Bibliothek

Newsletter

PDF Abonnieren

YouTube-Kanal

Dmytro Mykhailychenko

Fellows from Ukraine (10/2022-11/2022)

 

Jüdische Ökonom:innen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Charkiw

 

Dmytro MykhailychenkoIm Zentrum dieses Projekts stehen jüdische Wirtschaftswissenschaftler:innen aus Charkiw in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Projekt umfasst zwei Zielsetzungen: Zum einen die Erstellung von Forschungsdatenbanken und einer Reihe von biografischen Studien, zum anderen eine vergleichende Untersuchung der Lebensläufe, der akademischen Laufbahnen und der wissenschaftlichen Methoden im regionalen und globalen Kontext. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnten begabte jüdische Jugendliche im Russischen Reich aktiv an der Hochschulbildung teilhaben. Trotz restriktiver Quoten und gewalttätiger chauvinistischer Kampagnen wurden sie zu herausragenden Theoretiker:innen und Forscher:innen, auch in einem wissenschaftlichen und akademischen Zentrum wie Charkiw, der Hauptstadt der sowjetischen Ukraine in den Jahren 1919-1934. Diese rasante Entwicklung wurde jedoch durch die stalinistischen Repressionen und den Holocaust tragisch gebremst. In einer breiteren Perspektive trägt dieses Projekt zur Untersuchung der Integration jüdischer Ökonomen in die Weltelite der Wirtschaftswissenschaften im Untersuchungszeitraum bei.

 

Dmytro Mykhailychenko promovierte in Geschichte und ist außerordentlicher Professor für politische Ökonomie an der Simon-Kuznets-Universität für Wirtschaft in Charkiw. Seine Forschungsinteressen umfassen die Geschichte der Wirtschaft und des wirtschaftlichen Denkens in der Ukraine. Er ist Autor biografischer Studien über jüdische Wirtschaftswissenschaftler des 20. Jahrhunderts in Charkiw, insbesondere über den Wirtschaftsnobelpreisträger von 1971, Simon Kuznets, und den Architekten der Wirtschaftsreform von 1965 in der UdSSR, Jewsei Liberman, sowie über Wirtschaftswissenschaften und -erziehung.

September 2022
Mo Di Mi Do Fr Sa So
29 30 31 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 1 2


Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wird gefördert von:

 

bmbwf 179

 

wienkultur 179

 

  BKA 179