Forschungs-
projekte

Das VWI führt seit Beginn an Forschungsprojekte durch, die aus Drittmitteln finanziert werden. Selbst initiierte, konzipierte und bei nationalen, europäischen und internationalen Fördereinrichtungen eingereichte Vorhaben spielen dabei ebenso eine tragende Rolle wie transnationale Forschungsprojekte. Das Institut ist regelmäßig Konsortialmitglied in bilateralen und internationalen Projekten. Mit seinen Archiven und digitalen Access Points bietet es Forscher:innen erstklassigen Service.
Die eigene Forschung konzentriert sich auf die nachhaltige Nutzbarkeit und digitale Transformation der betreuten Archive sowie auf die Einbindung des VWI und Österreichs in die internationale Holocaustforschung.

ns-quellen.at

Das allererste Projekt des VWI widmete sich dem Themen Vermögensentzug zwischen 1938 und 1945 und Rückstellung und Entschädigung nach 1945. Die Ergebnisse der Arbeit wurden auf einer vom forschungsbüro. Verein für wissenschaftliche und kulturelle Dienstleistungen ausgearbeiteten und betreuten Internetplattform präsentiert und zugänglich gemacht.

Die Plattform versteht sich als Wegweiser. Man erhält hier detaillierte Informationen über jene Hilfsmittel, die bei Recherchen wertvolle Dienste leisten können. Man erfährt, in welchen österreichischen Archiven Akten über den Vermögensentzug zu finden sind, wo man nachschauen kann, wenn man etwas über den Entzug der Staatsbürgerschaft wissen möchte, wie man vorgeht, wenn man in Erfahrung bringen möchte, ob ein konkretes Grundstück oder eine Mietwohnung arisiert worden ist. ns-quellen.at bietet einen Überblick über die gesetzlichen Grundlagen sowohl des NS-Vermögensentzugs wie auch der Rückstellung und Entschädigung durch die Republik Österreich nach 1945. Alle in diesem Zusammenhang relevanten Gesetze sind hier versammelt und im Originaltext direkt zugänglich. Zusätzlich gibt es Literaturhinweise und Erklärungen einzelner Begriffe in einem Glossar.

Die Plattform begreift sich als Portal. Sie erspart zwar nicht den Weg ins Archiv, kann aber die dortige Arbeit erleichtern.

Das Portal ging Anfang 2011 online und wird seither laufend betreut, zum Teil auch aktualisiert.