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Buchpräsentationen

 

Das VWI versucht, Neuerscheinungen, von der einschlägigen Fachliteratur über populärwissenschaftliche Literatur bis hin zur Belletristik, die Möglichkeit zu bieten, in einem besonderen Rahmen präsentiert zu werden. Dazu wird in der Regel auf eine Kombination aus besonderem Veranstaltungsort, einer entsprechenden musikalischen Untermalung oder Lesung zurückgegriffen, welche je nach Neuerscheinung individuell zusammengestellt wird.

 

Ebenso präsentiert das VWI immer wieder wissenschaftliche Projekte, welche entweder direkt am Institut angesiedelt sind oder in Kooperationen mit anderen Institutionen abgewickelt werden. Aber auch externe Projekte, sofern sie in das Institutsprofil passen, werden hier einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert.

 

 

Buchpräsentation
Otto Leichter, Ein Staat stirbt. Österreich 1934-38, Wien 2018.
   

Sonntag, 11. November 2018, 15:00 - 17:00

Lhotzkys Literaturbuffet, Rotensterngasse 2, 1020 Wien

 

Leichter TitelIn 29 kurzen Kapiteln erzählt Ein Staat stirbt. Österreich 1934–38 die Geschichte des Austrofaschismus und der Zerschlagung Österreichs.

Das Buch liest sich dabei schnell, reißt den Leser und die Leserin mit sich wie kaum ein anderes. Obwohl es inzwischen zahlreiche Darstellungen der vier Jahre hauseigener Diktatur gibt, existieren wenige so klare und geraffte Beschreibungen wie diese: Perspektiven und Proponenten wechseln in raschem Tempo, der Beschreibung folgt die Analyse, der Anklage das Urteil. Und man spürt, mit welcher Emotion und mit welcher Angst und Sorge das Buch geschrieben ist. Man kann den Sieg des Nationalsozialismus vielleicht noch verhindern. Doch auch eine Vorahnung des Holocaust schwingt schon mit.

Otto Leichters im Pariser Exil 1939 entstandener Text steht unter dem Eindruck des ‚Anschlußes‘. Vor dem Münchner Abkommen verfasst und unter dem Pseudonym Georg Wieser erschienen, ist es kein wissenschaftliches Buch: Leichters Werke oszillierten grundsätzlich zwischen Essayismus, Journalismus und Wissenschaft. Ein Staat stirbt ist auch Beschreibung und Analyse zugleich, aber vielleicht noch mehr: eine politische Anklageschrift, die das Versagen einer reaktionären, in ihrer Unfähigkeit und Verblendung ins eigene Verderben rennenden Elite, aber auch die Unterlassungen der westlichen Demokratien anprangert.

Bis heute ist das nur mehr schwer zugängliche Buch wohl eine der dichtesten, schärfsten und klarsten Beschreibungen des Finis Austriae 1938 geblieben.

In Kooperation mit:

lhotzky

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) richtet rund um das Gedenken an die Pogromnacht 1938 verschiedene Veranstaltungen aus. Mehr Informationen entnehmen Sie bitte der Einladung:

09111938 Cover

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Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wird gefördert von:

 

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