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Daniel Cohen

Senior Fellow (09/2018–12/2018)

 

‚Philosemitismus’ in Europa nach dem Holocaust. 1945 bis heute

 

COHENMit 1945 und unmittelbar nach dem Holocaust tauchten in Westeuropa und – nach ihrer Gründung – in der EU verschiedenste Formen eines theologischen, politischen und kulturellen ‚Philosemitismus’ in den entscheidenden öffentlichen Diskursen auf. Cohens in Arbeit befindliches Buch wird eine kritische Geschichte dieser tragenden ‚philosemitischen’ Tropen sein, in denen Jüdinnen und Juden, das Judentum und jüdische Identität im Gefolge der Katastrophe positiv imaginiert wurden: Humanismus und Antifaschismus in den späten 1940er-Jahren, Philo-Zionismus in den 1950er-Jahren, die große Rebellion der sechziger Jahre, Trauma und Bürgerrechtsbewegung in den Siebzigern, die Wiederentdeckung ‚Mitteleuropas’ in den 1980er-Jahren, die Wiederauferstehung des toten, nun ‚kosmopolitischen’ Juden in der Imagination der Europäischen Union und schließlich – noch verstörender – der zurzeit laufende Einsatz des ‚Philosemitismus’ im Namen eines angeblich bedrohten jüdisch-christlichen Europas.

 

G. Daniel Cohen ist Associate Professor für Geschichte und Jüdische Studien an der Rice University in Houston, Texas. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Geschichte von Flucht und Zwangsumsiedlung im Europa des zwanzigsten Jahrhunderts. Zurzeit arbeitet er an einer kritischen Geschichte des ‘Philosemitismus’ in Westeuropa seit 1945 bzw. seit der Gründung der EU.

 

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