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Veranstaltungen

 

 

Mit seinen wissenschaftlichen Veranstaltungen versucht das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) die neuesten Ergebnisse im Bereich der Holocaust-, Genozid- und Rassismusforschung einem breiteren ebenso wie einem ausgewiesenen Fachpublikum regelmäßig näher zu bringen. Die unterschiedlichen Formate dieser über einen engen Wissenschaftsbegriff hinausweisenden Veranstaltungen, die von in einem kleinen Rahmen gehaltenen gehaltenen Vorträgen, den Simon Wiesenthal Lectures über für ein Fachpublikum interessante Workshops bis zu großen internationalen Tagungen, den Simon Wiesenthal Conferences reichen, spiegeln das breite Tätigkeitsfeld des Instituts wider.

 

Präsentationen von ausgewählten Neuerscheinungen zu den einschlägigen Themen des Instituts, Interventionen im öffentlichen Raum, die Filmreihe VWI Visuals und die Fachkolloquien der Fellows runden die Palette der Veranstaltungen des Instituts weiter ab.

 

 

 

Simon Wiesenthal Lecture
Jan-Werner Müller: Gibt es eine populistische Erinnerungspolitik?
   

Donnerstag, 20. Oktober 2016, 18:30 - 20:00

Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs 1010 Wien, Minoritenplatz 1

 

Überall auf der Welt, so heißt es häufig, seien Populisten auf dem Vormarsch (und in manchen Ländern regieren sie schon). Eine erstaunlich wenig diskutierte Frage ist dabei: Gibt es eine spezifisch populistische Geschichts- und Erinnerungspolitik? Sind Populisten vielleicht immer darauf aus, eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu unterbinden, oder liegen die Dinge komplizierter? Der Vortrag entwickelt einen klar abgrenzbaren Begriff von Populismus; insbesondere soll gezeigt werden, dass Populisten immer eine Form von auf Ausschließung abzielender Identitätspolitik betreiben. Vor diesem theoretischen Hintergrund soll dann an verschiedenen historischen und aktuellen Beispielen gezeigt werden, welche Geschichtsbilder Populisten präsentieren und wie sie auch Gesetze und staatliche Ressourcen einsetzen, um diese möglichst verbindlich zu machen. Dieses Vorgehen wirft auch noch einmal die grundsätzliche Frage nach der Legitimität von strafrechtlichen „Erinnerungsgesetzen“ auf.

 

Jan-Werner Müller ist Professor für Politische Theorie in Princeton und derzeit Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien. Letzte Veröffentlichung: Was ist Populismus?, Suhrkamp, 2016.

 

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