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Simon Wiesenthal Lectures

 

Die regelmäßig, alle sechs bis acht Wochen stattfindende Vortragsreihe, setzt sich zum Ziel, mithilfe renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die aktuellsten Forschungsergebnisse zum Holocaust sowohl einem Fach- als auch einem breiteren Publikum zu präsentieren – und dabei das beeindruckende Spektrum dieser Disziplin, die zahlreichen Frage- und Problemstellungen von der empirisch-analytischen Historiografie bis zu kulturwissenschaftlichen Themen, jüngere Forscherinnen und Forscher ebenso wie bereits arrivierte, zu berücksichtigen.

 

Die Vortragsreihe der Simon Wiesenthal Lectures hat sich seit 2007, noch in der Aufbauphase des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI), damals in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, als tragendes Element der Vermittlung neuerer wissenschaftlicher Ergebnisse im Bereich der Holocaustforschung bzw. der Holocaust- und Genozid-Studien zum Flaggschiff der Vermittlungstätigkeit des VWI entwickelt.

 

Über ein Jahrzehnt bot das Österreichischen Staatsarchiv im Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs großzügigerweise den Simon Wiesenthal Lectures Obhut. Während den herausfordernden Jahren der Pandemie wurden die Lectures online abgehalten. Ab Herbst 2022, um weitere Publikumsgruppen zu erschließen, konnte mit dem Wien Museum eine neue Kooperationspartner gewonnen werden. Bis zur Wiedereröffnung des Hauptstandortes am Karlsplatz werden die SWL im MUSA, Felderstraße 6-8, neben dem Wiener Rathaus stattfinden.

 

 

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Simon Wiesenthal Lecture
Marc Buggeln: Sklavenarbeit und Gewalt. Die KZ-Außenlager
   

Donnerstag, 7. April 2011, 18:30

Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Minoritenplatz 1, 1010 Wien

 

Unterschiedliche Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Häftlinge prägten die Außenlager des KZ Neuengamme bei Hamburg: Die ersten dieser Einrichtungen entstanden zwar schon 1941/42, von einer flächendeckenden Ausbreitung über ganz Norddeutschland kann jedoch erst ab 1944 die Rede sein. Insgesamt verfügte das KZ Neuengamme über 85 Außenlager, in denen die SS Ende 1944 etwa 40.000 Häftlinge als Sklavenarbeiterinnen und -arbeiter für die deutsche Kriegswirtschaft unterbrachte.

Der Vortrag vergleicht die KZ-Außenlager systematisch miteinander und bewertet die Bedeutung verschiedenster Faktoren – wie Arbeitsbedingungen, Rassismus oder Geschlechterunterschiede – für die unterschiedlichen Überlebenschancen von KZ- Häftlingen. So können einige zentrale Annahmen der bisherigen KZ-Forschung widerlegt, beziehungsweise muss ihre mitunter behauptete generelle Gültigkeit erheblich eingeschränkt werden. Im zweiten Teil des Vortrages werden schließlich anhand ausgewählter Biographien die Handlungsbedingungen sowohl von Tätern als auch Opfern beschrieben.

 

Marc Buggeln, Jahrgang 1971, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichts- wissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Redakteur bei H-Soz-u-Kult, einer moderierten Informations- und Kommunikationsplattform für Historikerinnen und Historiker, und den historischen Fachzeitschriften WerkstattGeschichte sowie Sozial.Geschichte.Online. Für sein Buch »Arbeit & Gewalt. Das Außenlagersystem des KZ Neuengamme«, erschienen im Walllstein-Verlag in Göttingen 2009, wurde er mit dem Herbert-Steiner-Preis ausgezeichnet – benannt nach dem langjährigen Leiter des DÖW.

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