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Veranstaltungen

 

 

Mit seinen wissenschaftlichen Veranstaltungen versucht das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) die neuesten Ergebnisse im Bereich der Holocaust-, Genozid- und Rassismusforschung einem breiteren ebenso wie einem ausgewiesenen Fachpublikum regelmäßig näher zu bringen. Die unterschiedlichen Formate dieser über einen engen Wissenschaftsbegriff hinausweisenden Veranstaltungen, die von in einem kleinen Rahmen gehaltenen gehaltenen Vorträgen, den Simon Wiesenthal Lectures über für ein Fachpublikum interessante Workshops bis zu großen internationalen Tagungen, den Simon Wiesenthal Conferences reichen, spiegeln das breite Tätigkeitsfeld des Instituts wider.

 

Präsentationen von ausgewählten Neuerscheinungen zu den einschlägigen Themen des Instituts, Interventionen im öffentlichen Raum, die Filmreihe VWI Visuals und die Fachkolloquien der Fellows runden die Palette der Veranstaltungen des Instituts weiter ab.

 

 

 

Intervention
Bewegt Erinnern. Busfahrt zum Gedenken an ungarisch-jüdische Zwangsarbeit in Wien 1944/45
   

Dienstag, 27. Mai 2014, 09:00 - 19:00

Treffpunkt: 2., Tempelgasse 5

 

140429 Einladung Bustour WEBIn den letzten Monaten des Jahres 1944 wurden ca. 60.000, von Horthy-Ungarn als Jüdinnen und Juden diskriminierte Menschen unter verschiedenen Rechtstiteln, offiziell als „Leihgabe" des ungarischen Staates, aber real als ZwangsarbeiterInnen in das Deutsche Reich und somit auch in das heutige Österreich deportiert. Ein Teil war – über das Lager Mauthausen – in das SS-Lagersystem eingegliedert, ein anderer dem „Außenkommando Wien" des Sondereinsatzkommandos Eichmann unterstellt und wurde somit über die Gauarbeitsämter verschiedenen Firmen und Betrieben als ZwangsarbeiterInnen zugeteilt.

 

Mit einer Bustour zu Orten ungarisch-jüdischer Zwangsarbeit in Wien gedenkt das VWI gemeinsam mit einer Projektgruppe der Universität für angewandte Kunst dieser Opfer des „letzten Kapitels" der Shoah.

 

An acht Standorten in der Leopoldstadt, in Favoriten, Rudolfsheim-Fünfhaus, in der Lobau und in Floridsdorf wird von ExpertInnen, aber auch Zeitzeugen die Geschichte dieses Zwangsaufenthaltes in Wien aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, Fragen von Unterbringung, Fürsorge, Arbeit, Versorgung, Kommunikation, Hilfe, Überleben und Tod erläutert. Die Fahrten zwischen den Stationen dienen nicht nur der Vertiefung historischen Wissens, sondern mithilfe von Einspielungen audiovisueller Dokumente und der Präsentation von ausgewählten Objekten auch dem aktiven Gedenken und Erinnern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

PROGRAMM

 

9.00 Treffpunkt: 2., Tempelgasse 5

 

Begrüßung: Béla Rásky (VWI)

 

»Kinderspital«(2., Ferdinandstraße 23):

Jüdisches Leben in Wien bis 1938 – Susanne Uslu-Pauer (Archiv der IKG, Wien)

Ungarisch-jüdische Zwangsarbeit in Österreich - Szabolcs Szita (Holocaust Memorial Center, Budapest), Ádám Böhm (Budapest)

 

10.50 »Ankerbrot-Fabrik«(10., Absberggasse 27):

Geschichte, Widerstand und Zwangsarbeit 1934 bis 1945 – Christian Rapp (rapp & wimberger Kultur-Medienprojekte, Wien)

 

11.40 »Papierwarenfabrik Adolf Reiss«(10., Davidgasse 89):

Arisierung des Betriebs und Arbeitsbedingungen ungarisch-jüdischer ZwangsarbeiterInnen – Philipp Rohrbach (VWI)

 

12.30 »Wohnlager der Gemeinde Wien«(15., Hackengasse 11):

Wohnbedingungen ungarisch-jüdischer ZwangsarbeiterInnen – Kinga Frojimovics (VWI), Eleonore Lappin-Eppel (ÖAW, Wien)

 

13.50 Mittagspause

 

15.15 Mahnmal Lobau (22., Lobgrundstraße/Raffineriestraße):

Robert Eichert (Wien), Béla Varga (Budapest)

 

16.20 »Außenlager des KZ-Mauthausen«(21. Hopfengasse 8):

Einsatz von KZ-Häftlingen in der Luftfahrt-Industrie – Roman Fröhlich (Freie Universität Berlin)

 

17.10 »Mautner Markhof Brauerei Zum St. Georg«(21., Prager Straße 20):

Auf den Spuren eines ehemaligen Zwangsarbeitskomplexes – Thomas Pototschnig (Wien)

 

17:30 Abschluss:Éva Kovács (VWI)

 

18.00 Abschiedsbuffet

 

 

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