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Simon Wiesenthal Lectures

 

The Simon Wiesenthal lecture series takes place regularly every six to eight weeks and aims to present the latest research findings on the Holocaust to both a professional and a broader audience. They take into account the impressive spectrum of this discipline, the numerous questions and issues from empirical-analytical historiography to topics of cultural studies and involve young scholars as well as established academics.

 

Since 2007, when the Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI) was still being established, the lecture series – at that time in cooperation with the Documentation Centre of Austrian Resistance (DÖW) and the Institute of Contemporary History at the University of Vienna– has developed into the flagship of the VWI's outreach activities as a supporting element in the communication of recent academic findings in the field of Holocaust research and Holocaust and genocide studies.

 

For over a decade, the Austrian State Archives generously offered shelter to the Simon Wiesenthal Lectures in the roof foyer of the Haus-, Hof- und Staatsarchiv. During the challenging years of the pandemic, the lectures were held online. From autumn 2022, in order to reach out to further audiences, a new cooperation partner was found in the Wien Museum. Until the reopening of the main location at Karlsplatz, the SWL will take place at MUSA, Felderstraße 6-8, next to the Vienna City Hall.

 

 

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Simon Wiesenthal Lecture
Irina Scherbakowa: Russlands unvorhersagbare Vergangenheit. Postsowjetische Erinnerung an Stalinismus und Krieg
   

Thursday, 22. October 2015, 18:30 - 20:00

Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Minoritenplatz 1, 1010 Wien

 

Ein paradoxer Spruch im heutigen Russland besagt, dass die Vergangenheit des Landes nicht vorhersagbar sei, präge doch die Interpretation der gegenwärtigen politischen Verhältnisse immer auch das Bild der russischen bzw. der sowjetischen Vergangenheit. Allein um zu verstehen, warum sich Russland wieder in dieser erdrückenden Umklammerung einer „nichtvorhersagbaren Vergangenheit“ befindet und warum – 62 Jahre nach seinem Tod – noch immer das Verhältnis zu Stalin der alleinige Gradmesser dafür ist, wie jemand zu Demokratie und liberalen Werten steht, müssen die gesellschaftlichen Verhältnisse der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre näher beleuchtet werden. Kann die Interpretation der Vergangenheit Menschen wieder trennen und ideologische Basis neuer Konflikte, eines neuen Kalten Krieges oder der Legitimierung eines autoritären Regimes sein? Wird das Überdenken der Geschichte, die Tatsache, dass man sich der Verantwortung für die eigene Vergangenheit stellt, eine Rolle bei der Schaffung und Bewahrung demokratischer Werte spielen?&

Irina Scherbakowa, Germanistin, Übersetzerin und Historikerin, arbeitet für die Menschenrechtsgesellschaft MEMORIAL in Moskau, wo sie den Geschichtswettbewerb für Jugendliche koordiniert. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Stalinismus und Totalitarismus, die Geschichte des GULAG sowie Fragen des kulturellen Gedächtnisses und der Geschichtspolitik in Russland. Sie wurde mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik ausgezeichnet. Seit 2012 ist sie Mitglied des Internationalen Wissenschaftlichen Beirats des VWI. 1997 publizierte sie (gemeinsam mit Susanne Scholl) Moskauer Küchengespräche, im Jahr 2000 Nur ein Wunder konnte uns retten und 2010 Zerrissene Erinnerung. Ihre jüngste Veröffentlichung ist Gulag. Spuren und Zeugnisse.

SWL-42 Sherbakova

 

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