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21. Mai 2024 08:00 - 15. Juli 2024 23:59
CfP - Simon Wiesenthal ConferenceKriegsendverbrechen. Der Rückzug der Wehrmacht und die letzte Phase des Zweiten Weltkriegs / Crimes at War’s End. The Retreat of the Wehrmacht and the Final Phase of WWII
(english below) HGM-Konferenz 2025 / Simon Wiesenthal Conference 2025 Internationale Tagung des Heeresgeschichtlichen Museums (HGM) und des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) in Kooperation mit dem Institut für Geschichte der Universität Klagenfurt und dem Insti...Weiterlesen...

Sommeröffnungszeiten Archiv & Bibliothek

 

Das Archiv ist von 22. Juli bis 9. August 2024 geschlossen.

Die Bibliothek ist von 12. bis 29. August 2024 geschlossen.

Deported. Comparative Perspectives on Paths to Annihilation for Jewish Populations under Nazi German Control

 

Michaela Raggam-Blesch / Peter Black / Marianne Windsperger (eds.)

 

SWW2019 CoverIn den letzten Jahren sind Sammellager und Deportationsbahnhöfe als zentrale Orte der Shoah wiederentdeckt worden; Denkmäler und Gedenkstätten erinnern an die Deportation der jüdischen Bevölkerung in Ghettos, Vernichtungslager und Mordstätten. Eine umfassende vergleichend-analytische Gesamtdarstellung der Deportationen aus dem nationalsozialistischen Herrschaftsbereich blieb allerdings lange Zeit ein Desiderat. Ziel dieses Bandes ist es, nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten in der Organisation und Durchführung von Deportationen im nationalsozialistisch beherrschten Europa zu fragen. Die Beiträge analysieren die Beziehungen zwischen den zentralen Schaltstellen der „Endlösung“ und den lokalen zivilen, militärischen und SS-Polizeibehörden und untersuchen, wie jüdische Organisationen gezwungen wurden, im Prozess ihrer eigenen Vernichtung mitzuwirken. Die vorliegende Arbeit erforscht die eingeschränkte Handlungsfähigkeit („Agency“) von „Judenräten“, die Deportation vorübergehend geschützter Gruppen wie Angehörige aus „Mischehefamilien“ sowie die Bedeutung von Staatsbürgerschaft im Prozess der Deportationen und die Willkür einzelner Täter.

 

Die Beiträge basieren auf dem Workshop „Deportiert. Vergleichende Perspektiven auf die Organisation des Wegs in die Vernichtung“, den das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) und die Österreichische Akademie der Wissenschaften 2019 gemeinsam veranstalteten.

 

Mit Beiträgen von:
Cornelia Shati-Geissler, Akim Jah, Dieter Hecht, Laurien Vastenhout, Hendrik Althoff, Niklas Perzi, Lovro Kralj, John R. Barruzza, Valeria Galimi, Andreas K. Bouroutis, Michaela Raggam-Blesch, Maria von der Heydt, Naida-Michal Brandl, Borbála Klacsmann

 

Erschienen bei: Beiträge zur Holocaustforschung des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI), New Academic Press, Wien/Hamburg, 2024 – bald auch open access.

 

Das Buch ist Heidemarie Uhl gewidmet, die maßgeblich an der Konzeption des Workshops beteiligt war.

Éva Kovács mit Mensch Award 2024 ausgezeichnet

 

EvaMenschAm Freitag, dem 3. Mai 2024, erhielt Éva Kovács (stv. Direktorin des VWI) einen der fünf 3rd annual Mensch Awards der Mensch International Foundation für ihr Engagement in der Holocaust-Forschung. Die Zeremonie wurde von Lukas Mandl und dem Gründer der Mensch Foundation, Steven Geiger, mit Musik von Shmuel Barzilai und Keynotes von Jaron Engelmayer und Oskar Deutsch eröffnet.

 

Die weiteren Preisträger:innen 2024 sind: Yvonne Oswald, Giora Bernstein, Daniel Landau und Joshua Sinclair.

Schließtage der VWI-Bibliothek – Closing days of the VWI Library

 

Die Bibliothek ist in der Woche von 29. Apri bis 3. Mai 2024 geschlossen.

 

The library will be closed during the week of  29 April to 3 May 2024.

Gender Equality Plan (GEP) 2023–2026 für das VWI

 

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) widmet sich der Erforschung und Dokumentation von Antisemitismus, Rassismus und Holocaust. In seiner Vermittlungstätigkeit fördert es Sensibilisierung und Verständnis für die Würde des Menschen, stärkt Verantwortungsbereitschaft für gesellschaftliches Gemeinwesen ebenso wie persönliche Zivilcourage. Das VWI ist bestrebt, Gleichstellung der Geschlechter und Wertschätzung für Diversität in seiner Organisationsstruktur, seiner wissenschaftlichen und programmatischen Arbeit sowie in seiner Repräsentation und Außenkommunikation abzubilden.

 

Wertschätzung für Diversität wird in der Gesamtorganisation im achtsamen und respektvollen Umgang miteinander wirksam. Sie drückt sich auch im Bestreben aus, Vielfalt in die Personalstruktur und in der Auswahl der Fellows zu integrieren. Schließlich hilft sie in Forschung, Lehre und Vermittlung, die Bedürfnisse von Menschen unterschiedlichen Geschlechts, unterschiedlicher ethnischer Zugehörigkeit, religiöser Tradition, sozialer Klasse, geistiger und körperlicher Fähigkeiten, Sprache und Regionalität zu reflektieren. Entsprechend den Aufgaben des VWI ist Wachsamkeit gegenüber Antisemitismus, Rassismus und jeglicher Formen der Diskriminierung ein wichtiges ethisches Prinzip der Alltagskommunikation.

 

Zur Gewährleistung dieser Mission bekennt sich das VWI zu einem umfangreichen Gender Equality Plan, der ab jetzt hier nachzulesen ist.

Nachruf: Hella Pick (1929–2024) 

 

HellaPick„1939: Ein Flüchtlingskind im Kindertransport, gekennzeichnet als ,Feindlicher Ausländer'. 2000. Verleihung des ,Order of the British Empire'. 2018: Ein Ehrendoktorat der Universität von Sussex und anschließend das Erlangen einer neuen Identität und deren ewige Verankerung durch die Teilnahme in der BBC-Sendung Desert Island Discs. Das sind die Ecksteine eines bewegten Lebens und einer langen Karriere, die weiblichen Journalisten hoffentlich zum Vorbild gereicht. Was für eine Reise!“ (Hella Pick, Unsichtbare Mauern, S. 425)

 

Hella Pick verstarb in der Nacht auf den 4. April im Alter von 94 Jahren in London. Als Auslandskorrespondentin des Guardian berichtete sie über Wendepunkte in der Geschichte des 20. Jahrhunderts – vom Ende der britischen Kolonialherrschaft in Westafrika, über Höhepunkte der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und die Studentenproteste in Paris 1968 bis hin zum Ende des Kalten Krieges. Ihre Memoiren lesen sich wie ein Who is Who des 20. Jahrhunderts und geben Einblicke in den Kampf um Anerkennung als Journalistin in einem männlich dominierten Arbeitsfeld.

 

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) trauert um die Journalistin, Wiesenthal-Biografin, Zeitzeugin und Mahnerin gegen das Vergessen. Wir erinnern uns an Hella Picks Besuche, zuletzt im November 2022, als sie ihre Autobiografie Invisible Walls. A Journalist in Search of Her Life (auf Deutsch: Unsichtbare Mauern, mit dem sprechenden Untertitel Die abenteuerliche Reise einer der größten politischen Journalistinnen zu den Gipfeln und Abgründen der Zeitgeschichte) vorstellte.

 

Was für eine Reise!

 

Foto: © VWI

Schließtage der VWI-Bibliothek – Closing days of the VWI Library

 

Die Bibliothek ist von 1. bis 5. April 2024 geschlossen.

 

The library will be closed from 1 to 5 April 2024.

The Lodz Ghetto and the Kriminalpolizei: Jews, Neighbors, and Perpetrators in the Holocaust

 

VWI Senior Fellow Winson Chu will hold the Max Weinreich Fellowship Lecture in Eastern European Jewish Studies at the YIVO Institute for Jewish Research in New York on Thursday, 4 April 2024.

 

The German criminal police (Kriminalpolizei, or Kripo) maintained a permanent station in the Lodz ghetto, which over the four years of its existence imprisoned some 200,000 Jews. Responsible for stopping smuggling networks and for gathering information about hidden possessions inside and outside the ghetto, the Kripo relied heavily on local ethnic Germans, the so-called Volksdeutsche. These policemen exploited their prewar social networks in their investigations and carried out violent acts against Jews familiar to them. They deployed their Polish and Yiddish language skills in interrogations of suspects, and they used their knowledge of Jewish religious practices and local customs to spy on the Jews and later to evaluate their confiscated property.

 

In this talk, Winson Chu focuses on how police records in Poland and survivor sources at YIVO enable a better understanding of such prewar connections with wartime perpetrators. By providing additional detail and context to existing accounts of ghetto experiences, this approach re-embeds Jews into interethnic relations in prewar Lodz and Nazi-occupied Poland and questions the common perception of the Lodz ghetto as “hermetically sealed.”

 

https://www.yivo.org/Kriminalpolizei 

Workshop: Europe and the USSR. Literature in the Face of the Persecution and Extermination of the Jews

 

A workshop organised by VWI Senior fellow Atinati Mamatsashvili, hosted by the VWI on 22 March 2024

 

The workshop’s purpose is to examine the literary, artistic, musical and cinematographic responses to the rise of anti-Semitism in the 1930s, which led to the systematic persecution and extermination of Europe’s Jews. It will focus on the period before as well as after the war. This will allow to consider, on the one hand, the capacity of literature (and other media) to project an aftermath as a consequence of ongoing events, and on the other hand the aftermath as it was felt in the years following the Shoah.
What was the response or capability of writers who were subjected to censorship during the Stalinist and post-Stalinist regimes? How did authors depict the re-emergence of anti-Semitism in the Soviet Union and European countries in the decades before and after the Second World War in their literary (artistic) works? This workshop aims to raise initial questions on a vast subject that is still very under-explored in certain areas and from certain perspectives, such as minor literature and forgotten writers.

 

Organisers

Anke Bosse (Universität Klagenfurt/Musil-Institut/Kärntner Literaturarchiv)
Atinati Mamatsashvili (Ilia State University / Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien)

EHRI-Workshop und Mikroarchive in Österreich

 

EHRIUnter dem Titel “EHRI und Mikroarchive in Österreich“ fand am 4. März 2024 ein ganztägiger Workshop am Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) statt. Das Institut präsentierte hier das Vorhaben von #EHRI (European Holocaust Research Infrastructure), die Unterstützung für Mikroarchive zu verbessern und lud hierfür österreichische Mikroarchivinhaber:innen sowie Expert:innen ein, um Möglichkeiten und Herausforderungen einer Zusammenarbeit zu diskutieren. Die Mikroarchivinhaber:innen haben mit dem VWI-EHRI-Team ihre Wünsche und Anforderungen geteilt, mit denen eine weitere Zusammenarbeit zustande kommen kann.

 

Stellungnahme des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) zum aktuell weltweit ansteigenden Antisemitismus


Das VWI verurteilt den starken Anstieg antisemitischer Vorfälle von verbaler und physischer Gewalt sowie der weltweiten Bedrohung von Jüdinnen und Juden nach den terroristischen Angriffen der Hamas auf israelische Wohngebiete am 7. Oktober 2023. In der Nacht auf den 1. November 2023 wurde die Zeremonienhalle im jüdischen Teil des Wiener Zentralfriedhofs in Brand gesteckt.

 

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