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Simon Wiesenthal Lectures

 

Die regelmäßig, alle sechs bis acht Wochen stattfindende Vortragsreihe, setzt sich zum Ziel, mithilfe renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die aktuellsten Forschungsergebnisse zum Holocaust sowohl einem Fach- als auch einem breiteren Publikum zu präsentieren – und dabei das beeindruckende Spektrum dieser Disziplin, die zahlreichen Frage- und Problemstellungen von der empirisch-analytischen Historiografie bis zu kulturwissenschaftlichen Themen, jüngere Forscherinnen und Forscher ebenso wie bereits arrivierte, zu berücksichtigen.

 

Die Vortragsreihe der Simon Wiesenthal Lectures hat sich seit 2007, noch in der Aufbauphase des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI), damals in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, als tragendes Element der Vermittlung neuerer wissenschaftlicher Ergebnisse im Bereich der Holocaustforschung bzw. der Holocaust- und Genozid-Studien zum Flaggschiff der Vermittlungstätigkeit des VWI entwickelt.

 

Über ein Jahrzehnt bot das Österreichischen Staatsarchiv im Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs großzügigerweise den Simon Wiesenthal Lectures Obhut. Während den herausfordernden Jahren der Pandemie wurden die Lectures online abgehalten. Ab Herbst 2022, um weitere Publikumsgruppen zu erschließen, konnte mit dem Wien Museum eine neue Kooperationspartner gewonnen werden. Bis zur Wiedereröffnung des Hauptstandortes am Karlsplatz werden die SWL im MUSA, Felderstraße 6-8, neben dem Wiener Rathaus stattfinden.

 

 

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Simon Wiesenthal Lecture
Dieter Pohl: Verschüttetes Wissen. Frühe Publikationen zum Holocaust 1943 –1950
   

Donnerstag, 16. Dezember 2010, 18:30

Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Minoritenplatz 1, 1010 Wien

 

Seit den 1980er-Jahren nahm sowohl das öffentliche Interesse an der Geschichte des Holocausts als auch die Zahl an Publikationen stetig zu. Zwar waren auch schon vorher wichtige Bücher erschienen, nicht zuletzt auch von Simon Wiesenthal, dennoch blieb weitgehend unbekannt, dass sich auch schon die unmittelbaren Zeitgenossen mit dem Geschehen des Massenmordes auseinandergesetzt hatten. Fast genau in dem Moment, als die meisten Verbrechen vollendet waren, im Herbst 1943, begannen darüber in Übersee Bücher zu erscheinen. Anfangs dienten diese noch dazu, die Weltöffentlichkeit wach zu rütteln. Nach Kriegsende wurde jedoch das ganze Ausmaß des Massenmordes deutlich, und man begann mit der Sammlung aller erreichbaren Zeugnisse. Es waren vor allem jüdische Autoren und Autorinnen, die nun über den Holocaust publizierten, in den USA, in Europa, aber auch in Südamerika. Viel davon, was schon vor 1950 veröffentlicht wurde, ist jedoch in der Nachkriegszeit und im Kalten Krieg dem Vergessen anheim gefallen und wurde erst Jahrzehnte später wieder entdeckt.

 

Dieter Pohl, Jahrgang 1964, studierte Geschichts- und Politikwissenschaften in München. Er ist Privatdozent am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München, Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte Berlin – München und seit 2010 Vorstand der Abteilung Zeitgeschichte am Institut für Geschichte der Universität Klagenfurt. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte der NS-Massenverbrechen und Besatzungspolitik in Osteuropa sowie deren Strafverfolgung nach Kriegsende. Seine wichtigsten Veröffentlichungen: »Verfolgung und Massenmord in der NS-Zeit 1933 – 1945«, »Die Herrschaft der Wehrmacht: deutsche Militärbesatzung und einheimische Bevölkerung in der Sowjetunion 1941 – 1944« sowie »Nationalsozialistische Judenverfolgung in Ostgalizien 1941 – 1944: Organisation und Durchführung eines staatlichen Massenverbrechens«

einladung pohl klein

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