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VWI goes to ... / VWI invites ...

 

Der Kolloquienzyklus der VWI-Fellows

 

Die VWI-Fellows präsentieren Zwischenresultate ihrer Forschungsvorhaben im Rahmen von Kolloquien, die – im kleinen Rahmen angekündigt – auch einer akademisch und inhaltlich interessierten Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Vorträge werden durch eine im jeweiligen Thema ausgewiesene Fachperson in Form einer Respondenz oder eines Kommentars begleitet und von den anderen Fellows und dem Publikum diskutiert.

 

Das Veranstaltungsformat VWI goes to … war ursprünglich aus akutem Raummangel geboren worden, konnte doch das Institut an seinem früheren Standort, am Desider-Friedmann-Platz nicht einmal eine kleine Veranstaltung organisieren. Allein aus dem Kontakt zu anderen akademischen Einrichtungen in Wien, zum Teil auch in der weiteren Region, ergab sich in der Folge – auch dank der jeweils eingeladenen Kommentatorinnen und Kommentatoren – wiederum die einzigartige Möglichkeit, die Fellows und die Forschungen des VWI mit anderen Institutionen, methodischen Ansätzen, Forschungsfragen und Ideen zu vernetzen, das Institut in den regionalen Forschungsraum noch mehr zu integrieren. Aus diesem Grund wurde entschieden, das Format auch am neuen Standort beizubehalten. Gleichzeitig eröffnete sich aber am Rabensteig auch die Gelegenheit, zu diesen Kolloquien Institutionen auch an das VWI einzuladen. Aus diesem Grund trägt ab Herbst 2016 das VWI-Kolloquium entsprechend alternierend auch die Bezeichnung VWI invites... .

 

 

VWI invites/goes to...
Ari Joskowicz: Getrennte Erfahrung, geteilte Erinnerung: Eine Beziehungsgeschichte von Jüdinnen/Juden und Romnija/Roma von der NS-Zeit bis heute
   

Donnerstag, 27. Jänner 2022, 15:00 - 17:00

Haus der Geschichte Österreich, Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien

 

VWI goes to hdgö

AriVor den 1930er Jahren hatten Jüdinnen/Juden und Romnija/Roma fast überall in Europa wenig enge Kontakte. Dennoch fanden sie sich als Opfer von NS-Vernichtungspolitiken nebeneinander, wurden Zeug*innen der Verfolgung und Ermordung der jeweils anderen Gruppe und hatten nach 1945 ähnliche geschichtspolitische Forderungen. Das Resultat ist eine Geschichte der distanzierten Verwicklungen, die dieser Vortrag nachzeichnet. Er analysiert die Entwicklung der getrennten, aber ähnlichen Erfahrung, die ihren Anfang nimmt in Ghettos wie Lodz und Warschau oder in Lagern wie Auschwitz-Birkenau. Nach dem Krieg fanden sich Überlebende beider Gruppen zunehmend über die Archivpolitik verbunden. So waren jüdische Institutionen, Historiker*innen, Anwälte früher als andere an der Wissensproduktion und am Publikmachen des Roma-Holocaust beteiligt. Dennoch blieb es lange Zeit eine ungleiche Beziehung: fast überall wo Roma/Romnija sich für Gedenktafeln, Denkmäler, Forschungsstätten und Archive zu ihrer Vergangenheit eingesetzt hatten, gab es schon ein jüdisches Pendant. Letztlich wurden jüdische Archive auch zu den zentralen Aufbewahrungsorten von Romani-Zeitzeug*innenberichten.

Kommentiert von Cornelia Kogoj

Ari Joskowicz ist Associate Professor für Jüdische Studien und Geschichte an der Vanderbilt University und Senior Fellow am Wiener Wiesenthal Institut. Er publizierte u.a. zum jüdischen Antiklerikalismus (The Modernity of Others: Jewish Anti-Catholicism in German and France, Stanford University Press 2014) und zur Geschichte der Roma/Romnija. Er arbeitet zurzeit an einem Buch zur Beziehung von Romnija/Roma und Jüdinnen/Juden während und seit dem Holocaust.

Cornelia Kogoj ist Generalsekretärin der Initiative Minderheiten und Mitkuratorin der Ausstellungen Gastarbajteri. 40 Jahre Arbeitsmigration (Wien Museum, 2004) und Romane Thana. Orte der Roma und Sinti (Wien Museum, 2015). Sie ist gemeinsam mit Christian Kravagna Autorin von Das amerikanische Museum. Sklaverei, Schwarze Geschichte und der Kampf um Gerechtigkeit in Museen der Südstaaten (Mandelbaum Verlag, 2019) verfasst.

Anschließende Kuratorenführung zur Frage der Darstellung der Verfolgung von Jüdinnen/Juden und Romnija/Roma in Ausstellungen – mit Stefan Benedik in der hdgö-Hauptausstellung Neue Zeiten: Österreich seit 1918.

Die Teilnehmer/innenzahl ist coronabedingt auf 25 Personen beschränkt und die Veranstaltung wird auch online übertragen: https://us02web.zoom.us/j/87613396357?pwd=dm9IdStuZDVPODA3eUNZSlkwSWtsQT09

Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung stimmen Sie der Veröffentlichung von Fotos, Video- und Audioaufzeichnungen zu, die im Rahmen der Veranstaltung entstehen.

 

"Bitte melden Sie sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis 26. Jänner für die Präsenzveranstaltung an und bringen Sie einen gültigen Lichtausweis mit! Für die Veranstaltung gilt 2G+ (vollständig geimpft oder genesen und zusätzlich in den letzten 48 Stunden PCR- getestet) sowie FFP2-Maskenpflicht"

 

Foto: Mantel, mit dem sich eine Wiener Schulklasse bei der Auschwitz-Überlebenden Ceija Stojka für ein gemeinsames Projekt bedankte. © Markus Guschelbauer/hdgö


Hier finden Sie die Einladung als PDF.

In Kooperation mit:
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