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News – Veranstaltungen – Calls

24. September 2025 12:00 - 16. Januar 2026 23:59
FellowshipsCfP Fellowships 2026/27
Fellowships 2026/27 at the Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI) (German version below) The Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI) invites applications for its fellowships for the academic year 2026/27. The VWI is an academic institution dedicated...Weiterlesen...
07. Januar 2026 00:00 - 09. Januar 2026 00:00
TagungBeyond Camps and Forced Labour
Beyond Camps and Forced Labour View the updated conference programme and more details here. This conference will bring together scholars from a variety of disciplines who are engaged in research on all groups of survivors of Nazi persecution. These will include – but are not limited...Weiterlesen...
29. Januar 2026 18:30
Simon Wiesenthal LectureAndrea Löw: „Die erste Zeit der Befreiung war mir das Leben fast unerträglich.“ Deportierte Jüdinnen und Juden im Jahr 1945
„Jetzt bin ich müde, so furchtbar abgekämpft, und doch sehe ich, daß ich weiter kämpfen muß, weil ich anfangen will zu leben – ja, mit 24 Jahren beginnt man zu leben. Wo fange ich an? Wo ist die Hand, die sich mir in Verständnis und Freundschaft entgegenstreckt und sagt: Komm?“ Dies s...Weiterlesen...

Winson Chu

Senior Fellow (03/2024 – 07/2024)

 

Das Ghetto Lodz und die Kriminalpolizei: Jüdinnen und Juden, Nachbar:innen und Straftäter im Holocaust

 

Winson ChuDieses Projekt untersucht, wie lokale Angehörige der Kriminalpolizei im nationalsozialistisch besetzten Polen sich am Holocaust beteiligten und dabei ihr „Deutsch-Sein“ förderten. Ihre Ortskenntnis nutzten diese Polizisten in der Stadt Lodz dazu, ihre ehemaligen Nachbar:innen – auch solche, die sich unter den 200.000 Jüdinnen und Juden im Ghetto von Lodz befanden – zu verhaften und zu foltern. Die Untersuchung offizieller deutscher Dokumente sowie jüdischer Zeugenaussagen auf Polnisch und Jiddisch ermöglicht es, die Geschichte des Ghettos von unten zu schreiben und zu verstehen, wie einzelne jüdische Opfer auf ihre Verfolgung reagierten. Dieser Ansatz betrachtet die Geschichte des Ghettos als eine Geschichte von Kontinuitäten, sowohl räumlich als auch zeitlich, und bietet eine umfassende Darstellung des deutsch-polnisch-jüdischen Verhältnisses während des Holocaust sowie im Polen des zwanzigsten Jahrhunderts.

 

Winson Chu, außerordentlicher Professor für Neuere Mitteleuropäische Geschichte an der University of Wisconsin-Milwaukee und Autor von The German Minority in Interwar Poland. Er war Mitglied des Vorstands der Polish Studies Association, des wissenschaftlichen Beirats der Holocaust Educational Foundation der Northwestern University und des Vorstands der Central European History Society.

 

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Constantin Iordachi

Senior Fellow (10/2023 – 02/2024)

 

„Säuberungen“ des Ultranationalismus: Eine vergleichende Geschichte des Faschismus in Osteuropa, 1918–1945

 

Constantin IordachiDas Projekt vergleicht Spielarten des Faschismus in Osteuropa, um die faschistischen Bewegungen und Regime in dieser Region stärker in die allgemeine Faschismusforschung zu integrieren. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem faschistischen Streben nach gewaltsamer „Säuberung“ und der Rolle, die Faschist:innen in der Region bei der Planung und Durchführung des Holocaust spielten. Ziel des Projekts ist es, eine neue Forschungsagenda für das vergleichende Studium des Faschismus aufzustellen und somit zur Feinabstimmung oder grundlegenden Änderung der bestehenden Erklärungsansätze beizutragen. Die vergleichende Faschismusforschung soll somit – im Sinne eines Austausches und Abgleichs wissenschaftlicher Traditionen in Ost- und Westeuropa – auf neue theoretische und methodische Grundlagen gestellt werden.

 

Constantin Iordachi, Professor am Historischen Institut der CEU, Präsident der International Association for Comparative Fascist Studies (ComFas) und Mitglied der Academia Europaea – The Academy of Europe. Mitglied des Akademischen Ausschusses des Hauses der Europäischen Geschichte, Brüssel. Iordachi ist u. a. Chefredakteur des CEU Review of Books.

 

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Atinati Mamatsashvili

Senior Fellow (10/2023 – 04/2024)

 

Literatur im Angesicht des Nationalsozialismus. Die mörderischen Räume antisemitischer Politik in den 1930er und 1940er Jahren

 

Atinati Mamatsashvili Das Projekt untersucht literarische Werke französischsprachiger Autor:innen im Europa der 1930er und 1940er Jahre. Es geht der Frage nach, wie sich die nationalsozialistische Ausgrenzungspolitik gegenüber den Jüdinnen und Juden in Schriften von Autor:innen manifestiert, die ab den 1930er Jahren vor den Gefahren der nationalsozialistischen Ideologie warnten und „zwischen den Zeilen“, direkt oder durch heimliche Veröffentlichungen, die Bedingungen anprangerten, denen Jüdinnen und Juden ausgesetzt waren. Die Untersuchung der Verfolgungspraxis anhand literarischer Werke stützt sich auf Fragen der Räumlichkeit, die die Begriffe „Ausgrenzung“ und „Verfolgung“ von Anfang an aufwerfen.

 

Atinati Mamatsashvili , Professorin für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Ilia State University in Tiflis. Forschungsschwerpunkte: Literatur und totalitäre Regime (Drittes Reich und Sowjetunion), französische und frankophone Literatur und Antisemitismus. Mitglied des Komitees der Buchreihe Comparative History of Literatures in European Languages (CHLEL).

 

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Kateřina Čapková

Senior Fellow (10/2024 – 03/2025)

 

Von der Zwangsassimilation zur Vernichtung. Zwei divergierende Politiken gegenüber Rom:nja und Sinti:zze im Protektorat Böhmen und Mähren

 

Kateřina ČapkováZiel dieses Forschungsprojekts ist eine detaillierte Analyse der Kriegserfahrungen von Rom:nja und Sinti:zze im Protektorat Böhmen und Mähren auf der Grundlage umfangreicher Archivrecherchen in zentralen und lokalen Archiven in der Tschechischen Republik und in Deutschland, eingebettet in den europäischen Kontext des Holocaust an Rom:nja und Sinti:zze. In den Ländern des nationalsozialistisch besetzten Europas oder in den Ländern der nationalsozialistischen Verbündeten lassen sich verschiedene Modelle diskriminierender Politiken unterscheiden. Während in den meisten von ihnen Segregation und Deportation in Konzentrationslager oder Massenmord vorherrschten, ist Frankreich ein Beispiel für den Weg des Social Engineering mit dem Ziel der Zwangsassimilation. Außerhalb des Protektorats Böhmen und Mähren gab es jedoch eine Situation, in der beide Politiken in chronologischer Reihenfolge zu finden sind. Bis zum Frühjahr 1942 strebte die Protektoratsregierung die Zwangsassimilation der Rom:nja in die Gesellschaft an; ab Sommer 1942 wurden die einheimischen Rom:nja und Sinti:zze in spezielle Lager und ab März 1943 direkt nach Auschwitz-Birkenau deportiert.

 

Diese Geschichte einer völlig gegensätzlichen Politik gegenüber Rom:nja und Sinti:zze innerhalb weniger Jahre kann bei der Beantwortung mehrerer entscheidender Fragen helfen, von denen die wichtigste die Beziehung, die Ähnlichkeiten und die Unterschiede zwischen der Politik der Segregation/Auslöschung und der Zwangsassimilation sind, die die Geschichte der Rom:nja über die Jahrhunderte bis in die Gegenwart begleitet hat.

 

Kateřina Čapková ist leitende Wissenschaftlerin am Institut für Zeitgeschichte in Prag und lehrt an der Karlsuniversität und der NYU in Prag. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die moderne jüdische Geschichte in Europa, die Geschichte der Flüchtlinge und der Migration sowie in jüngster Zeit die Geschichte der Rom:nja und Sinti:zze. Ihr Buch Czechs, Germans, Jews? National Identity and the Jews of Bohemia (Berghahn, 2012; auf Tschechisch 2005 und 2014) wurde von der Zeitschrift Choice als herausragender akademischer Titel des Jahres 2012 bezeichnet. Zusammen mit Hillel Kieval ist sie Mitherausgeberin des Sammelbandes Prague and Beyond: Jews in the Bohemian Lands (Penn Press, 2021; auf Deutsch 2020; auf Tschechisch 2022; auf Hebräisch 2024), der die Geschichte der Jüdinnen und Juden in Böhmen und Mähren von der frühen Neuzeit bis in die jüngste Zeit beleuchtet. Gemeinsam mit Eliyana Adler gab sie den Band Jewish and Romani Families in the Holocaust and its Aftermath (Rutgers UP, 2020) und mit Kamil Kijek den Band Jewish Lives under Communism. New Perspectives (Rutgers UP, 2022) heraus. Im Jahr 2016 initiierte sie die Gründung des Prager Forums für Roma-Geschichte(n), einer akademischen Plattform zum Austausch und zur Förderung der Forschung über die Geschichte der Rom:nja und Sinti:zze.

 

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René Schlott

Senior Fellow (03/2025 – 08/2025)

 

Raul Hilberg (1926-2007). Biographische Studien zu Leben, Werk und Wirkung

 

René SchlottRaul Hilberg, von 1956 bis 1991 Professor für Politikwissenschaft an der Universität von Vermont, war einer der ersten Wissenschaftler weltweit, der sich kurz nach dem Kriegsende mit dem nationalsozialistischen Genozid an den Jüdinnen und Juden Europas beschäftigte. Der jüdische Exilant Hilberg, 1926 in Wien geboren und 1939 in die USA geflohen, war im Zweiten Weltkrieg als junger US-Soldat nach Europa zurückgekehrt. Nach Kriegsende sichtete und wertete er als Deutsch-Muttersprachler im Auftrag der US-Regierung jahrelang das beschlagnahmte NS-Aktenmaterial aus und gewann so die Leitidee für seine wissenschaftlichen Qualifikationsarbeiten, in denen er den Holocaust als einen gewaltigen bürokratischen Prozess interpretierte.

 

Das Biographieprojekt will nicht nur den Lebensweg dieses außergewöhnlichen Wissenschaftlers nachzeichnen, sondern auch die Rezeptionsgeschichte seines frühen Opus Magnum The Destruction of the European Jews (1961) verfolgen. Erst mehr als zwanzig Jahre nach seiner Erstveröffentlichung wurde es auch auf Deutsch (1982) und Französisch (1985) übersetzt. Jede einzelne dieser Ausgaben stand vor Publikationsproblemen und löste vielfältige wissenschaftliche Debatten aus, nicht zuletzt weil Hilberg sich ganz auf die Täterakten stützte und auf Zeugnisse der Opfer weitgehend verzichtete. Von anderen Historiker:innen musste sich Hilberg zudem wegen seiner kritischen Darstellung der Judenräte in den Ghettos und wegen seiner skeptischen Einschätzung des jüdischen Widerstandes scharfe Kritik gefallen lassen. Aufgabe der Arbeit wird es sein, diese Auseinandersetzungen in einer Debattengeschichte zu analysieren und sie mit Hilbergs 1996 erschienenen Lebenserinnerungen (The Politics of Memory, dt. Unerbetene Erinnerung) zu kontrastieren.

 

René Schlott absolvierte zunächst parallel zu einer kaufmännischen Berufsausbildung ein Diplom der Betriebswirtschaft. Anschließend studierte er an der FU und der Humboldt Universität Berlin sowie an der Universität Genf die Fächer Geschichte, Politik und Publizistik. Ab 2007 war er Stipendiat am Graduiertenkolleg „Transnationale Medienereignisse“ an der Universität Gießen, wo er 2011 promovierte. Von 2014 bis 2022 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. 2013 sichtete er mit einem Stipendium des Deutschen Historischen Instituts Washington den Nachlass von Raul Hilberg an der University of Vermont. Seit 2008 arbeitet Schlott als freier Autor und Buchkritiker, u.a. für Spiegel Online, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit und Süddeutsche Zeitung.

 

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Béla Bodó

Senior Fellow (10/2025 – 03/2026)

 

Edmund Veesenmayer in Budapest: Die letzte Phase des Genozids an Jüdinnen und Juden

 

Bodo photoDieses Projekt untersucht das Privatleben und die politische Karriere von Edmund Veesenmayer, Hitlers persönlichem Vertreter und Reichsbevollmächtigten in Ungarn zwischen März und Dezember 1944. Als Chefdiplomat Nazi-Deutschlands verhinderte Veesenmayer in der Endphase des Krieges Ungarns Austritt aus dem Achsenbündnis. Er setzte die konservative Regierung Kállay ab, ernannte Minister, orchestrierte die Verhaftung politischer Gegner und beschleunigte den wirtschaftlichen Wandel Ungarns zum Vorteil des Deutschen Reichs.

 

Veesenmayer spielte eine wichtige Rolle bei der Deportation ungarischer Juden in das Dritte Reich und das von den Nazis besetzte Europa im Frühjahr und Frühsommer 1944, als mehr als zwei Drittel der 450.000 Deportierten in Arbeits- und Vernichtungslagern ums Leben kamen. Das Projekt beleuchtet Veesenmayers Tätigkeit als Ökonom, Wissenschaftler, Diplomat und als einer der Architekten des Holocaust. Es untersucht auch seine Aussage im Endre-Baky-Jaross-Prozess 1946, sein Verhalten bei seinem eigenen Nürnberger Prozess 1948/49 und sein späteres Leben als erfolgreicher Geschäftsmann in Deutschland nach seiner Freilassung 1951.

 

Béla Bodó promovierte 1998 an der York University in Kanada. Er ist Professor für Geschichte an der Universität Bonn in Deutschland. Sein neuestes Buch mit dem Titel Black Humor and the White Terror wurde 2023 bei Routledge veröffentlicht.

 

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Paul Hanebrink

Senior Fellow (02/2026 – 07/2026)

 

Erinnerung an den Antifaschismus neu überdenken

 

Hanebrink photoDas Projekt untersucht die antifaschistische Erinnerungskultur in Österreich, Ungarn und Italien. Das Ziel ist nicht, verstaubte und veraltete Geschichten über längst verstorbene Held:innen des Widerstands zu rehabilitieren. Vielmehr untersucht es die antifaschistische Erinnerungskultur in ihrem historischen Kontext: die Hoffnungen, die in seine Entstehung gesetzt wurden, sowie die darauffolgende Enttäuschung sollen einer neuen Betrachtung unterzogen und Widersprüche dabei als produktiv für die Bedeutung, nicht als sachliche Fehler behandelt werden. Vor allem aber gilt es zu fragen, welches Erbe diese Ambivalenzen für die Gesellschaften in Europa und Nordamerika hinterlassen, die erneut über die historische Beziehung zwischen den vergangenen Kämpfen gegen Verfolgung und den Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten unserer Zeit diskutieren.

 

Zu den primären Leitfragen gehören: Wie verbreiteten sich Formen und Institutionen, entwickelt, um das antifaschistische Gedächtnis einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln, über nationale Grenzen hinweg? Welche Rolle spielten jüdische Linke und das Schreckgespenst des „jüdischen Kommunismus“ im Leben und Nachleben dieser Gedenkpraktiken? Und wie passten sich Institutionen, die mit der Bewahrung und Weitergabe des antifaschistischen Gedächtnisses beauftragt waren, an das Aufkommen der Holocaust-Erinnerung auf beiden Seiten des Atlantiks an?

 

Paul Hanebrink ist Professor für Geschichte und Jüdische Studien an der Rutgers University – New Brunswick, wo er seit 2001 lehrt. Er ist Autor von zwei Büchern: In Defense of Christian Hungary. Religion, Nationalism, Antisemitism, 1890-1944 (Ithaca, 2006) und A Specter Haunting Europe. The Myth of Judeo-Bolshevism (Cambridge, MA, 2018), das auch in italienischer und rumänischer Übersetzung erschienen ist. Darüber hinaus ist er seit 2014 Mitglied des akademischen Ausschusses des United States Holocaust Memorial Museum.  

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Hana Kubátová

Senior Fellow (02/2026 – 07/2026)

 

Faschisten zu Kommunisten? Opportunismus und Überleben in Autokratien

 

Kubatova photoDieses Projekt untersucht, wie Kollaborateure auf der mittleren Ebene des faschistischen slowakischen Staates – Lehrer, Geistliche, Anwälte und lokale Beamte – nach 1948 in einflussreiche Positionen des kommunistischen Regimes aufstiegen. Anstatt Kollaboration als festes Etikett oder rein ideologische Entscheidung zu betrachten, untersucht es, wie Überleben, Ehrgeiz und Pragmatismus die Anpassung an Autokratien ermöglichten. Während Faschismus und Kommunismus meist als unterschiedliche, sogar gegensätzliche Regime betrachtet werden, zeigt das Projekt auffällige Kontinuitäten auf und verdeutlicht, wie „ehemalige Personen”, die durch ihre Rolle während des Krieges kompromittiert waren, sich danach als loyale Bürger neu positionierten. Anhand von Archivdokumenten, mündlichen Überlieferungen und persönlichen Aufzeichnungen untersucht das Projekt die verschwommenen Grenzen zwischen Komplizenschaft und Überleben. Es zeichnet nach, wie Autokratien sich nicht nur auf Loyalisten stützen, sondern auch auf diejenigen, die geschickt mit Macht umgehen können. Indem es deren Neuerfindungen nachzeichnet, bietet das Projekt neue Einblicke darin, wie Autokratien auf lokalem Level aufrechterhalten werden, warum bestimmte historische Vermächtnisse ungelöst bleiben und wie politische Übergänge in der Slowakei des 20. Jahrhunderts vereinfachte Narrative des Bruchs in Frage stellen.

 

Hana Kubátová ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Karlsuniversität in Prag. Ihre Forschung untersucht, wie Ideologien in Zeiten des Umbruchs Fuß fassen, sich anpassen und fortbestehen, wobei sie sich insbesondere auf mittlere Akteure im faschistischen und kommunistischen Ostmitteleuropa konzentriert. Ihre Arbeiten wurden in Zeitschriften wie Nations & Nationalism, Contemporary European History, Holocaust Studies und East European Politics & Societies veröffentlicht, ein weiterer Artikel erscheint in Kürze im Journal of Genocide Research. Ihr neuestes Buch, Christian Nationalism, Nation-Building, and the Making of the Holocaust in Slovakia, wurde von Oxford University Press veröffentlicht.

 

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Senior Fellowships 2026/27 des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI)

 

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) gibt die Ausschreibung seiner Senior Fellowships für das Studienjahr 2026/27 bekannt.SENIOR FELLOWSHIPS 2026/27

 

Das VWI ist eine noch zu Lebzeiten von Simon Wiesenthal initiierte und konzipierte, vom österreichischen Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung, dem Bundeskanzleramt sowie von der Stadt Wien geförderte wissenschaftliche Einrichtung zur Erforschung und Dokumentation von Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus und des Holocaust. Schwerpunkt der Forschungsarbeit ist der Holocaust in seinem europäischen Zusammenhang, einschließlich seiner Vor- und seiner Nachgeschichte.

 

Als Senior Fellow können sich herausragend qualifizierte, promovierte Forscher:innen bewerben, die sowohl wissenschaftliche Publikationen vorgelegt haben als auch in universitärem oder wissenschaftlich-institutionellem Bereich über langjährige Erfahrungen verfügen. Sie erhalten am Institut die Möglichkeit, frei einem selbst gewählten Forschungsvorhaben im Bereich der Holocaust-Forschung nachzugehen. Ziel des Aufenthaltes am VWI ist über die Forschungstätigkeit hinausgehend die Kommunikation und wissenschaftliche Interaktion mit den anderen Fellows am Institut. Es wird erwartet, dass Senior Fellows die wissenschaftliche Arbeit des Instituts fördern und die Junior Fellows bei ihren Forschungsvorhaben beratend unterstützen. Darüber hinaus ist die Einbindung der Senior Fellows in das Wiener Forschungsumfeld, z. B. durch Gastseminare und vorträge an akademischen Einrichtungen, erwünscht. Senior Fellows sind verpflichtet, regelmäßig am VWI anwesend zu sein.

 

Projekte der Senior Fellows behandeln die Forschungsthematik des VWI; Fragestellung, Verfahren und Methoden stehen frei. Die Bestände des institutseigenen Archivs stehen ihnen zur Verfügung. Ihre Einbeziehung in die Forschungsarbeit ist erwünscht. Ergebnisse werden im Kreis der Fellows diskutiert und in regelmäßigen Abständen einem größeren Publikum präsentiert. Am Ende des Aufenthalts ist ein Artikel vorzulegen, der begutachtet und im E-Journal des VWI, S:I.M.O.N. – Shoah: Intervention. Methods. Documentation., veröffentlicht wird.

 

Die Dauer der Senior Fellowships beträgt fünf bis sechs Monate. Senior Fellows erhalten am VWI einen Arbeitsplatz und Internet-Zugang. Die Höhe des Stipendiums beträgt € 2.500.- monatlich. Senior Fellows, die nicht in Wien ansässig sind, erhalten eine Wohnbeihilfe von € 600.- monatlich. Die Kosten der An- und Abreise (Economy bzw. Bahnfahrt 2. Klasse) trägt das VWI.

 

Die Auswahl erfolgt durch den Internationalen Wissenschaftlichen Beirat des VWI.

 

Eine Bewerbung ist mit folgenden Unterlagen in Deutsch oder Englisch möglich:

  • einem ausgefüllten Antragsformular,
  • einer ausführlichen Beschreibung des Forschungsvorhabens, die die Ziele des Projekts enthält, den Forschungsstand und methodische Überlegungen (maximal 12.000 Anschläge)
  • einer Publikationsliste und einem Lebenslauf (fakultativ: mit Foto).

Die Anträge sind bis 16. Jänner 2026 in elektronischer Form (in einem PDF-Dokument zusammengefasst) mit dem Betreff „VWI-Senior Fellowships 2026/27“ an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu richten.

 

Sollten Sie keine Bestätigung über den Erhalt Ihres Antrages erhalten, ersuchen wir Sie, uns zu kontaktieren.

Senior Fellowships 2023/24 des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI)

 

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) gibt die Ausschreibung seiner Senior Fellowships für das Studienjahr 2023/24 bekannt.

 

Das VWI ist eine noch zu Lebzeiten von Simon Wiesenthal initiierte und konzipierte, vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, dem Bundeskanzleramt sowie von der Stadt Wien geförderte wissenschaftliche Einrichtung zur Erforschung und Dokumentation von Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus und Holocaust. Schwerpunkt der Forschungsarbeit ist der Holocaust in seinem europäischen Zusammenhang, einschließlich seiner Vor- und seiner Nachgeschichte.

 

Als Senior Fellow können sich herausragend qualifizierte, promovierte Forscher:innen bewerben, die sowohl wissenschaftliche Publikationen vorgelegt haben als auch in universitärem oder wissenschaftlich-institutionellem Bereich über langjährige Erfahrungen verfügen. Sie erhalten am Institut die Möglichkeit, frei einem selbst gewählten Forschungsvorhaben im Bereich der Holocaust-Forschung nachzugehen. Ziel des Aufenthaltes am VWI ist über die Forschungstätigkeit hinausgehend die Kommunikation und wissenschaftliche Interaktion mit den anderen Fellows am Institut. Es wird erwartet, dass Senior Fellows die wissenschaftliche Arbeit des Instituts fördern und die Junior Fellows bei ihren Forschungsvorhaben beratend unterstützen. Darüber hinaus ist die Einbindung der Senior Fellows in das Wiener Forschungsumfeld, z. B. durch Gastseminare und vorträge an akademischen Einrichtungen erwünscht. Die Senior Fellows sind verpflichtet, regelmäßig am VWI anwesend zu sein.

 

Projekte der Senior Fellows behandeln die Forschungsthematik des VWI; Fragestellung, Verfah-ren und Methoden stehen frei. Die Bestände des institutseigenen Archivs stehen ihnen zur Verfügung. Ihre Einbeziehung in die Forschungsarbeit ist erwünscht. Ergebnisse werden im Kreis der Fellows diskutiert und in regelmäßigen Abständen einem größeren Publikum präsentiert. Am Ende des Aufenthalts ist ein Artikel vorzulegen, der begutachtet und im E-Journal des VWI, S:I.M.O.N. – Shoah: Intervention. Methods. Documentation. veröffentlicht wird.

 

Die Dauer der Senior Fellowships beträgt mindestens fünf Monate. Senior Fellows erhalten am VWI einen Arbeitsplatz und Internetzugang. Die Höhe des Stipendiums beträgt € 2.500.- monatlich. Zusätzlich trägt das VWI die Unterkunftskosten während des Aufenthalts (bis € 700.- monatlich) sowie die Kosten der An- und Abreise (Economy bzw. Bahnfahrt 2. Klasse). Für Recherchen außerhalb Wiens oder eventuell anfallende Kopierkosten außer Haus steht ein einmaliges Budget in der Höhe von weiteren € 500.- zur Verfügung.

 

Die Auswahl erfolgt durch den Internationalen Wissenschaftlichen Beirat des VWI.

 

Eine Bewerbung ist mit folgenden Unterlagen in Deutsch oder Englisch möglich:

 

  • einem ausgefüllten Antragsformular,
  • einer ausführlichen Beschreibung des Forschungsvorhabens, die die Ziele des Projekts enthält, den Forschungsstand und methodische Überlegungen (maximal 12.000 Anschläge)
  • einer Publikationsliste und einem Lebenslauf mit Foto (fakultativ).

 

Die Anträge sind bis 13. Jänner 2023 in elektronischer Form (in einem PDF-Dokument zusammengefasst) mit dem Betreff „VWI-Research Fellowships 2023/24“ an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu richten.

 

Sollten Sie keine Bestätigung über den Erhalt Ihres Antrages erhalten, ersuchen wir Sie, uns zu kontaktieren.

Senior Fellowships 2024/25 des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI)

 

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) gibt die Ausschreibung seiner Senior Fellowships für das Studienjahr 2024/25 bekannt.

 

Das VWI ist eine noch zu Lebzeiten von Simon Wiesenthal initiierte und konzipierte, vom öster-reichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, dem Bundeskanzler-amt sowie von der Stadt Wien geförderte wissenschaftliche Einrichtung zur Erforschung und Do-kumentation von Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus und Holocaust. Schwerpunkt der Forschungsarbeit ist der Holocaust in seinem europäischen Zusammenhang, einschließlich sei-ner Vor- und seiner Nachgeschichte.

 

Als Senior Fellow können sich herausragend qualifizierte, promovierte Forscher:innen bewerben, die sowohl wissenschaftliche Publikationen vorgelegt haben als auch in universitärem oder wis-senschaftlich-institutionellem Bereich über langjährige Erfahrungen verfügen. Sie erhalten am Institut die Möglichkeit, frei einem selbst gewählten Forschungsvorhaben im Bereich der Holo-caust-Forschung nachzugehen. Ziel des Aufenthaltes am VWI ist über die Forschungstätigkeit hinausgehend die Kommunikation und wissenschaftliche Interaktion mit den anderen Fellows am Institut. Es wird erwartet, dass Senior Fellows die wissenschaftliche Arbeit des Instituts fördern und die Junior Fellows bei ihren Forschungsvorhaben beratend unterstützen. Darüber hinaus ist die Einbindung der Senior Fellows in das Wiener Forschungsumfeld, z. B. durch Gastseminare und vorträge an akademischen Einrichtungen erwünscht. Die Senior Fellows sind verpflichtet, regelmäßig am VWI anwesend zu sein.

 

Projekte der Senior Fellows behandeln die Forschungsthematik des VWI; Fragestellung, Verfah-ren und Methoden stehen frei. Die Bestände des institutseigenen Archivs stehen ihnen zur Ver-fügung. Ihre Einbeziehung in die Forschungsarbeit ist erwünscht. Ergebnisse werden im Kreis der Fellows diskutiert und in regelmäßigen Abständen einem größeren Publikum präsentiert. Am Ende des Aufenthalts ist ein Artikel vorzulegen, der begutachtet und im E-Journal des VWI, S:I.M.O.N. – Shoah: Intervention. Methods. Documentation. veröffentlicht wird.

 

Die Dauer der Senior Fellowships beträgt mindestens fünf Monate. Senior Fellows erhalten am VWI einen Arbeitsplatz und Internet-Zugang. Die Höhe des Stipendiums beträgt € 2.500.- mo-natlich. Zusätzlich trägt das VWI die Unterkunftskosten während des Aufenthalts (bis € 600.- monatlich) sowie die Kosten der An- und Abreise (Economy bzw. Bahnfahrt 2. Klasse). Für Re-cherchen außerhalb Wiens oder eventuell anfallende Kopierkosten außer Haus steht ein einma-liges Budget in der Höhe von weiteren € 200.- zur Verfügung.

 

Die Auswahl erfolgt durch den Internationalen Wissenschaftlichen Beirat des VWI.

 

Eine Bewerbung ist mit folgenden Unterlagen in Deutsch oder Englisch möglich:

 

  • einem ausgefüllten Antragsformular,
  • einer ausführlichen Beschreibung des Forschungsvorhabens, die die Ziele des Projekts enthält, den Forschungsstand und methodische Überlegungen (maximal 12.000 Anschläge)
  • einer Publikationsliste und einem Lebenslauf mit Foto (fakultativ).

 

Die Anträge sind bis 12. Jänner 2024 in elektronischer Form (in einem PDF-Dokument zusam-mengefasst) mit dem Betreff „VWI-Research Fellowships 2024/25“ an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu richten.

 

Sollten Sie keine Bestätigung über den Erhalt Ihres Antrages erhalten, ersuchen wir Sie, uns zu kontaktieren.

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Aktuelle Publikationen

 

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