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Jüdische Sklaven in einer ,judenreinen' Stadt.

 

Die Topographie der ungarisch-jüdischen Zwangsarbeit in Wien 1944/45

 

Im Zuge einer VWI-Busgedenktour zu den Wiener Stätten, an denen ungarische Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter 1944/45 zum Einsatz kamen, wurde vom VWI-Team noch im Mai 2014 eine eigene Homepage auf Basis einer Wien-Karte programmiert, entwickelt und zum Teil auch schon bespielt: www.ungarische-zwangsarbeit-in-wien.at

 

Dem bei der deutschen Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) im Rahmen des Programms Zwangsarbeit und vergessene Opfer. Erinnern an NS-Unrecht in der Folge eingereichten Projektantrag zum weiteren Ausbau dieser Homepage bzw. der Entwicklung kleiner, multifunktional verwendbarer Stadtführer wurde Anfang Mai 2015 stattgegeben.

 

Gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern aus Ungarn und Deutschland begannen drei Mitarbeiter des VWI in Kooperation mit Expertinnen und Experten aus Ungarn und Deutschland sowie weiteren extern hinzugezogenen Fachkräften an der konkreten Umsetzung bzw. den Recherchearbeiten. Im Rahmen des Vorhabens wird die Geschichte ungarisch-jüdischer Zwangsarbeit in Wien – so der Antragstext – relokalisiert und damit das Wissen um diese vergessene Geschichte sowohl in Österreich und Ungarn als auch in Deutschland reetabliert. Konkret soll das genannte Thema unter Zuhilfenahme von Materialien aus öffentlichen und privaten Archiven, audiovisuellen Quellen, Fotografien und Karten etc. topografisch verortet und somit wieder in die Wiener Stadtgeschichte eingeschrieben werden. Resultat der Arbeit wird ein zweisprachiger (Deutsch und Ungarisch), vielfach einsetzbarer Stadtführer zur Geschichte der ungarisch-jüdischen Zwangsarbeit in Wien 1944/45 sein, ebenso eine interaktive Website, auf der die Informationen niederschwellig und topografisch dargestellt werden, sowie letztlich eine Datenbank, die für wissenschaftliche Forschungszwecke die Ergebnisse der Arbeit zur Verfügung stellen wird.

 

Am 4. und 5. Juli 2016 fand der zweite Workshop zur weiteren Festlegung bzw. Überprüfung der Arbeiten und Aufgaben mit den deutschen – Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin – und ungarischen – Zachor Holocaust Remembrance Foundation, Verband der Geschichtslehrer sowie Haver Informal Jewish Educational Public Benefit Foundation – ProjektpartnerInnen statt.

 

Das Projekt wird bis Mitte 2017 abgeschlossen.

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