Fellows

Durch den laufenden Austausch von Gastforscherinnen und -forschern in Form von Senior-, Research- und Junior-Fellowships, sichert das VWI die laufende Innovation seiner Forschungsagenden. Junge Forscherinnen und Forscher und erfahrene Wissenschafterinnen und Wissenschafter sollen so in einem wechselseitigen Dialog ihre Fragestellungen erarbeiten, die Ergebnisse in Form von Tagungen, Vorträgen und Publikationen der Öffentlichkeit präsentieren und ihr Wissen in laufende Forschungs- und Vermittlungsprojekte einbringen. Auf diese Weise bietet das jährlich ausgeschriebene Fellowship-Programm dem VWI die Chance, die besten und interessantesten Forscherinnen und Forscher unterschiedlichen Alters und aus diversen wissenschaftlichen Disziplinen aus dem In- und Ausland nach Wien zu holen bzw. temporär an das Institut zu binden, ohne deren akademische oder sonstige Karrieren zu unterbrechen. Ziel des Programms ist es, durch eine breite Streuung des regionalen Hintergrunds, der methodischen Zugänge und die Mischung der akademischen Disziplinen die Diversität des Programms zu sichern.

Menü

Lyubomyr
Borakovskyy

OEAD-VWI Fellow
01/2026 - 01/2026

Lyubomyr Borakovskyy ist Dekan der Fakultät für Fremdsprachen und Dozent am Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation und Translationswissenschaft der Nationalen Iwan-Franko-Universität Lwiw, Ukraine. Er absolvierte das Germanistikstudium an der Universität Lwiw, 2014 promovierte er an der Universität Wien als Doktorand des Doktoratskollegs „Das österreichische Galizien und sein multikulturelles Erbe“ zum Thema „Die Darstellung religiöser Beziehungen in der Literatur des österreichischen Galiziens“. Er ist Autor einer Monografie sowie über vierzig wissenschaftlicher Artikel im Bereich der Komparatistik, Kulturwissenschaft und Translationswissenschaft.

Am VWI ist Lyubomyr Borakovskyy im Januar 2026 als Gaststipendiat im Rahmen eines OeAD-Forschungsstipendiums zu Besuch. Sein Forschungsvorhaben zielt auf die Analyse literarischer Darstellung jüdisch-ukrainischer Beziehungen in belletristischen Texten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neben dem Schaffen von Soma Morgenstern oder Joseph Roth beschäftigt er sich in seiner Arbeit mit wenig bekannten Autor:innen wie Hermann Blumenthal, in deren Werken das Zusammensein – das friedliche oder das konfliktimmanente – zwischen Jüdinnen und Juden und Ukrainer:innen zum Ausdruck gebracht werden.