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Simon Wiesenthal Lectures

 

Die regelmäßig, alle sechs bis acht Wochen stattfindende Vortragsreihe, setzt sich zum Ziel, mithilfe renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die aktuellsten Forschungsergebnisse zum Holocaust sowohl einem Fach- als auch einem breiteren Publikum zu präsentieren – und dabei das beeindruckende Spektrum dieser Disziplin, die zahlreichen Frage- und Problemstellungen von der empirisch-analytischen Historiografie bis zu kulturwissenschaftlichen Themen, jüngere Forscherinnen und Forscher ebenso wie bereits arrivierte, zu berücksichtigen.

 

Die Vortragsreihe der Simon Wiesenthal Lectures hat sich seit 2007, noch in der Aufbauphase des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI), damals in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, als tragendes Element der Vermittlung neuerer wissenschaftlicher Ergebnisse im Bereich der Holocaustforschung bzw. der Holocaust- und Genozid-Studien zum Flaggschiff der Vermittlungstätigkeit des VWI entwickelt.

 

Über ein Jahrzehnt bot das Österreichischen Staatsarchiv im Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs großzügigerweise den Simon Wiesenthal Lectures Obhut. Während den herausfordernden Jahren der Pandemie wurden die Lectures online abgehalten. Ab Herbst 2022, um weitere Publikumsgruppen zu erschließen, konnte mit dem Wien Museum eine neue Kooperationspartner gewonnen werden. Bis zur Wiedereröffnung des Hauptstandortes am Karlsplatz werden die SWL im MUSA, Felderstraße 6-8, neben dem Wiener Rathaus stattfinden.

 

 

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Simon Wiesenthal Lecture
Tanja Schult: Ein Held, der hält? Raoul Wallenberg in Kunst und Populärkultur
   

Donnerstag, 7. Februar 2013, 18:30

Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Minoritenplatz 1, 1010 Wien

 

Die Nachwelt kennt Raoul Wallenberg als schwedischen Diplomaten, der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs jüdische Ungarinnen und Ungarn vor der Ermordung durch deutsche Nationalsozialisten und ungarische Pfeilkreuzler bewahrte. Sein selbstloser Einsatz in Budapest, seine Verhaftung durch die Sowjets nach der Befreiung der Stadt sowie sein mysteriöses Verschwinden im Gulag sind Grundelemente des Mythos Wallenberg, der Kunst, Literatur und Populärkultur bis heute zu Nachbildern anregt.

2012 wäre Wallenberg 100 Jahre alt geworden: Zeit, Bilanz zu ziehen. Wie wird er heute erinnert und welche gewandelten Heldenvorstellungen drücken sich in den Formen dieser Erinnerung aus? Wallenbergs Lebensgeschichte sowie die Umstände seiner Mission bieten viele Aspekte, die sich zur nationalen und transnationalen Vereinnahmung eignen. Gleichzeitig lassen sie auch vielfältige Heldenbilder in sehr unterschiedlichen Genres zu. An die Stelle des National- oder Kriegshelden tritt nun der Kosmopolit Wallenberg, der zivile Held, dem demokratische Gesellschaften Denkmäler – nicht nur aus Stein und Marmor – errichten.

Tanja Schult arbeitet seit September 2012 als Dozentin am Hugo Valentin Centrum der Universität Uppsala. Sie studierte Kunstgeschichte, Skandinavistik und Theater-, Film- und Medienwissenschaften in Erlangen, Lund und Berlin. Ihre Doktorarbeit verteidigte sie 2007 an der Humboldt-Universität. Die Arbeit wurde 2009 unter dem Titel A Hero’s Many Faces. Raoul Wallenberg in Contemporary Monuments veröffentlicht. 2008 kuratierte sie die multimediale Ausstellung RaoulWallenbergBilder in Stockholm und publizierte mehrere Artikel zu den Nachbildern Wallenbergs in Kunst und Populärkultur.

Einladung Schult

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