Elena Beletckaia
Junior Fellow (10/2025 – 07/2026)
Der Begriff „Heimat“ im Holocaust-Diskurs; Nachkriegsmigration in/nach Osteuropa, Israel und die Vereinigten Staaten.
Dieses Forschungsprojekt untersucht das Konzept von Heimat und seinen sentimentalen Wert in den Erzählungen von Holocaust-Überlebenden durch eine vergleichende Analyse audiovisueller Zeugnisse. Mit Schwerpunkt auf Überlebenden, die in der Nachkriegszeit (1945–1949) nach Nordamerika oder Israel auswanderten oder nach Osteuropa zurückkehrten, arbeitet diese Studie mit einem Methodenmix, der thematische, narrative, phänomenologische und multimodale Analysen integriert. Die Studie untersucht, wie Überlebende ihre Erfahrungen mit Heimat, Vertreibung und Identitätsrekonstruktion artikulieren. Sie stützt sich auf den methodischen Rahmen von Noah Shenker, um zu analysieren, wie das Interviewsetting das Teilen der Erinnerungen beeinflusst, und hebt dabei die emotionale Tiefe der Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden hervor. Darüber hinaus wendet die Forschung Assimilations- und historische Traumata-Theorien an, um die anhaltenden emotionalen und generationsübergreifenden Auswirkungen des Holocaust auf die Wahrnehmung von Heimat und Identität zu untersuchen.
Elena Beletckaia ist Doktorandin an der Heidelberger Hochschule für Jüdische Studien (HfJS) in Deutschland und hat sich auf jüdische Literatur und Holocaust-Studien spezialisiert. Ihre Doktorarbeit befasst sich mit Holocaust-Zeugnissen und untersucht den sentimentalen Wert von Heimat im Holocaust-Diskurs, insbesondere im Hinblick auf die Nachkriegsmigration nach Osteuropa, Israel und in die Vereinigten Staaten. Sie hat an anerkannten Bildungsprogrammen teilgenommen, die von Institutionen wie Paideia, von der Yad Vashem International Holocaust School, dem USHMM und dem International Network of Genocide Scholars organisiert wurden. Darüber hinaus ist sie Redakteurin des H-Judaic-Netzwerks.
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