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Veranstaltungen

 

Mit seinen wissenschaftlichen Veranstaltungen versucht das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) die neuesten Ergebnisse im Bereich der Holocaust-, Genozid- und Rassismusforschung einem breiteren ebenso wie einem ausgewiesenen Fachpublikum regelmäßig näher zu bringen. Die unterschiedlichen Formate dieser über einen engen Wissenschaftsbegriff hinausweisenden Veranstaltungen, die von in einem kleinen Rahmen gehaltenen gehaltenen Vorträgen, den Simon Wiesenthal Lectures über für ein Fachpublikum interessante Workshops bis zu großen internationalen Tagungen, den Simon Wiesenthal Conferences reichen, spiegeln das breite Tätigkeitsfeld des Instituts wider.

 

Präsentationen von ausgewählten Neuerscheinungen zu den einschlägigen Themen des Instituts, Interventionen im öffentlichen Raum, die Filmreihe VWI Visuals und die Fachkolloquien der Fellows runden die Palette der Veranstaltungen des Instituts weiter ab.

 

Workshop
Hannah Arendt und die (Be)Wertungen der Moderne
   

Vom Mittwoch, 21. Juni 2017 -  09:00
Bis Freitag, 23. Juni 2017 - 18:00

 

Der Hannah Arendt gewidmete, gemeinsam mit dem Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) veranstaltete Workshop wird versuchen, die ideengeschichtlichen Traditionen jener humanen und sozialen Vision zu rekonstruieren, die in der Überzeugung wurzelt, dass es – auch in einer säkularen Epoche – möglich ist, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.

Viele Denkerinnen und Denker setzten sich mit den Begriff des moralischen Individualismus – sei er transzendental oder von dieser Welt – auseinander und betonten dabei die Autonomie des Individuums als eines der Grundprinzipien der modernen, westlichen Gesellschaft. Dazu bedurfte es aber universaler Leitlinien fernab des Staates. Auch Hannah Arendt beschäftigte sich immer wieder mit universaler Verantwortung und deren Verhältnis zum Konzept von Humanität. Zweiter Weltkrieg und Holocaust erzwangen zudem ihr Interesse für die Beziehung zwischen Universalismus und Partikularismus. Ihre Schriften zu Totalitarismus, Demokratie, kritischem Urteil und über das Böse brennen auch deshalb noch immer unter der Haut. Ihr Engagement mit dem jüdischen Schicksal, ihre Arbeit mit jüdischen und zionistischen Einrichtungen, ihre Beschäftigung mit jüdischer Geschichte und Politik sowohl auf einer theoretischen als auch praktischen Ebene stehen im Fokus dieses Workshops.

Die Keynote wird die Philosophin Bettina Stangneth am 21. Juni 2017 im Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs halten.

Im Rahmen der VWI-Visuals wird auch Ada Ushpiz’ Film Vita Active. The Spirit of Hannah Arendt vorgeführt.

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