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News – Veranstaltungen – Calls

20. Oktober 2022 18:30
Simon Wiesenthal LectureGideon Reuveni: The Phantom Giant And The No-Key Gate. The German-Jewish Settlement And The Holocaust
When on September 10, 1952, the Federal Republic of Germany, the State of Israel and the Conference on Jewish Material Claims Against Germany signed a reparation agreement in Luxembourg, this settlement was considered historical. Official publications from both sides portrayed it as a...Weiterlesen...

Das VWI als Gastinstitution für Holocaustforscher:innen aus der Ukraine

 

Angesichts des russischen Invasionskrieges in der Ukraine ermöglicht und finanziert die Stadt Wien Rechercheaufenthalte von ukrainischen Wissenschaftler:innen an Wiener Forschungsinstitutionen, eine dieser Institutionen ist das VWI. Das VWI veröffentlichte im April 2022 einen Call für diese “Emergency Fellowships”, diese sollen ukrainischen Wissenschaftler:innen ermöglichen, ihre Recherchen fortzuführen, Archive und Bibliotheken zu besuchen, sich mit den VWI-Fellows und -Mitarbeiter:innen auszutauschen und nicht zuletzt dem Kriegsalltag zu entkommen. In den kommenden Monaten wird das VWI Gastinstitution für die folgenden fünf Forscher:innen sein:

 

Olena Bezhan, außerordentliche Professorin für fremdsprachige Literatur an der Nationalen I.-I.-Metschnikow-Universität Odessa, wird während ihres Forschungsaufenthaltes Darstellungen des Holocaust in der amerikanischen und ukrainischen Literatur vergleichend analysieren und die darin entworfenen Konzepte von Trauma und Erinnerung kritisch befragen.

Andrij Kudrjatschenko, Professor für Zeitgeschichte, Direktor des Instituts für Weltgeschichte der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine, wird während seines Aufenthaltes über Unterschiede zwischen westeuropäischem Holocaustdiskurs und ukrainischer Geschichtsbetrachtung arbeiten.

Dmytro Mykhailychenko arbeitet als außerordentlicher Professor für politische Ökonomie an der Simon-Kuznets-Universität für Wirtschaft in Charkiw. Am VWI wird er seine Forschungen zu jüdischen Ökonom:innen aus Charkiw in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weiterführen.

Nadiia Skokova, Historikerin für das moderne Ost- und Mitteleuropa an der Ukrainisch Katholischen Universität in Lwiw, untersucht in ihrem Projekt soziale, wirtschaftliche und politische Facetten jüdischen Lebens in Ostgalizien vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Zwischenkriegszeit.

Viktoria Soloschenko Expertin im Bereich der Provenienzforschung. In ihrem aktuellen Projekt geht sie den Spuren geraubter Kulturgüter während des Zweiten Weltkrieges in der Ukraine nach.

Summer opening hours: Museum I Archive I Library

 

Please note the changed opening hours of the VWI for the summer months.

 

The Future of Memory – Museum Simon Wiesenthal:
July and August
Monday to Friday: 10 a.m. to 4 p.m.

 

Archive:
Closed from 18 July to 15 August 2022

 

Otherwise, the regular opening hours apply:

 

Monday: 9 a.m. to 1 p.m.
Tuesday: 9 a.m. to 1 p.m.
Wednesday: 11 a.m. to 3 p.m.

 

To visit or use the archive a registration is required.
Phone: +43-1-890-15-14-400
E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

VWI Library
Closed from 28 July to 25 August 2022
Otherwise, regular opening hours apply:

 

Tuesday: 2 p.m. to 6 p.m.
Thursday: 10 a.m. to 2 p.m.

 

VWI Fellows Presenting Their Projects: Where to Meet Our Fellows

 

The VWI Fellows are represented at numerous workshops and conferences at international institutions during the summer and in the coming months.

Irina Scherbakova in Wien

 

Eines unserer wissenschaftlichen Beiratsmitglieder, Irina Scherbakova, wird demnächst Wien besuchen und zwei Vorträge halten: am Dienstag, den 21. Juni um 17:00 - 18:30 an der Jahrestagung von RECET über das Thema Der Große Exodus: Über (Un-)Freiheit in Putins Russland und am Mittwoch, den 22. Juni um 19:00 Uhr im Kreisky Forum mit dem Titel Putins Krieg und die russische Gesellschaft.

Statement | EHRI Condemns Russia’s Invasion of Ukraine

 

The European Holocaust Research Infrastructure (EHRI) strongly condemns the recent invasion of Ukraine by Russia, and is gravely concerned about its impact on civilians, not to mention other living beings and the land. As a research infrastructure devoted to the study of genocide and war, we are shocked that an unprovoked and inexcusable attack on a sovereign country is possible in Europe in the 21st century: https://www.ehri-project.eu/statement-ehri-condemns-russia-invasion-ukraine

Wanderausstellung über Malyj Trostenez jetzt online

 

Die Wanderausstellung Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung ist das Ergebnis einer deutsch-belarussischen Zusammenarbeit, an der Historiker aus Belarus, Deutschland, Österreich und Tschechien teilnahmen. Es ist ein Versuch Malyj Trostenez als europäischen Tat- und Erinnerungsort in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern. Im November 2018 war die Ausstellung erstmals in Hamburg zu sehen. Danach wanderte sie zu über 30 Orten in Belarus, Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz.

 

Simon Wiesenthal war es ein besonderes Anliegen diesen Ort ins gesellschaftliche Bewusstsein zu rücken und die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen. Fast 8.700 österreichische Juden und Jüdinnen wurden aus Wien nach Malyj Trostenez deportiert und dort ermordet. Auch deshalb war es dem VWI ein Anliegen die Ausstellung nach Wien zu holen, wo sie von Juni bis Oktober 2019 im Haus der Geschichte Österreich zu sehen war. Gemeinsam mit Kolleg*innen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften kuratierte das VWI eine lokale Erweiterung der Ausstellung.

 

Mittlerweile ist die Ausstellung auch online und in den Sprachen Deutsch, Englisch, Russisch und Weißrussisch verfügbar: https://trostenez.org/ausstellung/

 

Träger der Ausstellung sind: das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk (IBB Dortmund), die Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ Minsk (IBB Minsk) und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

VWI-Mitarbeiterinnen bei Comparative Memorial Book Workshop, Februar 2022

 

Am 27. Februar 2022 nehmen die VWI-Mitarbeiterinnen Kinga Frojimovics und Marianne Windsperger an einem Workshop der University of Delaware und Penn State University (online) teil. Der Workshop widmet sich dem Kollektivmedium der Erinnerungsbücher oder der Yizkor-Bücher und fragt nach deren Rolle für die Geschichtsschreibung, nach Schreibtraditionen und Narrativen und nach neuen Formen von Erinnerungsbüchern in digitalen Medien. Kinga Frojimovics beschäftigt sich im Rahmen des Workshops mit einem Yizkor-Buch der zweiten Generation aus dem Jahr 2018, Marianne Windsperger fragt nach dem Nachleben der jiddischen yizker bikher in Texten der Gegenwartsliteratur.

"Geboren in Buczacz" Eine lange Nacht über Zeugen der Shoah

 

Am Samstag, 29. Jänner 2022 wurde eine von Lorenz Hoffmann und Lars Mayer für Deutschlandfunk produzierte Sendung ausgestrahlt, in der über Simon Wiesenthal als einen der in Buczacz geborenen Zeugen der Shoah, auch Marianne Windsperger, Albert Lichtblau und René Bienert vom VWI sprachen.

 

Die Sendung steht als Podcast zur Verfügung: https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-102.html
https://www.ardaudiothek.de

Erinnerung im Vergleich

 

Prof. Ari Joskowicz, Historiker, Ass. Prof. an der Vanderbilt Univ. und Senior Fellow am VWI, wird am Di., 23. November 2021 um 19 Uhr an einer Podiumsdiskussion im Republikanischen Club, zum Thema Die Auseinandersetzung mit der Vernichtung von Roma und Juden in Österreich. Wie wurde und wird in der Zweiten Republik des NS-Massenmords an Roma und Sinti (nicht) gedacht?, teilnehmen.

 

Bitte informieren Sie sich bezüglich eventueller Änderungen wegen der Covid-19-Maßnahmen auf der Webseite der Veranstaltung: http://www.repclub.at/2021/10/22/dienstag-23-november-2021-19-uhr-im-rc/ 

Statement by the Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies on Political Harassment Against 'Memorial', Moscow

 

Vienna, November 15, 2021

 

On November 11, 2021, the Supreme Court of the Russian Federation gave notice to the International Memorial Society that the General Prosecutor’s Office filed to liquidate the organization (Memorial - Prosecutor's Office Launches Legal Action to Shut Down Memorial).

 

This action was preceded by years of harassment by the Russian authorities -- now under the guise of Memorial’s shortcomings to conform to the notorious 2012 “foreign agent” law (alleging that organizations that receive foreign donations, support foreign interests). Its researchers have also been arrested on other spurious charges.

 

Memorial began in 1987 as an 11-person signature campaign for a monument to victims of Soviet terror under the honorary chairmanship of Andrei Sakharov and has since grown into the most authoritative research center on Stalinism. It gathered thousands of eyewitness testimonies from Gulag victims and produced outstanding scholarly reference works on the Stalinist state apparatus. More than a generation of researchers has benefitted from these materials, sometimes literally unearthed by Memorial.

 

Memorial has been in a tug of war with the state for years on how the story of the Stalinist past should be told. This move against the organization manifests an entrenched, systemic hostility to freedom of expression, and the erosion of intellectual and academic freedom in today’s Russia. More concerning is that this measure evidences a reinstitution of the type of social control and surveillance that characterized the Soviet period – reviled practices that were last witnessed in the 1980s.

 

The court hearing of this case is scheduled for November 25, 2021. We hope that its outcome will support the fact that the future of the past should not be in the hands of the state. The banning of Memorial is not an internal problem of Russia but would also cause irreparable damage to academic freedom and international relations.

 

International Academic Advisory Board
Board of Directors
VWI-Team

VWI-Newsletter 2021/22 in Print und Online erschienen

 

Der neue Newsletter VWI im Fokus 2021/22 ist erschienen. Wir blicken auf ein Jahr zurück, das von Lockdowns, Verschiebungen von Live-Veranstaltungen und der Entwicklung von neuen virtuellen Formaten geprägt war, die eine neue internationale Sichtbarkeit mit sich brachten und unsere Arbeit weiter begleiten werden. Im aktuellen VWI im Fokus erfahren Sie, wer die neuen VWI-Fellows sind, zu welchen Themen sie arbeiten und welche Veranstaltungen in den nächsten Monaten bei uns live, hybrid oder online stattfinden werden. Im Rahmen des Newsletter-Interviews stellen wir heuer das Programm Alliance for Historical Dialogue and Accountability (AHDA) der Columbia University vor.

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