SWC 2011: Partituren der Erinnerung
Der Holocaust in der Musik
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Fanny Hensel-Mendelssohn-Saal
Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien
Vom 4. bis zum 6. Oktober 2011 veranstaltete das VWI die noch 2010 konzipierte internationale Konferenz "Partituren der Erinnerung. Der Holocaust in der Musik" im Fanny Hensel-Mendelssohn-Saal der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Die in Kooperation mit dem Institut für Analyse, Theorie und Geschichte der Musik der Musikuniversität auf Initiative des VWI durchgeführte, gut besuchte Konferenz zeigte am Beispiel diverser, nach 1945 entstandenen Kompositionen aus den unterschiedlichsten Genres und Gattungen wie der Holocaust in die zeitgenössische Musik Eingang gefunden bzw. wie das Faktum Holocaust die musikästhetische Diskussion beeinflusst hat. Insgesamt 28 Referentinnen und Referenten aus Belarus, Deutschland, Großbritannien, Israel, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Tschechischen Republik, und den USA wurden zur Konferenz eingeladen.
Die dreitägige, englisch- und deutschsprachige Konferenz war in sechs thematische Panels gegliedert: "Traditionen und Stränge: Eine Übersicht", "Pathos der Auseinandersetzung: Fallstudien bis 1960 I", "Musikalische Bewältigungsversuche: Fallstudien bis 1960 II", "Verklingende Erinnerung: Holocaust-Rezeption nach 1960 I", "Erinnerungsmotive: Holocaust-Rezeption nach 1960 II" und schließlich "Die Musik des Holocaust und ihre Vermittlung". Den einzelnen Halbtagen saßen Vertreterinnen und Vertreter des VWI aus Vorstand, Beirat, Verein und Geschäftsführung vor bzw. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des mitveranstaltenden Instituts.
Als kulturelles Begleitprogramm veranstaltete das VWI gemeinsam mit dem Wiener Schönberg Center am Abend des ersten Konferenztages ein Konzert des "Ensemble Kreativ" mit Werken von Gideon Klein, Ruth Schonthal, John Cage, Arnold Schönberg, Michael Dulitsky und Fritz Kreisler. Zum Abschluss spielte Ferenc Snétberger aus seinem Werk "For my people" in Erinnerung an den "Porajmos", den Roma-Holocaust.
Idee und Konzept: Béla Rásky
