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José David Lebovitch Dahl
Research Fellow (10/2013 – 08/2014)

 

Antisemitismus, Nationalismus und die Österreichische Provinz der Gesellschaft Jesu, 1918-1939 - eine vergleichende Studie

 

LEBOVITCHIn diesem Projekt wird die Haltung der österreichischen Jesuiten gegenüber dem Antisemitismus und Nationalismus während der Zwischenkriegszeit analysiert. Das Forschungsprojekt versteht sich als Teil einer größeren Studie über die verschiedenen Positionen, die der Jesuitische Orden gegenüber dem Nationalismus und Rassismus im Europa der 1920er und 1930er Jahre eingenommen hatte. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass die jeweilige Haltung der Jesuiten sowohl durch „ultra-nationale Doktrinen" als auch durch ortsspezifische Aspekte der Seelsorge beeinflusst war und, dass eine Analyse der Spannungen und Diskussionen über Nationalismus und Antisemitismus innerhalb des Ordens, ein Verständnis der entscheidenden Faktoren, bezüglich einer Unterstützung oder Ablehnung gegenüber dem Antisemitismus innerhalb katholischer Institutionen, fördern wird. Das österreichische Beispiel hat besondere Relevanz durch die Rolle des Katholizismus in der österreichischen Politik und der Rolle Österreichs im Holocaust. Darüber hinaus gewährt ein Studium der von den Jesuiten eingenommenen Positionen in der Zwischenkriegszeit und deren Veränderungen einen Einblick in die Frage nach den Kontinuitäten im Antisemitismus während der Zeit vom späten 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg.

 

David Lebovitch Dahl, Ph.D. der Geschichte vom European University Institute (2008). Seine Forschung widmet sich den Themen Antisemitismus, Nationalismus und der Katholische Kirche im 19. und 20. Jahrhundert. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen Artikel in Modern Judaism (2003), Rivista di Storia del Cristianesimo (2010) und Modern Italy (2012).

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