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Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien

 

Das Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien ist das einzige Archiv einer jüdischen Gemeinde, dessen Archivbestände seit deren Gründung im Jahr 1852 über die NS-Zeit hinaus bis heute erhalten geblieben sind. Die Archivalien dieses einzigartigen Archivs spiegeln die Geschichte und Entwicklung der Jüdischen Gemeinde in Wien und ihrer Mitglieder seit dem 17. Jahrhundert detailliert wider.

 

Einen Schwerpunkt bilden die Dokumente aus der Zeit des Nationalsozialismus. Diese Archivbestände zu erhalten, ist von großer Bedeutung für Holocaust-Überlebende und deren Nachkommen, ForscherInnen sowie Interessierte aus dem In- und Ausland.

 

Archivalien und Unterlagen des Archivs der IKG Wien, welche in Bezug zum Holocaust, Antisemitismus und Rassismus stehen, befinden sich seit Februar 2018 als Leihgabe im Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI). Zweck der Leihgabe ist die wissenschaftliche Erschließung und Aufarbeitung dieser Bestände sowie deren Zugänglichmachung für Forschung und Vermittlungsarbeit.

 

Die entsprechenden Bestände sind im VWI über eine Datenbank recherchierbar. Zudem sind folgende Teilbestände bereits digitalisiert und an Computerarbeitsplätzen einsehbar:

 

Ärzteberatungsstelle der IKG Wien (Dokumente zu jüdischen Ärzten und „Krankenbehandlern“)

 

Fürsorgezentrale der IKG Wien, Auswanderungsabteilung

  • Auswanderungskartei von Mai 1938 (numerisch und alphabetisch)
  • Auswanderungsfragebögen von Mai 1938 bis 1940
  • Konto „D“ Kartei (Kartei betreffend die Devisen zur Flucht)
  • Dokumente zur Auswanderung
  • Aufnahmeanträge in das Transitlager Richborough, 1939

 

Fürsorgezentrale der IKG Wien, Kinderauswanderung

  • Listen der Kindertransporte nach England, Holland, Belgien, Frankreich, Schweiz, USA und Schweden
  • Korrespondenz betreffend die Kinderauswanderung

 

Bevölkerungswesen der IKG Wien

  • „Verzeichnis der in Wien lebenden Juden nach dem Stand 15. September 1939“
  • Hauslisten 1941, 1942, 1943 (nicht vollständig)
  • Kartei betreffend Suchanfragen des American Joint Distribution Committee
  • Todesbestätigungen von Shanghai-Flüchtlingen der Jüdischen Gemeinde, ausgestellt in den Jahren von 1954 bis 1956

 

Akten über den Holocaust, einschließlich Deportationslisten

 

Die in Wien vorhandenen Originale sind nur in begründeten Ausnahmefällen zugänglich.

 

Nutzung des Archivs und Kontakt

 

Stand: Jänner 2020

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Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wird gefördert von:

 

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wienkultur 179

 

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