Als der Holocaust noch keinen Namen hatte / Before the Holocaust had its Name

Zur frühen Aufarbeitung des NS-Massenmordes an Jüdinnen und Juden / Early Confrontations of the Nazi Mass Murder of the Jews – Simon Wiesenthal Conference 2012

Hg.: Regina Fritz / Éva Kovács / Béla Rásky

In der Historiografie ging man lange davon aus, dass es bald nach 1945 zu einer unausgesprochenen Übereinkunft gekommen war, den Judenmord zu beschweigen. Erst jüngst wird dies infrage gestellt. Die bis in die frühen 1950er-Jahre hinein angestellten Bemühungen, die postnazistischen Gesellschaften über die Verbrechen des NS-Regimes aufzuklären und sie mit diesen zu konfrontieren, werden wiederentdeckt.

Die Vortragenden der Simon Wiesenthal Conference 2012 fragten nach den konkreten Maßnahmen, das begangene Unrecht nach dem Krieg als solches anzuerkennen: Welche Versuche gab es, den Massenmord zu thematisieren, zu dokumentieren, der Opfer der NS-Vernichtungspolitik zu gedenken, Verantwortlichkeiten zu klären und die „Schuldfrage“ zu stellen? Welche politischen Interessen verbanden sich mit den Bemühungen, die Vergangenheit aufzuarbeiten, wie(so) scheiterten sie, und ab wann sind erste Tabuisierungstendenzen feststellbar?

Regina Fritz / Éva Kovács / Béla Rásky: Als der Holocaust noch keinen Namen hatte. Zur frühen Aufarbeitung des NS-Massenmordes an Jüdinnen und Juden / Before the Holocaust had its Name. Early Confrontations of the Nazi Mass Murder of the Jews – Simon Wiesenthal Conference 2012
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Preis: €37,50
Einband: Paperback
Umfang: 458 Seiten
Format: 15,5 x 22,5
Auflage: 1, NAP 2016
Verlag: new academic press
ISBN: 978-3-7003-1941-2
Erscheinungsdatum: Januar 2016

Rezension von Martin Munke (Chemnitz), in: Portal für Politikwissenschaft, 14. Juli 2016. (19. Juni 2020)
Rezension von Katarzyna Person (Warszawa), in: Sehepunkte, Rezensionsjournal für die Geschichtswissenschaften 16 (2016) 9 (15. September 2016). (19. Juni 2020)
Rezension von Philipp Neumann-Thein (Weimar-Buchenwald), in H-Soz-Kult, 21.10.2016. (23. Juni 2020)
Rezension in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (Berlin), Heft 65 (2017) 11, 1001-1003.
Rezension von Sabine Kittel (Münster), Die Popularisierung des Holocaust und ihre Vorläufer, in: Neue politische Literatur. Berichte aus Geschichts- und Politikwissenschaft, 62 (2017) 3, 542-545 (2. Juni 2020).
Rezension von Zoé Grumberg, in: Vingtième Siècle. Revue d'histoire (Paris), 3 (2018) 139, 214-215.
Rezension von Beate Meyer (Hamburg), in: Klaus Latzel/Elissa Mailänder/Franka Maubach (Hg.) Geschlechterbeziehungen und „Volksgemeinschaft“, (= Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus; Bd. 34), Göttingen 2018, 269-271.
Rezension von Christoph Dieckmann, Anfänge der Forschungen zur Schoah, in: Einsicht 2018, Bulletin des Fritz Bauer Instituts, Oktober 2018, 100-101 (2. Juni 2020)