Fellows
Durch den laufenden Austausch von Gastforscherinnen und -forschern in Form von Senior-, Research- und Junior-Fellowships, sichert das VWI die laufende Innovation seiner Forschungsagenden. Junge Forscherinnen und Forscher und erfahrene Wissenschafterinnen und Wissenschafter sollen so in einem wechselseitigen Dialog ihre Fragestellungen erarbeiten, die Ergebnisse in Form von Tagungen, Vorträgen und Publikationen der Öffentlichkeit präsentieren und ihr Wissen in laufende Forschungs- und Vermittlungsprojekte einbringen. Auf diese Weise bietet das jährlich ausgeschriebene Fellowship-Programm dem VWI die Chance, die besten und interessantesten Forscherinnen und Forscher unterschiedlichen Alters und aus diversen wissenschaftlichen Disziplinen aus dem In- und Ausland nach Wien zu holen bzw. temporär an das Institut zu binden, ohne deren akademische oder sonstige Karrieren zu unterbrechen. Ziel des Programms ist es, durch eine breite Streuung des regionalen Hintergrunds, der methodischen Zugänge und die Mischung der akademischen Disziplinen die Diversität des Programms zu sichern.
Maximilian
Becker
Überlebende und Widerstandskämpfer.
Europäische Netzwerke der Überlebenden und der ehemaligen Widerstandskämpfer
Unmittelbar nach der Befreiung 1945 begannen die ehemaligen NS-Verfolgten Verbände zu gründen, die ihre Interessen durchsetzen, die Erinnerung an Krieg und Verfolgung in der Öffentlichkeit wachhalten und für eine Bestrafung der für die Verbrechen Verantwortlichen sorgen sollten. Diese Vereinigungen gründeten transnationale Dachorganisationen wie die ‚Internationalen Komitees ehemaliger Häftlinge der großen Lager‘ oder die ‚Internationale Föderation der Widerstandskämpfer‘ (FIR). In diesen Organisationen waren Verbände von beiden Seiten des ‚Eisernen Vorhangs‘ vereint. Das Projekt verfolgt das Ziel, am Beispiel der FIR die transnationalen Aktivitäten der Verfolgtenverbände in Erinnerungspolitik, Wiedergutmachung und Sozialfürsorge für die ehemaligen Verfolgten sowie bei der Strafverfolgung von NS-Verbrecherinnen und -Verbrechern und Kollaborateuren zu analysieren.
Maximilian Becker studierte Neuere und Neueste Geschichte, Geschichte Ost- und Südosteuropas und Völkerrecht in München. Seine Dissertation Mitstreiter im Volkstumskampf. Deutsche Justiz in den eingegliederten Ostgebieten 1939-1945 wurde durch das Forum Justizgeschichte mit dem Richard-Schmid-Preis ausgezeichnet.