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Veranstaltungen

 

 

Mit seinen wissenschaftlichen Veranstaltungen versucht das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) die neuesten Ergebnisse im Bereich der Holocaust-, Genozid- und Rassismusforschung einem breiteren ebenso wie einem ausgewiesenen Fachpublikum regelmäßig näher zu bringen. Die unterschiedlichen Formate dieser über einen engen Wissenschaftsbegriff hinausweisenden Veranstaltungen, die von in einem kleinen Rahmen gehaltenen gehaltenen Vorträgen, den Simon Wiesenthal Lectures über für ein Fachpublikum interessante Workshops bis zu großen internationalen Tagungen, den Simon Wiesenthal Conferences reichen, spiegeln das breite Tätigkeitsfeld des Instituts wider.

 

Präsentationen von ausgewählten Neuerscheinungen zu den einschlägigen Themen des Instituts, Interventionen im öffentlichen Raum, die Filmreihe VWI Visuals und die Fachkolloquien der Fellows runden die Palette der Veranstaltungen des Instituts weiter ab.

 

 

 

Buchpräsentation
Gabriele Anderl, 9096 Leben. Der unbekannte Judenretter Berthold Storfer. Mit einem Vorwort von Arno Lustiger, Berlin 2012.
   

Dienstag, 19. Juni 2012, 18:30

Haus Wittgenstein, Bulgarisches Kulturinstitut 1030 Wien, Parkgasse 18 Rückseite

 

1880 in Czernowitz geboren und im Ersten Weltkrieg Kriegswirtschaftsrat im Majorsrang, wurde Berthold Storfer nach 1918 ein einflussreicher Bankier, Finanzexperte und Unternehmer in Wien. Nach dem März 1938 legte er, selbst Jude, den Behörden Pläne zur Durchführung der jüdischen Auswanderung vor – davon überzeugt, durch sein Organisationstalent und seine Kontakte Verfolgte leichter und schneller als Andere außer Landes bringen zu können. Im Frühjahr1939 ernannte ihn Adolf Eichmann zum Leiter des „Ausschusses für jüdische Überseetransporte“. Unter den widrigsten Bedingungen organisierte Storfer nun die Flucht Tausender Verfolgter mittels "illegaler" Schiffstransporte nach Palästina, mit denen jüdische Flüchtlinge unter Missachtung der Einwanderungsbeschränkungen in das britische Mandatsgebiet geschleust wurden. Die Kooperation mit Eichmann brachte Storfer jedoch in heftige Konflikte mit Vertretern zionistischer Organisationen, die ihm vorwarfen, Verräter und Kollaborateur zu sein. Was seine eigene Flucht betraf, ließ der bis heute fast unbekannte Judenretter zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt: Er tauchte zwar im September 1943 unter, wurde jedoch aufgespürt, nach Auschwitz deportiert und dort 1944 erschossen.

 

Einladung klein a

 

Begrüßung

Bertrand Perz (Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien)

 

Musikprogramm

Ilse Schumann (Klavier) 

Alfred Pfleger (Geige)

spielen:

Robert Dauber, Serenade für Violine und Klavier (1942)

 

Podiumsgespräch

Gabriele Anderl (Autorin)

Albert Lichtblau (Zentrum für jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg)

 

Im Rahmen der Veranstaltung wird – mit freundlicher Genehmigung des Regisseurs – der 35-minütige Ausschnitt "Jewish Exodus" aus Péter Forgács' Werk "The Danube Exodus" (1998) vorgeführt.

 

Anschließend Erfrischungen 

 

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Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wird gefördert von:

 

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