Günter Morsch/Bertrand Perz (Hg.): Neue Studien zu nationalsozialistischen Massentötungen durch Giftgas. Historische Bedeutung, technische Entwicklung, revisionistische Leugnung
Metropol Verlag, Berlin 2011
Österreichisches Theatermusem, Eroica-Saal Palais Lobkowitz
Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien
Eugen Kogon und Hermann Langbein legten 1983 gemeinsam mit Historikern und Juristen eine erste Darstellung zum Thema »Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas« vor, betrachteten so den Massenmord als ein zentrales Wesensmerkmal des Nationalsozialismus. 25 Jahre später versuchte eine Tagung in Oranienburg eine Bilanz der seither erfolgten Forschungen zu ziehen. Die Konferenz war Ausgangspunkt für den vorliegenden Sammelband: 34 ForscherInnen aus Ost- und Westeuropa, den USA und Israel thematisieren in dem von Günter Morsch und Bertrand Perz herausgegebenen Band die Hintergründe und Voraussetzungen der Massentötungen durch Giftgas sowie ihre Durchführung.
Sechs Kapitel fassen den Stand der Forschung zusammen und beschäftigen sich mit den Tötungsanstalten der Euthanasie-»Aktion T4«, Vernichtungslagern wie Chełmno und Auschwitz, der »Aktion Reinhardt« und der Rolle, die Gasmorde in den Konzentrationslagern auf dem Gebiet des »Altreichs« einnahmen. Darüber hinaus werden technische und pharmakologische Aspekte des Massenmords behandelt. Ein Kapitel ist der revisionistischen Propaganda und ihren Methoden gewidmet.
Begrüßung
Béla Rásky (Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien - VWI)
Podiumsgespräch
Günter Morsch (Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Sachsenhausen)
Bertrand Perz (Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien)
Brigitte Bailer, Moderation (DÖW)
Musikprogramm
Irene Frank, Cello
Serkan Gürkan, Geige
Alfred Pfleger, Geige
Herbert Pichler, Klavier
Georg Schröfl, Viola
spielen:
Ruth Schonthal: Streichquartett Nr. 3, »In Memoriam Holocaust«
John Cage: In the Name of the Holocaust