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Veranstaltungen

 

 

Mit seinen wissenschaftlichen Veranstaltungen versucht das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) die neuesten Ergebnisse im Bereich der Holocaust-, Genozid- und Rassismusforschung einem breiteren ebenso wie einem ausgewiesenen Fachpublikum regelmäßig näher zu bringen. Die unterschiedlichen Formate dieser über einen engen Wissenschaftsbegriff hinausweisenden Veranstaltungen, die von in einem kleinen Rahmen gehaltenen gehaltenen Vorträgen, den Simon Wiesenthal Lectures über für ein Fachpublikum interessante Workshops bis zu großen internationalen Tagungen, den Simon Wiesenthal Conferences reichen, spiegeln das breite Tätigkeitsfeld des Instituts wider.

 

Präsentationen von ausgewählten Neuerscheinungen zu den einschlägigen Themen des Instituts, Interventionen im öffentlichen Raum, die Filmreihe VWI Visuals und die Fachkolloquien der Fellows runden die Palette der Veranstaltungen des Instituts weiter ab.

 

 

 

Simon Wiesenthal Lecture
Sebastian Schirrmeister: Recht auf Rache? Literarische Vergeltungsfantasien nach der Shoah
   

Donnerstag, 24. Februar 2022, 18:30 - 20:00

Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) 1010 Wien, Rabensteig 3, Research Lounge

 

Online: https://us02web.zoom.us/j/89708352300

„Recht, nicht Rache“ – Simon Wiesenthals moralische Formel ist eine oft und gern gehörte Antwort auf die Frage, wie dem Menschheitsverbrechen der Shoah angemessen zu begegnen sei. Doch ist es auch die menschlich naheliegendste Reaktion auf Verfolgung, Vernichtung und Verlusterfahrung? Sind Recht und Rache tatsächlich Gegensätze? Was passiert, wenn das Recht versagt? Während es aus historischer, politischer und moralischer Sicht gute Argumente für ein Beharren auf dem Rechtsprinzip gibt, sprechen literarische Rachegeschichten eine andere Sprache. Im unbeschränkten Raum der literarischen Fiktion, findet der zutiefst menschliche Wunsch nach Rache seinen Ausdruck, werden die Konsequenzen erörtert, wird gefragt: Was wäre, wenn...? Nicht erst seit Inglourious Basterds (2009) sind imaginierte Vergeltungserzählungen ein Stachel im Fleisch des dominanten Versöhnungsdiskurses und gerade deshalb geeignet, gegenwärtige Geschichtsbilder und Erinnerungskulturen produktiv zu stören und kritisch zu hinterfragen.

Sebastian Schirrmeister hat in Potsdam und Haifa Jüdische Studien und Germanistik studiert und in Hamburg über Verflechtungen deutsch- und hebräischsprachiger Literatur promoviert. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter in Hamburg, Fellow am Rosenzweig-Zentrum in Jerusalem, Amos Oz Gastprofessor in München und zuletzt Moritz Stern Fellow am Lichtenberg-Kolleg Göttingen. Sein aktuelles Projekt Legitime Leidenschaften widmet sich dem Nachdenken über Rache in jüdischen Literaturen nach der Shoah.

Auf Grund beschränkter Teilnehmer*innenzahl Live und online

Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung stimmen Sie der Veröffentlichung von Fotos, Video- und Audioaufzeichnungen zu, die im Rahmen der Veranstaltung entstehen.
Für eine Teilnahme vor Ort bitten wir um Anmeldung bis 22. Februar 2022, 12:00 Uhr unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Es gilt die 2-G+-Regeln sowie die FFP2-Maskenpflicht. Bitte bringen Sie einen Lichtbildausweis mit.

SWL81 Schirrmeister

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