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Elisabeth Gallas
Research Fellow (10/2012 – 09/2013)


Zeitdiagnosen aus New York: Jüdische Deutungen des Holocaust in den 1940er-Jahren

 

GallasBisher kaum beachtete Dokumentations- und Deutungsversuche, die europäische Emigrantinnen und Emigranten sowie amerikanisch-jüdische Akteurinnen und Akteure im Laufe der 1940er-Jahre in Konfrontation mit der katastrophischen Gegenwart Europas in New York unternahmen, stehen im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens. Diese Publikationen aus dem Umkreis des Institute of Jewish Affairs, der Jewish Social Studies, des American Jewish Committees bieten nicht nur wertvolle zeithistorische Dokumente, die neue Perspektiven auf die außereuropäische jüdische Wahrnehmung des Holocaust und daraus hervorgehenden Plänen der Wiederherstellung jüdischer Existenz nach Kriegsende ermöglichen. Die hier produzierten Texte bilden gleichzeitig ein bisher unbekanntes Fundament für Deutungsachsen und Verstehenshorizonte, die sich in den späteren Dekaden in der historischen Annäherung an das Ereignis des Holocaust ausbildeten und somit die bisherige Periodisierung seiner Aufarbeitungsgeschichte in Frage stellen.

 

Elisabeth Gallas studierte Kulturwissenschaften und Germanistik an der Universität Leipzig sowie Soziologie an der Universität Kopenhagen; 2005 M.A. an der Universität Leipzig mit einer Arbeit zur Rezeption literarischer Texte von Holocaust-Überlebenden in der Bundesrepublik, seit Herbst 2005 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur e.V. an der Universität Leipzig, seit November 2010 als stellvertretende Ressortleiterin des Ressorts Recht, Institutionen, Politik; 2011 Promotion an der Universität Leipzig mit dem Thema: ‘Das Retten der Bücher. Vom Offenbacher Depot zum jüdischen Geschichtsdenken nach dem Holocaust’.

Publikationsliste Elisabeth Gallas