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Veranstaltungen

 

 

Mit seinen wissenschaftlichen Veranstaltungen versucht das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) die neuesten Ergebnisse im Bereich der Holocaust-, Genozid- und Rassismusforschung einem breiteren ebenso wie einem ausgewiesenen Fachpublikum regelmäßig näher zu bringen. Die unterschiedlichen Formate dieser über einen engen Wissenschaftsbegriff hinausweisenden Veranstaltungen, die von in einem kleinen Rahmen gehaltenen gehaltenen Vorträgen, den Simon Wiesenthal Lectures über für ein Fachpublikum interessante Workshops bis zu großen internationalen Tagungen, den Simon Wiesenthal Conferences reichen, spiegeln das breite Tätigkeitsfeld des Instituts wider.

 

Präsentationen von ausgewählten Neuerscheinungen zu den einschlägigen Themen des Instituts, Interventionen im öffentlichen Raum, die Filmreihe VWI Visuals und die Fachkolloquien der Fellows runden die Palette der Veranstaltungen des Instituts weiter ab.

 

 

 

Simon Wiesenthal Lecture
Tanja Schult: Ein Held, der hält? Raoul Wallenberg in Kunst und Populärkultur
   

Donnerstag, 7. Februar 2013, 18:30

Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Minoritenplatz 1, 1010 Wien

 

Die Nachwelt kennt Raoul Wallenberg als schwedischen Diplomaten, der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs jüdische Ungarinnen und Ungarn vor der Ermordung durch deutsche Nationalsozialisten und ungarische Pfeilkreuzler bewahrte. Sein selbstloser Einsatz in Budapest, seine Verhaftung durch die Sowjets nach der Befreiung der Stadt sowie sein mysteriöses Verschwinden im Gulag sind Grundelemente des Mythos Wallenberg, der Kunst, Literatur und Populärkultur bis heute zu Nachbildern anregt.

2012 wäre Wallenberg 100 Jahre alt geworden: Zeit, Bilanz zu ziehen. Wie wird er heute erinnert und welche gewandelten Heldenvorstellungen drücken sich in den Formen dieser Erinnerung aus? Wallenbergs Lebensgeschichte sowie die Umstände seiner Mission bieten viele Aspekte, die sich zur nationalen und transnationalen Vereinnahmung eignen. Gleichzeitig lassen sie auch vielfältige Heldenbilder in sehr unterschiedlichen Genres zu. An die Stelle des National- oder Kriegshelden tritt nun der Kosmopolit Wallenberg, der zivile Held, dem demokratische Gesellschaften Denkmäler – nicht nur aus Stein und Marmor – errichten.

Tanja Schult arbeitet seit September 2012 als Dozentin am Hugo Valentin Centrum der Universität Uppsala. Sie studierte Kunstgeschichte, Skandinavistik und Theater-, Film- und Medienwissenschaften in Erlangen, Lund und Berlin. Ihre Doktorarbeit verteidigte sie 2007 an der Humboldt-Universität. Die Arbeit wurde 2009 unter dem Titel A Hero’s Many Faces. Raoul Wallenberg in Contemporary Monuments veröffentlicht. 2008 kuratierte sie die multimediale Ausstellung RaoulWallenbergBilder in Stockholm und publizierte mehrere Artikel zu den Nachbildern Wallenbergs in Kunst und Populärkultur.

Einladung Schult

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