten Neuerscheinungen zu den einschlägigen Themen des Instituts, Interventionen im öffentlichen Raum, die Filmreihe VWI Visuals und die Fachkolloquien der Fellows runden die Palette der Veranstaltungen des Instituts weiter ab.

 

 

 

Simon Wiesenthal Lecture
Yfaat Weiss: Zur Untermiete. Über Metaphern und Lebenswelten
   

Donnerstag, 6. Dezember 2018, 18:30 - 20:00

Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, 1010 Wien, Minoritenplatz 1

 

Im Pariser Exilverlag Libella erschien 1985 der Roman Sublokatorka (Die Untermieterin) von Hanna Krall. Im kommunistischen Polen fand er damals nur im Untergrund Verbreitung. Erst 1989, im Jahr des Umbruchs, wurde er dort offiziell publiziert und später ins Deutsche, Englische, Hebräische und andere Sprachen übersetzt. Aufmerksamkeit erregten seine autobiographischen, die historische Realität reflektierenden Anspielungen. Zudem fand er Eingang in die damals prosperierenden Gedächtnis- und Traumastudien. Übersehen wurden dabei seine tiefen, auf Universalien gerichteten Einsichten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um das sogenannte polnische Holocaust-Gesetz, das Anfang des Jahres in Kraft trat, bietet sich ein Wiederlesen an.

Yfaat Weiss ist Historikerin mit Professuren an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie der Universität Leipzig und Direktorin des Leibniz-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit jüdischer, deutscher und israelischer Geschichte, mit dem Schwerpunkt materieller Kultur und Gedächtnis. Zu ihren zahlreichen Publikationen gehören: Lea Goldberg. Lehrjahre in Deutschland 1930–1933, Verdrängte Nachbarn. Wadi Salib und Haifas enteignete Erinnerung sowie Deutsche und polnische Juden vor dem Holocaust. Jüdische Identität zwischen Staatsbürgerschaft und Ethnizität 1933–1940.

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Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wird gefördert von:

 

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