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Lovro Kralj

Junior Fellow (10/2019–08/2020)

 

Den Weg zum Tod ebnen. Antisemitismus in der Ustaša-Bewegung 1929–1945

 

KRALJLovro Kraljs Dissertation ist eine Neuauslegung der Bedeutung des Antisemitismus in der Ustaša-Bewegung. Sie überschreibt traditionelle historiographische Interpretationen, die den Antisemitismus der Ustaša auf eine reine Imitation des Nationalsozialismus reduzieren und argumentieren, dass die Ustaše nur wegen des deutschen Drucks oder um die Deutschen zu beschwichtigen am Holocaust teilnahmen. Kraljs Hauptargument demgegenüber ist, dass der Antisemitismus das Schlüsselelement für die Faschisierung der Bewegung war.

 

Diese wechselseitige Abhängigkeit von Antisemitismus und Faschismus wird anhand einer quantitativen Analyse verschiedener kroatischer antisemitischer Veröffentlichungen in der Zwischenkriegszeit untersucht. Die konkrete Umsetzung antisemitischer Politik im Unabhängigen Kroatischen Staat wird weiters durch einen Vergleich der Verfolgung von Juden in Križevci, Osijek und Sarajevo analysiert: Während die Ereignisse in Križevci jenen Ansätzen zuwiderlaufen, die den Holocaust als ein von oben initiiertes Unterfangen interpretieren, zeigen Sarajevo und Osijek die vielfältigen Funktionen des Antisemitismus in einer multiethnischen Umgebung.

 

Lovro Kraljs Forschungsschwerpunkte sind Faschismus, Antisemitismus und Holocauststudien mit Schwerpunkt auf Mittel- und Südosteuropa. Er nahm an mehr als zwanzig internationalen Workshops und Konferenzen teil, so auch Lessons & Legacies. Kralj erhielt mehrere Stipendien, darunter das Sharon Abramson Research Grant und das Saul Kagan Fellowship in Advanced Shoah Study.

 

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