Fellows
Durch den laufenden Austausch von Gastforscherinnen und -forschern in Form von Senior-, Research- und Junior-Fellowships, sichert das VWI die laufende Innovation seiner Forschungsagenden. Junge Forscherinnen und Forscher und erfahrene Wissenschafterinnen und Wissenschafter sollen so in einem wechselseitigen Dialog ihre Fragestellungen erarbeiten, die Ergebnisse in Form von Tagungen, Vorträgen und Publikationen der Öffentlichkeit präsentieren und ihr Wissen in laufende Forschungs- und Vermittlungsprojekte einbringen. Auf diese Weise bietet das jährlich ausgeschriebene Fellowship-Programm dem VWI die Chance, die besten und interessantesten Forscherinnen und Forscher unterschiedlichen Alters und aus diversen wissenschaftlichen Disziplinen aus dem In- und Ausland nach Wien zu holen bzw. temporär an das Institut zu binden, ohne deren akademische oder sonstige Karrieren zu unterbrechen. Ziel des Programms ist es, durch eine breite Streuung des regionalen Hintergrunds, der methodischen Zugänge und die Mischung der akademischen Disziplinen die Diversität des Programms zu sichern.
Atinati
Mamatsashvili
Literatur im Angesicht des Nationalsozialismus.
Die mörderischen Räume antisemitischer Politik in den 1930er und 1940er Jahren
Das Projekt untersucht literarische Werke französischsprachiger Autor:innen im Europa der 1930er und 1940er Jahre. Es geht der Frage nach, wie sich die nationalsozialistische Ausgrenzungspolitik gegenüber den Jüdinnen und Juden in Schriften von Autor:innen manifestiert, die ab den 1930er Jahren vor den Gefahren der nationalsozialistischen Ideologie warnten und „zwischen den Zeilen“, direkt oder durch heimliche Veröffentlichungen, die Bedingungen anprangerten, denen Jüdinnen und Juden ausgesetzt waren. Die Untersuchung der Verfolgungspraxis anhand literarischer Werke stützt sich auf Fragen der Räumlichkeit, die die Begriffe „Ausgrenzung“ und „Verfolgung“ von Anfang an aufwerfen.
Atinati Mamatsashvili , Professorin für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Ilia State University in Tiflis. Forschungsschwerpunkte: Literatur und totalitäre Regime (Drittes Reich und Sowjetunion), französische und frankophone Literatur und Antisemitismus. Mitglied des Komitees der Buchreihe Comparative History of Literatures in European Languages (CHLEL).