Bibliothek

Newsletter

PDF Abonnieren

YouTube-Kanal

News – Veranstaltungen – Calls

17. Februar 2026 18:00
BuchpräsentationEdith Blaschitz und Martin Krenn (Hg.): Spuren lesbar machen. Das NS-Zwangslager im Granitwerk Roggendorf. Neue Formen der Geschichtsaufarbeitung zwischen Kunst und Wissenschaft, Studienverlag, Innsbruck, 2025
Das Buch präsentiert die Ergebnisse eines interdisziplinären Teams, das in den Jahren 2022 und 2023 die Geschichte nationalsozialistischer Zwangsarbeit im Granitwerk Roggendorf bei Pulkau erforschte und vor Ort sichtbar machte. Im Granitwerk wurden zwischen 1941 und 1945 Kriegsgefange...Weiterlesen...
25. März 2026 18:30
Simon Wiesenthal LectureSofie Lene Bak: Blindness and Light – Antisemitism and the Memory of Rescue in Denmark
Denmark is often portrayed as a light in the darkness of the Holocaust, since 98 per cent of Danish Jews survived persecution, most of them in exile in neighbouring Sweden. Yet the memory of rescue in Denmark has been shaped by distortions and silences that continue to inform national...Weiterlesen...

Vortrag von VWI-Alumnus Paul Weindling im Institut für Zeitgeschichte

 

Der VWI-Senior Fellow Paul Weindling des Wintersemester 2015/2016 wird am 21. April 2016 um 18 Uhr, im Institut für Zeitgeschichte einen Vortrag mit dem Titel Menschenversuche in Auschwitz halten. 

 

Nirgendwo war die Zahl solcher Versuche höher als in Auschwitz. Organisation, Finanzierung und Durchführung der Versuche folgten unterschiedlichen Kriterien, und verschiedene externe Institutionen und Forscher waren darin involviert. Zahlreiche Häftlinge wurden zu Experimentierzwecken - Röntgensterilisierung unter der Leitung des Auschwitz-Arztes Horst Schumann, Carl Claubergs Sterilisationsversuche und die sogenannten Forschungen von Josef Mengele an Sinti und Roma, jüdischen Zwillingen und Kleinwüchsigen - auch in andere Lager deportiert. Die Zusammensetzung der Opfergruppen stand im engen Zusammenhang mit den Etappen des Holocaust.

 

Der Vortrag wird von VWI-Beirätin Sybille Steinbacher moderiert.

 

21. April 201618:00 Uhr
Seminarraum II,Institut für Zeitgeschichte,Universität Wien
Altes AKH,Spitalgasse 2-4, Hof 1, 1.13,1090 Wien

Das Wiener Wiesenthal Institut bei der Langen Nacht der Forschung 2016

 

Auch dieses Jahr beteiligt sich das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wieder an der Langen Nacht der Forschung.

In deren Rahmen werden am 22. April ab 19 Uhr im Grillparzerhaus (Johannesgasse 6, 1010 Wien) drei institutsrelevante Themengebiete im Stundentakt vorgestellt und diskutiert:

 

  • The Wiesenthal Memorial Room;
  • Tendenzen der Holocaustforschung;
  • Digitale Datenbasen in der Holocaustforschung;
  • der letzte Teil, die Vorführung des oscarprämierten Films Sauls Sohn (2015), wird im benachbarten Metro-Kino gezeigt und anschließend von Expertinnen und Experten diskutiert.

 

Ein detailliertes Programm finden Sie auf der Website der Langen Nacht der Forschung.

Ausstellung: Schwarzösterreich. Die Kinder afroamerikanischer Besatzungssoldaten

 

Die von VWI-Mitarbeiter Philipp Rohrbach und seinem Kollegen Niko Wahl kuratierte Ausstellung Schwarzösterreich. Die Kinder afroamerikanischer Besatzungssoldaten, eröffnete am 26. April 2016 und ist noch bis 21. August 2016 im Österreichischen Museum für Volkskunde zu sehen.

 

Eine Wiener Bezirkspolitikerin, ein Lastwagenfahrer aus Idaho, eine Friseurin aus Salzburg und eine Autorin aus Texas – sie alle sind Teil jener vergessenen Generation, die in den Jahren 1946 bis 1956 als Kinder von Österreicherinnen und afroamerikanischen GIs geboren wurden. Viele dieser Kinder wurden von ihren Müttern getrennt, in Heimen untergebracht oder zur Pflege und Adoption freigegeben. In Österreich wurde den Betroffenen die Eingliederung in die Gesellschaft ebenso erschwert wie die schulische Ausbildung.

 

In den 1950er- und 1960er-Jahren wurde ein Teil von ihnen zur Adoption in die USA gebracht. Auch dort waren sie aufgrund von Sprachproblemen, ihres häufig ungeklärten legalen Status und der mangelnden Eignung der Adoptiveltern oft in einer schwierigen Situation. Die Ausstellung basiert auf einem mehrjährigen Forschungs- und Interviewprojekt. Die Kinder von damals erzählen ihre Geschichte über weite Strecken selbst. Sie stellen auch zahlreiche bisher noch nie gezeigte Objekte für die Schau zur Verfügung. Eine Video-Installation von Tal Adler strukturiert die Ausstellung, schützt dort, wo es notwendig ist, die Anonymität der ZeitzeugInnen und verknüpft die Geschichte der ersten Schwarzen Generation der Nachkriegszeit in Österreich mit jener der gegenwärtigen Schwarzen Bevölkerung des Landes.

 

Medienecho:

 

Exhibit Review: Thurman on "Black Austria: The Children of African American Occupation Soldiers"
[H-Black-Europe]
, H-Net, 22. Juli 2016
Verdrängte Generation
, junge Welt, 20. Juni 2016

Lumière sur l’Autriche noire, Le petit flambeau, Juni 2016
Das Erbe der Amerikaner, Salzburger Nachrichten, 12. Mai 2016
Papa ist ein Alliierter
,Augustin, 27. April bis 10. Mai 2016
Diskriminierung - einige dunkle Erinnerungen, Kurier, 06. Mai 2016
Die Kinder des Schweigens, Falter, 04. Mai 2016
"SchwarzÖsterreich", Kronen Zeitung, 02. Mai 2016
Durchgebissen, Profil, 01. Mai 2016

Die vergessene Generation, FM4.orf.at,01. Mai 2016
Österreichs vergessene Kinder, diePresse.com, 27. April 2016
Blinder Fleck im Gedächtnis: Kinder afroamerikanischer GIs, science.apa.at, 26. April 2016
„Versuche nach Austria zu kommen“, orf.at, 24. April 2016
Besatzungskind: "Ich bin ein waschechter Wiener”, derStandard.at, 23. April 2016
Generation Schwarz/Weiß – Die Kinder der GIs, fresh, 19. April, 2016
Ausstellung: SchwarzÖsterreich. Die Kinder afroamerikanischer Besatzungssoldaten, fresh, 30. März 2016

Drei Neuerscheinungen in der Reihe Beiträge zur Holocaustforschung des VWI

 

Mit der Veröffentlichung der Vorträge der Konferenz Partituren der Erinnerung. Der Holocaust in der Musik startet das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) seine neue Buchreihe Beiträge zur Holocaustforschung des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) im Wiener Verlag new academic press. Die im Oktober 2011 veranstaltete Tagung versuchte, mit unterschiedlichen Fragestellungen und mithilfe mehrerer Disziplinen die Aufarbeitung der Shoah in der Musik anzusprechen.

 

Auch die Beiträge der Simon Wiesenthal Conference 2012 liegen nun als Band 2 der Reihe Beiträge vor: Als der Holocaust noch keinen Namen hatte. Zur frühen Aufarbeitung des NS-Massenmordes an Jüdinnen und Juden geht auf die – lange verschüttete – Auseinandersetzung mit der Shoah unmittelbar nach 1945 ein, bevor noch diese Anfang der 1950er-Jahre abrupt abgebrochen wurde.

 

Als Band 3 der Beiträge ist Mitte Februar der Band Alma mater antisemitica. Akademisches Milieu, Juden und Antisemitismus an den Universitäten Europas zwischen 1919 und 1939 erschienen.

Vorstand Berthold Sandorffy s.A. verstorben

 

Bestürzt erfahren wir, dass das langjährige VWI-Vorstandsmitglied Berthold Sandorffy s. A. am 8. Dezember nach schwerer Krankheit unerwartet verstorben ist.

 

Er war seit November 2009 als Vertreter des Bundes Jüdischer Verfolgter des Nationalsozialismus und des Simon-Wiesenthal-Archivs im Vorstand des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) tätig – immer auf das Wohl und die Zukunft des Instituts, seines gedeihlichen Aufbaus bedacht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des VWI werden ihn nicht vergessen.

VWI-Geschäftsführer im ORF


VWI-Geschäftsführer Béla Rásky wird am 9. Dezember 2015 in der Ö1-Sendung "Von Tag zu Tag" von 14 Uhr 05 bis 14 Uhr 30 über das VWI, dessen Aktivitäten und künftige Zielsetzungen sprechen.

VWI-Neuerscheinung: "Partituren der Erinnerung. Der Holocaust in der Musik"

 

Mit der Veröffentlichung der Vorträge der Konferenz Partituren der Erinnerung. Der Holocaust in der Musik startet das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) seine neue Buchreihe Beiträge zur Holocaustforschung des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) im Wiener Verlag new academic press. Die im Oktober 2011 veranstaltete Tagung versuchte, mit unterschiedlichen Fragestellungen und mithilfe mehrerer Disziplinen die Aufarbeitung der Shoah in der Musik anzusprechen. Schon während des Holocaust, hauptsächlich aber ab den 1950er- und 1960er-Jahren wurde im musikalisch-kompositorischen Bereich der NS-Massenmord thematisiert: Konzentrations- und Vernichtungslager, Ghettos, Tatorte und Personen, Ereignisse sowie konkrete Aspekte, aber auch die Themen Erinnerung, Trauer und Leid standen dabei im Fokus.

 

Die englisch- und deutschsprachigen Beiträge analysieren die musikalischen Werke als Medien der Erinnerung, Auseinandersetzung und Aufarbeitung, aber auch als Teile der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung: In welchen Formen fanden der Holocaust, die Aufarbeitung der Shoah und die Erinnerung an sie Eingang in die zeitgenössische Musik bzw. wie beeinflusste die Shoah die musikästhetische Diskussion?

 

Das Buch gliedert sich in vier große Abschnitte. Tradition und Stränge. Eine Übersicht versucht einen Einstieg in die Thematik und ist chronologisch strukturiert. Der zweite Abschnitt – Fallstudien bis 1960 – hat zwei Teile: Pathos der Auseinandersetzung präsentiert die frühe Aufarbeitung des Massenmords an Jüdinnen und Juden; es wird häufig das Stilmittel der Ergriffenheit eingesetzt. Im zweiten Teil werden weitere Musikalische Bewältigungsversuche behandelt. Auch der dritte Abschnitt – Holocaust-Rezeption nach 1960 – hat zwei Teile: Verklingende Erinnerungen beleuchtet neue Tendenzen der Aufarbeitung, der zweite Teil versammelt sechs Beiträge unter der Überschrift Erinnerungsmotive. Der letzte Abschnitt enthält drei Beiträge zum Thema Die Musik des Holocaust und ihre Vermittlung.

 

Ausschnitte aus dem künstlerischen Begleitprogramm zur Konferenz können auf YouTube nachgehört werden, zu finden unter dem Titel des Buches.

 

Béla Rásky, Verena Pawlowsky (Hg.)
Partituren der Erinnerung / Scores of Commemoration
Der Holocaust in der Musik / The Holocaust in Music
Beiträge zur Holocaustforschung des VWI, Band 1
388 Seiten, Paperback
20,00 x 13,00 cm
9783700319214
EUR 28,00

 

http://www.newacademicpress.at/gesamtverzeichnis/geschichte/partituren-der-erinnerung-scores-of-commemoration/

Academic activities of VWI-Fellow Rory Yeomans

 

On 4 November VWI-Research Fellow Rory Yeomans spoke at New York University’s Eastern European Workshop on Terror in Real Time: Bringing the Victims back into the History of the Holocaust in Croatia and on 6 November at the Russian and East European Studies Center, University of Pittsburgh on The Economics of Human Destruction: The Holocaust and the Building of an Ethical Marketplace in Fascist Croatia, 1941-1942.

 

Rory Yeomans’ new edited volume The Utopia of Terror: Life and Death in Wartime Croatia is published by Rochester University Press on 15 December. And just out now is an article he wrote for a special two-volume edition of the Russian history journal Beregynia on fascism and the radical right in Europe for which he was also the co-editor. His article is called Modernity, Social Transformation and Genocide: Ustasha Rule in Fascist Croatia, 1941-1945, 26, no. 3 (October 2015): 63-75.

 

He also gave an interview on the Canadian syndicated Charles Adler radio show on 3 November talking about the Holocaust and how it continues to impact on the present. 

Call for Papers for the Simon Wiesenthal Conference 2015: 

 

Modern Antisemitism(s) in the European and Colonial Peripheries from the 1880s to 1945.

 

Vienna, 30 November 2015 – 2 December 2015


Studies of modern antisemitism have focused primarily on Germany, as both the country where the phenomenon is seen to have originated and where it reached its genocidal culmination in the Holocaust. This has led to an all too frequent identification of antisemitism with racial theories developed in Western Europe in the second half of the nineteenth century that came at the expense of the multiplicity of forms antisemitism took in spaces considered ‘peripheral’ to the European ‘centre’. Inextricably linked with the spatially and temporally uneven processes of modernisation, a plurality of modern antisemitisms became prominent during the same period in Europe’s ‘peripheries’ – East, North and South, as well as in the colonies – reflecting both transfers and imports of concepts developed in the European ‘centre’, on the one hand, and specificities related to distinct developmental paths, including different religious traditions in spaces less affected by industrial development. Similarly, the majority of studies dealing with antisemitism have focused primarily on antisemitic ideas and ideologies, displaying an interest in intellectuals and elites that has often ignored ‘popular’ antisemitisms visible among other social groups, such as peasants or workers, or indeed the reception and impact of antisemitic intellectuals among the general public.

  

Simon Wiesenthal im Jüdischen Museum Wien
 
Anlässlich des zehnten Todestages von Simon Wiesenthal zeigt das Jüdische Museum Wien eine Sonderausstellung mit dem Titel Wiesenthal in Wien. Zu sehen ist diese vom 21. September bis 8. Mai 2016 im Museum am Judenplatz.


Die Ausstellung wird vom wissenschaftlichen Team des JMW in Zusammenarbeit mit dem Simon Wiesenthal Archiv Wien kuratiert.

Medienberichterstattung über Tim Corbetts Forschungsprojekt

 

Tim Corbett hat am VWI 2014/15 zur Geschichte und Bedeutung der jüdischen Friedhöfe Wiens geforscht. Sowohl derstandard.at als auch ORF-Science berichten über dieses Forschungsprojekt. Corbett, der in den kommenden Tagen seine am VWI fertiggestellte Dissertation an der University of Lancaster verteidigt, wird seine Forschungen am New Yorker Center for Jewish History über die Erinnerung und Identität jüdisch-österreichischer Exilantinnen und Exilanten in den USA fortsetzen.

Februar 2026
Mo Di Mi Do Fr Sa So
26 27 28 29 30 31 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 1

 

Aktuelle Publikationen

 

Band 12

 

Band 12

 

SIMON-03-2025

 

 

Weitere Publikationen


Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wird gefördert von:

 

BMFWF_Logo

 

wienkultur 179

 

  BKA 179