Fellows

Durch den laufenden Austausch von Gastforscherinnen und -forschern in Form von Senior-, Research- und Junior-Fellowships, sichert das VWI die laufende Innovation seiner Forschungsagenden. Junge Forscherinnen und Forscher und erfahrene Wissenschafterinnen und Wissenschafter sollen so in einem wechselseitigen Dialog ihre Fragestellungen erarbeiten, die Ergebnisse in Form von Tagungen, Vorträgen und Publikationen der Öffentlichkeit präsentieren und ihr Wissen in laufende Forschungs- und Vermittlungsprojekte einbringen. Auf diese Weise bietet das jährlich ausgeschriebene Fellowship-Programm dem VWI die Chance, die besten und interessantesten Forscherinnen und Forscher unterschiedlichen Alters und aus diversen wissenschaftlichen Disziplinen aus dem In- und Ausland nach Wien zu holen bzw. temporär an das Institut zu binden, ohne deren akademische oder sonstige Karrieren zu unterbrechen. Ziel des Programms ist es, durch eine breite Streuung des regionalen Hintergrunds, der methodischen Zugänge und die Mischung der akademischen Disziplinen die Diversität des Programms zu sichern.

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Kathryn L.
Brackney

Junior Fellow
10/2018 - 06/2019

Andere Welten.

Eine alternative Geschichte der Holocaust-Erfahrung

In Kunst und Literatur, die sich mit dem Holocaust näher beschäftigen, tauchen immer wieder eine ganze Reihe von „anderen Welten“, von Phantomorten auf, denken wir nur an Ka-Tzetniks Planet Auschwitz, Avrom Sutzkevers Griner akvarium – Grünes Aquarium oder Claude Lanzmanns gespenstische polnische Wälder. Dieses Vorhaben wird untersuchen, wie diese ganz speziellen Raum- und Ortsmetaphern die großen Entwicklungsstränge einer internationalen Wahrnehmung des Genozids an den jüdischen Gemeinden Europas, der tiefgehenden Verschiebungen in der Erinnerung an diesen konkret reflektierten und künstlerisch umsetzen konnten.

Kathryn L. Brackney ist Doktorandin im Fachbereich moderne europäische Geistes- und Kulturgeschichte an der Yale University. Ihre Forschungen wurden vom U.S. Holocaust Memorial Museum, der Shoah Foundation der University of Southern California, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Yale Program for the Study of Antisemitism gefördert.