Jürgen Matthäus: Gerahmte Gewalt. Private Fotoalben von Deutschen im „Osteinsatz“ und die kollektive Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg
Metropol Verlag, Berlin, 2025
Ruhmeshalle, Heeresgeschichtliches Museum
Arsenal 1, 1030 Wien
Sie liegen in Schubladen und Kellern von Wohnhäusern, auf Verkaufstischen von Flohmärkten und in Archiven: Private Fotoalben sind materielle Zeugnisse, wie Deutsche den Zweiten Weltkrieg erlebten und wie sie ihn erinnert wissen wollten. Einige dieser Kriegsalben haben in Ausstellungen oder Publikationen Aufmerksamkeit erregt; dennoch hat sich die Forschung bislang nur ansatzweise mit dem Quellengenre befasst. Basierend auf der Auswertung von mehr als vierhundert Privatalben und mit Fokus auf den deutschen Vernichtungskrieg „im Osten“ untersucht das Buch, was ihre Kriegserzählung ausmacht, wie sie Gewalt repräsentierten und welche Spuren ihr Bild deutscher Verbrechen und deutscher Opferschaft bis heute im Familiengedächtnis hinterlassen hat.
Jürgen Matthäus, Historiker, bis 2025 Direktor der Forschungsabteilung am Center for Advanced Holocaust Studies des United States Holocaust Memorial Museum in Washington, DC. Diverse Gastprofessuren in den USA, Australien und in Deutschland. Mitglied der Internationalen Beiräte des VWI sowie des Fritz-Bauer-Instituts in Frankfurt. Autor, Herausgeber und Bearbeiter von Fachpublikationen zum Themenbereich Holocaust.
Begrüßung
Georg Hoffmann, Direktor Heeresgeschichtliches Museum (HGM)
Diskussion
Jochen Böhler, Direktor Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI)
Claudia Kuretsidis-Haider, Historikerin, Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW)
Mona Schubert, Kuratorin Foto Arsenal Wien
Moderation: Sandra Thier
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